Bukan
36° 31′ 15″ N 46° 12′ 42″ E
Bukan liegt in der Provinz West-Aserbaidschan im Iran auf dem 37. Breitengrad, rund 4.061 Kilometer nördlich des Äquators und 4.088 Kilometer östlich des Nullmeridians. In der Großstadt leben etwa 193.500 Einwohner.
Bukan (persisch بوکان, Būkān, kurdisch Bokan) ist eine Stadt in der Provinz West-Aserbaidschan im Nordwesten Irans. Sie liegt auf gut 1.300 Metern Höhe südlich des Urmiasees, östlich des Flusses Simineh, rund 50 Kilometer südöstlich von Mahabad. Bukan ist eine kurdisch geprägte Stadt und Hauptort des gleichnamigen Verwaltungsbezirks.
Bukan in Zahlen
Bei der Volkszählung 2016 hatte die Stadt Bukan 193.501 Einwohner. Das Wachstum war rasant: 1976 zählte man gut 20.000, 1996 rund 120.000 und 2006 knapp 150.000 Menschen. Für die Stadt samt dem Umland, das von ihr aus verwaltet wird, werden für 2016 gut 251.000 Einwohner genannt. Diese größere Zahl taucht gelegentlich auch als Einwohnerzahl der Stadt auf. Die Höhenlage reicht im Stadtgebiet von etwa 1.300 bis 1.370 Metern.
Die Einwohner sind fast ausschließlich Kurden. Sie sprechen Sorani, die zentralkurdische Sprachform, und gehören überwiegend der schafiitischen Rechtsschule des sunnitischen Islam an.
Woher kommt der Name Bukan?
Sicher geklärt ist das nicht. Eine verbreitete Deutung führt den Namen auf das kurdische Wort būk zurück, Braut, Bukan hieße dann „die Bräute“. Der persische Geschichtsschreiber Raschid ad-Din führte ihn dagegen auf einen Prinzen der Merkiten zurück. Schriftlich belegt ist der Ortsname erst aus der Kadscharenzeit.
Im Tal des Simineh
Westlich der Stadt fließt der Simineh, ein gut 200 Kilometer langer Fluss, der nördlich von Saqqez entspringt und in das Südende des Urmiasees mündet. Sein Wasser wird vor allem für die Landwirtschaft genutzt. Der Urmiasee, lange der größte Binnensee Irans, ist in den vergangenen Jahrzehnten stark geschrumpft und fiel im Spätsommer 2025 vollständig trocken.
Eine Stele mit Fluch
Die Gegend ist sehr alt besiedelt. Bei Ausgrabungen am Siedlungshügel Tappeh Qalaichi bei Bukan fand man 1985 die Stele von Bukan, eine Steintafel mit aramäischer Inschrift aus dem 8. oder frühen 7. Jahrhundert vor Christus. Erhalten ist nur ihre untere Hälfte mit 13 Zeilen voller Fluchformeln: Wer die Stele entfernt, dem werden Seuchen und Hungersnot angedroht. Aus Bukan stammen auch glasierte Ziegel der Mannäer, eines Volkes, das zu dieser Zeit in der Region südlich des Urmiasees lebte.
Vom späten 14. bis ins 19. Jahrhundert gehörte Bukan zum kurdischen Fürstentum Mukriyan. Später übernahmen Grundbesitzer aus dem Stamm der Dehbokri die Kontrolle. Mitte der 1940er Jahre gehörte die Stadt zur kurzlebigen Republik Mahabad, in dieser Zeit wurden hier kurdische Bücher und Zeitschriften gedruckt.
Bukan im Kreuzworträtsel
BUKAN und die kurdische Form BOKAN haben beide fünf Kästchen. Gefragt wird die Stadt selten, eher kommt sie über den Urmiasee oder die Kurden ins Rätsel.
| Frage im Rätsel | Lösung | Buchstaben |
|---|---|---|
| Stadt in Nordwestiran | BUKAN, BOKAN | 5 |
| Volk, das in Bukan die Mehrheit stellt | KURDEN | 6 |
| Kurdische Sprachform in Bukan | SORANI | 6 |
| Salzsee nördlich von Bukan | URMIA, URMIASEE | 5 8 |
| Fluss bei Bukan | SIMINEH | 7 |
| Altes Volk der Region | MANNAEER | 8 |
| Ort bei Bukan | BANEH | 5 |
| Ort bei Bukan | SAQQEZ | 6 |
| Ort bei Bukan | MAHABAD | 7 |
Saqqez liegt nur gut 30 Kilometer südlich, aber schon in der Nachbarprovinz Kurdistan. Mahabad gehört dagegen wie Bukan zu West-Aserbaidschan.
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