Debar
41° 31′ 30″ N 20° 31′ 38″ E
Debar liegt in der Region Südwesten in Nordmazedonien auf dem 42. Breitengrad, rund 4.617 Kilometer nördlich des Äquators und 1.705 Kilometer östlich des Nullmeridians. In der Stadt leben etwa 11.700 Einwohner.
Debar liegt im Westen Nordmazedoniens auf einem Hügel rund 100 Meter über dem Debarsee, etwa fünf Kilometer von der albanischen Grenze entfernt. Die Stadt gab der historischen Landschaft Dibra ihren Namen und war bis zum Ende der osmanischen Zeit eine der wichtigsten Städte der Albaner.
Debar in Zahlen
Bei der Volkszählung 2021 hatte die Stadt Debar 11.735 Einwohner, 2002 waren es noch 14.561. Die Gemeinde, zu der neben der Stadt 17 Dörfer gehören, zählte 2021 15.412 Einwohner auf knapp 146 Quadratkilometern. Knapp 70 Prozent der Stadtbewohner bezeichneten sich 2021 als Albaner, daneben leben Türken, Roma und Mazedonier in Debar. Gut 94 Prozent der Einwohner waren 2002 Muslime.
Debar gehört zur Planungsregion Südwesten. Nach Skopje sind es auf der Straße etwa 130 Kilometer, nach Peshkopi, der wichtigsten Stadt der Region auf albanischer Seite, rund 25 Kilometer. Die Stadt ist stark von Abwanderung betroffen. In Banjište und Kosovrasti etwas außerhalb gibt es bis zu 40 Grad warme Mineralquellen, die zur Kur genutzt werden.
Debar oder Dibra?
Beide Namen meinen dieselbe Stadt. Debar ist der mazedonische Name, kyrillisch Дебар. Auf Albanisch heißt die Stadt Dibra, in der unbestimmten Form Dibër, auf Türkisch Debre. Der Name ist sehr alt: Herodot erwähnt im 5. Jahrhundert v. Chr. einen Ort Dober, Strabon nennt einen illyrischen Stamm der Doberer, der in dieser Gegend siedelte. In römischer Zeit hieß der Ort Deborus.
Debarsee, Schwarzer Drin und Korab
Der Schwarze Drin, der bei Struga aus dem Ohridsee kommt, ist unmittelbar bei Debar zum Debarsee aufgestaut. Kurz nach der Talsperre erreicht der Fluss die Grenze, bildet sie für einige Kilometer und fließt dann nach Albanien. Flussaufwärts Richtung Struga ziehen sich enge Schluchten.
Nördlich erhebt sich das Korab-Gebirge mit dem Golem Korab, albanisch Maja e Korabit, der mit 2.764 Metern der höchste Berg Nordmazedoniens ist. Südöstlich liegt das Stogovo-Gebirge mit 2.318 Metern, nordöstlich der Mavrovo-Nationalpark, der flächenmäßig größte Nationalpark des Landes.
Skanderbeg und die Kunstschule von Debar
1443 trafen sich in Debar albanische Fürsten, um sich gegen die Osmanen zu verbünden. Ein Jahr später gründete Skanderbeg die Liga von Lezha, deren Ursprünge in Debar liegen. In osmanischer Zeit wurde der Ort zu einem regionalen Marktzentrum, hier entstand die Kunstschule von Debar, bekannt für Holzschnitzereien und Ikonostasen. 1844 kam es bei Debar zu einer großen Schlacht zwischen osmanischen Truppen und albanischen Aufständischen. Etwa 25 Kilometer nordöstlich liegt das Kloster Sveti Jovan Bigorski aus dem 11. Jahrhundert.
Debar im Kreuzworträtsel
Gesucht wird die Stadt mit fünf Buchstaben, DEBAR, der albanische Name DIBRA hat ebenso viele. Auf dem Kfz-Kennzeichen steht DB. Centar Župa und Rostuša gehören zu eigenen Gemeinden, Peshkopi und Bulqizë liegen in Albanien.
| Frage im Rätsel | Lösung | Buchstaben |
|---|---|---|
| Stadt in Nordmazedonien | DEBAR | 5 |
| Albanischer Name von Debar | DIBRA | 5 |
| Stausee bei Debar | DEBARSEE | 8 |
| Fluss bei Debar | DRIN | 4 |
| Höchster Berg Nordmazedoniens | KORAB | 5 |
| Albanischer Nationalheld | SKANDERBEG | 10 |
| Kfz-Kennzeichen von Debar | DB | 2 |
| Ort bei Debar | ROSTUSA, BULQIZE | 7 |
| Ort bei Debar | PESHKOPI | 8 |
| Ort bei Debar | CENTARZUPA | 10 |
Centar Župa liegt rund sechs Kilometer südöstlich, Rostuša elf Kilometer nordöstlich. Peshkopi ist knapp 20 Kilometer Luftlinie entfernt, Bulqizë in Albanien 26 Kilometer westlich und Struga 41 Kilometer südlich.
Auf demselben Breitengrad
Der 42. Breitengrad läuft von Debar aus einmal um die Erde. Diese Orte liegen auf derselben Linie.
Auf demselben Längengrad
Der 21. Längengrad Ost verläuft von Pol zu Pol. Diese Orte liegen darauf.