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Formalisierung von Requirements durch Nutzung von Templates

Christian Kühl
Verfasser:Christian Kühl
Erstgutachter:Prof. Dr. Lutz Prechelt
Zweitgutachter: Prof. Dr. Elfriede Fehr
Freie Universität Berlin

Use cases

Use case Gruppen

Nach Recherchen und Gesprächen mit Requirements Engineers ergab sich die Möglichkeit die Anforderungen in drei use case-Gruppen einzuteilen.

Wenn im folgenden Kapitel das Wort Listen erwähnt wird, sind damit immer die sonstigen Listen gemeint.

Weiterhin entstand die Idee, dass die Definition verschiedener Rollen für ein zugehöriges Tool ebenfalls notwendig wäre.

Somit finden im folgenden Kapitel die Rollen Requirements Engineer, Projektadministrator und Globaler Administrator Verwendung. Dabei nehmen die Rechte der Reihe nach zu.

Die erste Gruppe behandelt die Anforderungslisten (siehe Abbildung 6). Sie sagt aus, dass ein Requirements Engineer die Möglichkeit hat eine neue Anforderungsliste zu erstellen oder eine aktuelle zu bearbeiten. Dies beinhaltet ebenfalls die use cases, ein Requirement zu löschen, ein neues hinzuzufügen, eines zu ändern und die gesamte Struktur der Anforderungsliste zu verändern.

Use case Gruppe1: AnforderungslisteAbbildung 6: Use case Gruppe1: Anforderungsliste

Die zweite Gruppe beschreibt die Funktionen eines globalen Administrators (siehe Abbildung 7). Er hat zusätzlich die Möglichkeit ein neues Template zu erzeugen, ein bereits vorhandenes zu ändern, ein Template zu löschen oder aber auch globale Listen zu bearbeiten und auch zu erstellen. Weiterhin hat er ebenfalls die Rechte eines Requirements Engineers und eines Projektadministrators.

Use case Gruppe2: TemplatesAbbildung 7: Use case Gruppe2: Templates

Die dritte und letzte Gruppe betrifft den Projektadministrator (siehe Abbildung 8). Er hat zusätzlich die Befugnisse Listen zu importieren. Diese Listen können zum Beispiel Parameterlisten, Signallisten, Komponentenlisten und Fehlerreaktionslisten sein. Weiterhin kann er eine vorhandene Liste bearbeiten was auch das erstellen sowie editieren von Listen beinhaltet. Die Listen sind jedoch nur projektbezogen. Weiterhin besitzt er die Rechte eines Requirements Engineers.

Abbildung 8: Use case Gruppe3: ListenAbbildung 8: Use case Gruppe3: Listen

Es folgt eine nähere Betrachtung der einzelnen use cases.

Requirements Engineer

Abbildung 9 zeigt den Vorgang, wie ein Requirements Engineer eine neue Anforderungsliste erstellt. Es beginnt mit einer leeren Anforderungsliste, die durch den Benutzer bearbeitet wird und letztendlich durch einen Datei Speichern Dialog lokal gespeichert wird, um sie für spätere Zwecke verwendbar zu machen.Es besteht auch die Möglichkeit eine leere Liste erst einmal abzuspeichern. In beiden Fällen wurde am Ende eine neue Anforderungsliste erstellt.

Use case 1.1 Anforderungsliste erstellenAbbildung 9: Use case 1.1 Anforderungsliste erstellen

Use case 1.2 (Abbildung 10) beschreibt die Vorgänge um eine Anforderungsliste zu bearbeiten. Dafür ist es notwendig eine Liste geöffnet zu haben. Dies entsteht entweder durch das Laden einer Liste oder durch das Erstellen einer neuen Liste.

