Europa
Färöer
Färöer hat rund 55.700 Einwohner auf 1.399 Quadratkilometern. Hauptstadt ist Tórshavn. Erfasst sind 29 Orte mit Koordinaten.
Der geografische Mittelpunkt der Färöer liegt bei 62° 03′ 07″ N und 6° 52′ 51″ W, in Dezimalgrad 62,0520 und -6,8808. Der nächstgelegene erfasste Ort ist Torshavn, 7,7 Kilometer entfernt. Berechnet als Flächenschwerpunkt des Staatsgebiets. Amtlich benannte Mittelpunkte weichen je nach Rechenweise ab, bei kompakten Ländern um wenige Kilometer, bei sehr großen und zerklüfteten um mehr.
Selbst berechnet als Flächenschwerpunkt aus den Landesgrenzen. Amtliche Punkte weichen je nach Rechenweise ab.
Die Färöer sind eine Gruppe von 18 Inseln im Nordatlantik zwischen Schottland, Norwegen und Island. Sie bilden einen autonomen Teil des Königreichs Dänemark. Bewohnt sind alle Inseln bis auf die kleinste, Lítla Dímun. Von Enniberg im Norden bis Sumbiarsteinur im Süden misst der Archipel 118 Kilometer, von West nach Ost 75. Kein Punkt liegt mehr als fünf Kilometer vom Meer entfernt, und fast alle Orte liegen an geschützten Buchten und Fjorden.
Die Färöer in Zahlen
Das Statistikamt Hagstova Føroya zählte am 1. August 2026 auf den Inseln 55.726 Einwohner, am 1. Januar 2026 waren es 54.886 und ein Jahr zuvor 54.497. Die Landfläche beträgt nach der deutschen Wikipedia 1.395,7 Quadratkilometer. Hauptstadt ist Tórshavn auf der größten Insel Streymoy mit 14.435 Einwohnern, mit den angrenzenden Orten Hoyvík und Argir sind es knapp 21.900. Zweitgrößte Stadt ist Klaksvík auf den Nordinseln mit 5.215 Einwohnern. Bezahlt wird mit der färöischen Krone, einer lokalen Ausgabe der dänischen Krone mit eigenen Banknoten und dänischen Münzen, im Kurs 1:1 an sie gebunden.
Höchster Berg ist der Slættaratindur mit 880 Metern im Norden der Insel Eysturoy, bei klarer Sicht überblickt man von dort alle Inseln. An der Nordspitze ragt das Kap Enniberg 754 Meter senkrecht aus dem Meer. Die Inseln liegen um den 62. Breitengrad, die meisten Orte stehen im Archiv zum 62. Breitengrad, die südlichsten auf Suðuroy unter dem 61. Breitengrad. Fast alle gehören zum 7. Längengrad West.
Gehören die Färöer zur EU?
Nein. Als Dänemark 1973 der Europäischen Gemeinschaft beitrat, gingen die Färöer diesen Schritt nicht mit, und daran hat sich nichts geändert. Die Verträge der Europäischen Union gelten auf den Inseln nicht, sie gehören auch nicht zum Zollgebiet der EU. Mit Dänemark bleiben sie trotzdem verbunden: Seit dem Gesetz über die Selbstverwaltung vom 23. März 1948 regeln die Färinger ihre inneren Angelegenheiten weitgehend selbst, mit eigener Flagge und eigenem Parlament, dem Løgting. Zwei Abgeordnete vertreten die Inseln im dänischen Folketing. 1946 hatte eine knappe Mehrheit in einer Volksabstimmung für die volle Unabhängigkeit gestimmt, mit 48,7 zu 47,2 Prozent, Dänemark erkannte das Ergebnis nicht an. Seit 2006 bilden die Färöer eine Wirtschaftsunion mit Island.
Färöer oder Färöer-Inseln?
Färöer genügt. Der Name bedeutet nach der deutschen Wikipedia Schafsinseln, die Inseln stecken also schon im Wort. Umgangssprachlich ist Färöer-Inseln trotzdem verbreitet, dann mit Bindestrich. Auf Färöisch heißen die Inseln Føroyar, auf Dänisch Færøerne. Die Bewohner sind die Färinger, manchmal auch Färöer genannt. Sie sprechen Färöisch, das aus dem Altwestnordischen hervorgegangen und mit dem Isländischen und dem Norwegischen verwandt ist. Daneben ist Dänisch Amtssprache.
Städte und Orte
Die bevölkerungsreichsten Inseln sind Streymoy und Eysturoy, die durch eine Brücke und seit 2020 durch den Eysturoyartunnilin verbunden sind. An der Ostküste von Eysturoy liegt Norðragøta, der Hauptort des alten Gøta, mit 668 Einwohnern und dem Museum Blásastova. Von dort stammte der Häuptling Tróndur í Gøtu, der Gegenspieler des Christianisierers Sigmundur Brestisson in der Färingersaga. Im Süden ist Sandoy seit Dezember 2023 durch einen 10,8 Kilometer langen Unterseetunnel angebunden. Dort liegt das Dorf Húsavík mit 64 Einwohnern, bekannt durch die Sage von der reichen Herrin von Húsavík. Der einzige Flughafen liegt auf Vágar, von Tórshavn fährt man durch den Vágatunnel etwa eine Stunde. Die Autofähre Norröna verbindet Tórshavn mit Hirtshals in Dänemark.
