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paper:formal_templates:section01

Formalisierung von Requirements durch Nutzung von Templates

Christian Kühl
Verfasser:Christian Kühl
Erstgutachter:Prof. Dr. Lutz Prechelt
Zweitgutachter: Prof. Dr. Elfriede Fehr
Freie Universität Berlin

Einleitung

Motivation

Seit jeher bilden Pläne, Masken und Templates die Grundlage für Architekten, Maschinenbauer und Chipentwickler. In der Software Entwicklung ist der Begriff der Softwarearchitektur oder auch Designmuster gebräuchlicher. Jedoch werden diese Grundlagen hauptsächlich nur im Bereich Design und Implementierung eingesetzt. Der Gebrauch von Templates bekommt eine immer größer werdende Bedeutung im Bereich der Anforderungserstellung. Man geht immer mehr dazu über die Anforderungen nicht mehr mit dem vollen Umfang der natürlichen Sprache zu definieren, sondern viel mehr auf Schablonen zurückzugreifen um einheitliche und verständliche Anforderungen zu erstellen.

Dadurch entsteht eine Vielzahl neuer Möglichkeiten mit den Anforderungen zu arbeiten [Rupp10]. Obwohl der Gebrauch von Templates an Bedeutung gewinnt, gibt es momentan nur zwei sehr unterschiedliche Ansätze. Einmal der formale Ansatz eine eigene formale Sprache zu definieren um Templates zu schreiben. Diese werden dadurch jedoch weniger verständlich. Der andere Ansatz ist der Gebrauch von syntaktischen Schablonen, die jedoch nur den Satzbau vorgeben und damit noch zu viel Variabilität zulassen.

Der Inhalt dieser Arbeit soll einen Ansatz aus beiden Varianten enthalten und einen kleinen Beitrag zur Verbreitung von Anforderungstemplates leisten. Es werden Templates verwendet, die durch formale Regeln soweit erweitert werden bis eine korrekte Anforderung entstanden ist.

Aufgabenstellung und Lösungsansatz

Gegenstand dieser Bachelorarbeit ist die Erarbeitung einer Methodik zur Verbesserung der Qualität natürlichsprachlicher Anforderungen mittels Formalisierung durch das Benutzen von Anforderungstemplates. Die Anforderungsformulierung soll erleichtert werden, so dass Anforderungen schneller erstellt werden können und dennoch die Qualitätsmerkmale1 (Merkmale, die eine Anforderung haben sollten (siehe Kapitel 2.1)), die an Anforderungen gestellt werden, auch einhalten.

Teil der Aufgabenstellung ist die Erstellung einer Menge von Templates. Diese entstehen durch Nachforschungen in der Literatur und durch Untersuchungen realer Anforderungsspezifikationen.

Weiterhin müssen formale Regeln entwickelt werden, damit aus den Templates korrekte Anforderungen entstehen. Diese werden durch das Begutachten und Analysieren von Kundenanforderungen ermittelt und mit Hilfe der Backus Naur Form niedergeschrieben.

Erst durch die Kombination von Templates und formalen Regeln entstehen fertige Anforderungen, so wie sie auch in der Industrie gefunden werden.

Zur Validierung ist ein prototypisches Werkzeug für die Erstellung und Verwaltung von Templates , sowie das Erstellen von Anforderungen aus diesen Templates zu erstellen. Am Schluss wird das Werkzeug von Requirements Engineers in Sachen Funktionalität und Ergonomie bewertet werden.

Aufbau der Arbeit

In Kapitel 2 erfolgt eine Erklärung der Grundlagen. Dies beinhaltet die Einführung in den Anforderungsbegriff, Grundlagen des Requirements Engineering, der System Begriff und die informatischen Grundlagen.

Danach erfolgt in Kapitel 3 ein Überblick über den momentanen Stand der Wissenschaft und Technik im Bereich des Anforderungsmanagement unter besonderer Berücksichtigung der Automobilbranche.

In Kapitel 4 wird die Methode erläutert und in Kapitel 5 erfolgt die Erklärung der use cases. Kapitel 6 beinhaltet die Fakten zum Prototypen. Die Evaluation der Methode geschieht in Kapitel 7. Kapitel 8 beinhaltet das Fazit der Arbeit und bietet einen kleinen Ausblick darauf, inwiefern die entwickelte Methodik erweitert werden kann.

paper/formal_templates/section01.txt · Zuletzt geändert: 2012/01/01 20:43 von ben