Wenn die Liste geöffnet ist gibt es mehrere Möglichkeiten diese zu bearbeiten. Eine Möglichkeit ist, die Struktur der Liste zu verändern. Eine weitere Möglichkeit ist das Ändern von vorhandenen Anforderungen. Weiterhin kann man auch vorhandene Anforderungen löschen oder gänzlich neue erstellen.

Eine weitere Möglichkeit die vorhandene Liste zu bearbeiten ist Anforderungen, die nicht mehr benötigt werden oder einfach falsch sind aus dieser Liste zu entfernen.Letztendlich erhält man eine neue bearbeitete Anforderungsliste, die man abspeichern kann.

 Use case 1.2 Anforderungsliste bearbeitenAbbildung 10: Use case 1.2 Anforderungsliste bearbeiten

Abbildung 11 beschreibt den Vorgang der Strukturänderung einer Anforderungsliste. Wenn eine Anforderungsliste geöffnet ist gibt es dafür mehrere Möglichkeiten.

Use case 1.3 Struktur ändernAbbildung 11: Use case 1.3 Struktur ändern
Erstens man fügt neue Überschriften ein. Dies beinhaltet entweder Unterüberschriften für schon vorhandene Überschriften oder neue Überschriften. Die zweite Möglichkeit beschreibt das Entfernen von gesamten Blöcken aus der Anforderungsliste und drittens das verschieben von Blöcken an andere Positionen in der Anforderungsliste. Ein Block ist dabei eine Menge von aufeinanderfolgenden Anforderungen. In jedem Fall erhält man eine Anforderungsliste mit veränderter Struktur.

Use case 1.4 Anforderung ändernAbbildung 12: Use case 1.4 Anforderung ändern

Abbildung 12 stellt dar, welche Schritte vollzogen werden müssen um eine Anforderung zu ändern. Die Anforderung muss erst einmal ausgewählt werden und das Ändern dieser durch Drücken eines Knopfes oder einer Taste bestätigt werden. Daraufhin öffnet sich der Anforderungseditor und der User kann eine neue Anforderung erstellen, die die vorhandene editiert.

Wenn eine Anforderung gelöscht werden muss (siehe Abbildung 13), muss diese vorher in irgendeiner Weise erst einmal ausgewählt werden. Durch Drücken eines Knopfes oder einer Taste kann dann die Anforderung gelöscht werden.

Use case 1.5 Anforderung löschenAbbildung 13: Use case 1.5 Anforderung löschen

Um neue Anforderungen hinzuzufügen (siehe Abbildung 14) wird der entsprechende Editor geöffnet. In dem Editor muss der Benutzer sein gewünschtes Template lokalisieren und fügt dieses dann zu dem Editor hinzu. Das Template wird dann bearbeitet, dies bedeutet der User wählt die optionalen Teile aus und befüllt die Variablen mit Werte bis die Anforderung fertig ist. Mit dem Beenden des Editors, wird die Anforderung zur Liste hinzugefügt. Den Anforderungen soll zusätzlich eine ID gegeben werden, zwecks Identifizierbarkeit und Rückverfolgbarkeit.

Use case 1.6 Anforderung hinzufügenAbbildung 14: Use case 1.6 Anforderung hinzufügen

globaler Administrator

Use case 2.1 (siehe Abbildung 15) zeigt, wie ein globaler Administrator ein neues Template hinzufügt. Dafür muss der Templateeditor geöffnet werden und der globale Administrator muss sich entscheiden, ob er ein komplett neues erstellen will oder aus einem vorhandenen Template ableiten will.

Wenn er aus einem vorhanden Template ableiten will, muss er das gewünschte Template erst einmal lokalisieren und auswählen. Dieses wird dann in den Editor eingefügt und man kann die entsprechenden Teile ändern.

Die Möglichkeit aus einem Template weitere abzuleiten steht zusätzlich auch dem Requirements Engineer zur Verfügung. Komplett neue Templates soll er aber nicht erstellen können.