Von den Wikingern zur Selbstverwaltung
Die ersten Bewohner waren irische Mönche, mit der Landnahme der Wikinger entstand eine dauerhafte Bevölkerung. Ab 1035 gehörten die Inseln politisch zu Norwegen, 1380 kamen sie mit der dänisch-norwegischen Personalunion unter die dänische Krone. Bis 1856 bestand ein königlich dänisches Handelsmonopol. Im Zweiten Weltkrieg besetzten die Briten die Inseln und bauten den Flughafen Vágar. Bis ins 19. Jahrhundert war die Schafzucht der wichtigste Erwerbszweig, heute dominiert die Fischerei. Seit dem Vertrag von Fámjin 2005 gelten die Färinger als gleichberechtigte Nation innerhalb des Königreichs Dänemark.
Die Färöer im Kreuzworträtsel
Im Gitter wird das Ö zu OE, aus FÄRÖER werden so acht Kästchen, abgelesen sind es sechs. Beim färöischen Ø gilt dasselbe. Das internationale Kfz-Kennzeichen der Färöer ist FO.
| Frage im Rätsel | Lösung | Buchstaben |
|---|---|---|
| Kfz-Kennzeichen der Färöer | FO | 2 |
| Inselgruppe im Nordatlantik | FÄRÖER | 68 |
| Färöer in der Landessprache | FØROYAR | 78 |
| Bewohner der Färöer | FÄRINGER | 89 |
| Hauptstadt der Färöer | TORSHAVN | 8 |
| Kurzname der färöischen Hauptstadt | HAVN | 4 |
| Größte Insel der Färöer | STREYMOY | 8 |
| Färöische Insel | VAGAR | 5 |
| Färöische Insel | SANDOY | 6 |
| Färöische Insel | SUDUROY | 7 |
| Färöische Insel | EYSTUROY | 8 |
| Höchster Berg der Färöer | SLÆTTARATINDUR | 1415 |
| Parlament der Färöer | LØGTING | 78 |
| Zweitgrößte Stadt der Färöer | KLAKSVIK | 8 |
| Währung der Färöer | KRONE | 5 |
| Ort auf Sandoy | HUSAVIK | 7 |
| Ort auf Eysturoy | NORDRAGØTA | 1011 |
Bei acht Kästchen ist das Gedränge groß: TORSHAVN, STREYMOY, EYSTUROY und KLAKSVIK haben dieselbe Länge, dazu FÄRÖER und FØROYAR in der Gitterschreibweise. Das Ð von Suðuroy wird zum D, so bleibt SUDUROY bei sieben Feldern. Hilft der erste Buchstabe nicht weiter, entscheidet oft die Endung auf -OY, das färöische Wort für Insel.
Die größten Orte auf den Färöern
| Ort | Breite | Länge | Höhe | Einwohner |
|---|---|---|---|---|
| Tórshavn | 62° 00′ 00″ N | 6° 47′ 00″ W | 24 m | 14.400 |
| Klaksvík | 62° 14′ 15″ N | 6° 32′ 20″ W | 268 m | 5.200 |
| Norðragøta | 62° 11′ 56″ N | 6° 44′ 36″ W | 9 m | 700 |
| Húsavík | 61° 48′ 36″ N | 6° 40′ 53″ W | 9 m | 100 |
| Eidhi | 62° 17′ 58″ N | 7° 05′ 33″ W | 12 m | |
| Fuglafjordhur | 62° 14′ 41″ N | 6° 48′ 54″ W | 44 m | |
| Fámjin | 61° 31′ 29″ N | 6° 52′ 46″ W | 12 m | |
| Hov | 61° 30′ 24″ N | 6° 45′ 36″ W | 17 m | |
| Hvalba | 61° 36′ 09″ N | 6° 57′ 38″ W | 8 m | |
| Hvannasund | 62° 17′ 46″ N | 6° 31′ 13″ W | 10 m | |
| Kirkja | 62° 19′ 35″ N | 6° 19′ 26″ W | 249 m | |
| Kunoy | 62° 17′ 30″ N | 6° 40′ 13″ W | 14 m | |
| Kvívík | 62° 07′ 07″ N | 7° 04′ 25″ W | 19 m | |
| Oyrarbakki | 62° 12′ 28″ N | 6° 59′ 59″ W | 9 m | |
| Porkeri | 61° 28′ 53″ N | 6° 44′ 42″ W | 0 m | |
| Saltangará | 62° 06′ 56″ N | 6° 43′ 14″ W | 9 m | |
| Sandavágur | 62° 03′ 13″ N | 7° 08′ 59″ W | 8 m | |
| Sandur | 61° 50′ 04″ N | 6° 49′ 02″ W | 13 m | |
| Skopun | 61° 54′ 10″ N | 6° 52′ 56″ W | 2 m | |
| Skálavík | 61° 49′ 53″ N | 6° 39′ 44″ W | 10 m | |
| Skúvoy | 61° 46′ 16″ N | 6° 48′ 18″ W | 18 m | |
| Strendur | 62° 06′ 35″ N | 6° 45′ 42″ W | 29 m | |
| Sumba | 61° 24′ 20″ N | 6° 42′ 32″ W | 49 m | |
| Sørvágur | 62° 04′ 18″ N | 7° 18′ 24″ W | 7 m | |
| Toftir | 62° 05′ 52″ N | 6° 44′ 13″ W | 24 m | |
| Tvoroyri | 61° 33′ 16″ N | 6° 48′ 23″ W | 0 m | |
| Vestmanna | 62° 09′ 17″ N | 7° 10′ 08″ W | 18 m | |
| Vidhareidhi | 62° 21′ 36″ N | 6° 31′ 53″ W | 47 m | |
| Vágur | 61° 28′ 24″ N | 6° 49′ 03″ W | 11 m |
Rekorde im Bestand
Bezogen auf die 29 hier erfassten Orte, nicht auf das gesamte Staatsgebiet.