Falls er nicht ableiten will, öffnet sich gleich der leerer Editor und er kann ein Template in der Template-Metasprache eingeben. Durch Bestätigen wird das Template der Templateliste hinzugefügt.

Use case 2.1 Template hinzufügenAbbildung 15: Use case 2.1 Template hinzufügen

Abbildung 16 zeigt wie vorhandene Templates bearbeitet werden. Dafür lokalisiert man das Template, welches man ändern möchte im Templateeditor. Anschließend öffnet sich der Editor zum Ändern. Nach dem Ändern werden je nach dem, ob von diesem Template abgeleitet wurde, die abgeleiteten Templates angezeigt. Diese können ebenfalls bearbeitet werden.

Letztendlich werden die gesamten Änderungen übernommen.

Use case 2.2 Template bearbeitenAbbildung 16: Use case 2.2 Template bearbeiten

Use case 2.3 beschreibt, wie existierende Templates entfernt werden (siehe Abbildung 17).

Dafür muss das entsprechende Template lokalisiert werden. Danach erfolgt eine Aktion abhängig davon, ob von diesem Template andere Templates abgeleitet wurden oder nicht.

Wenn von dem Template abgeleitet wurde, werden einem alle abgeleiteten Templates angezeigt, so dass diese eventuell auch gelöscht werden können.

Wenn es keine abgeleiteten Templates gibt wird das ausgewählte lediglich gelöscht.

Use case 2.3 Template entfernenAbbildung 17: Use case 2.3 Template entfernen

Use case 2.4 globale Listen bearbeitenAbbildung 18: Use case 2.4 globale Listen bearbeiten

Abbildung 18 zeigt, wie der globale Administrator globale Listen bearbeitet. Dafür muss entweder eine vorhandene globale Liste gewählt werden oder eine neue globale Liste erstellt werden. Danach kann diese bearbeitet werden, was bedeutet es werden Elemente hinzugefügt oder entfernt. Beim Hinzufügen von Elementen müssen natürlich noch die notwendigen Werte eingegeben werden. Wenn man fertig ist wird die Liste gespeichert

Damit der globale Administrator eine neue globale Liste erstellen kann muss er sich in dem entsprechenden Editor befinden und dort eine neue Liste erstellen. Er erhält dann eine leere Liste, welche er abspeichern kann (siehe Abbildung 19).

Use case 2.5 globale Liste erstellenAbbildung 19: Use case 2.5 globale Liste erstellen

Projektadministrator

Abbildung 20 beschreibt, wie das Importieren von Listen funktioniert. Dafür muss sich der Projektadministrator im Listeneditor befinden. Dann kann er über ein Datei öffnen Dialog die entsprechende Liste auswählen, so dass diese Parameter zu der momentanen ausgewählten Liste hinzugefügt werden. Diese Liste wird dann wieder lokal gespeichert.

Use case 3.1 Liste importierenAbbildung 20: Use case 3.1 Liste importieren

Abbildung 21 zeigt wie Projektlisten bearbeitet werden. Dafür muss die gewünschte Liste entweder geöffnet oder neu erstellt werden. Nun besteht wieder die Möglichkeit Elemente zu entfernen oder neue Elemente hinzuzufügen, indem man die notwendigen Werte eingibt. Dies beinhaltet ebenfalls die use cases Liste editieren und neue Liste erstellen.

Diese Liste kann dann abgespeichert werden.

Use case 3.3 Projektliste bearbeitenAbbildung 21: Use case 3.3 Projektliste bearbeiten

Der letzte use case beschreibt, wie Projektlisten überhaupt erst einmal erstellt werden. Dafür muss der Projektadministrator im Listeneditor eine neue Liste erzeugen und diese schließlich abspeichern (siehe Abbildung 22).

Use case 3.4 Projektliste erstellenAbbildung 22: Use case 3.4 Projektliste erstellen

paper/formal_templates/section05.txt · Zuletzt geändert: 2012/04/09 08:54 von ben