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Kreuzworträtsel

Krim: Halbinsel im Schwarzen Meer

Die Krim ist eine Halbinsel im Norden des Schwarzen Meeres, im Osten grenzt sie an das Asowsche Meer. Mit dem Festland verbindet sie nur die schmale Landenge von Perekop. Völkerrechtlich gehört die Krim zur Ukraine, seit 2014 wird sie von Russland kontrolliert. Bekannt ist sie für die Kurorte und Zarenpaläste der Südküste und für einen Ausdruck, der auf eine Reise im Jahr 1787 zurückgeht: die Potemkinschen Dörfer.

Der Hafen von Jalta an der Südküste, dahinter das Krimgebirge

Die Krim in Zahlen

Die deutsche Wikipedia nennt 26.844 Quadratkilometer Fläche, die englische und Wikidata runden auf 27.000. Von West nach Ost misst die Halbinsel rund 325 Kilometer, von Nord nach Süd rund 200. Am 1. Januar 2014 lebten laut ukrainischer Statistikbehörde 2.353.100 Menschen auf der Krim, Sewastopol eingerechnet, die russische Volkszählung von 2014 kam auf rund 2,28 Millionen. Höchster Berg ist der Roman-Kosch mit 1.545 Metern. Die Landenge von Perekop ist laut deutscher Wikipedia an der engsten Stelle knapp neun Kilometer breit, die englische nennt fünf bis sieben. Im Osten trennt die rund 40 Kilometer lange Straße von Kertsch die Krim von der Halbinsel Taman. Die Mitte liegt nahe 45 Grad Nord und 34 Grad Ost, Orte auf diesen Linien zeigen die Archive 45. Breitengrad Nord und 34. Längengrad Ost.

Gehört die Krim zur Ukraine oder zu Russland?

Kurzantwort. Völkerrechtlich zur Ukraine, tatsächlich verwaltet wird sie seit 2014 von Russland. 1954 wurde die Krim von der Russischen an die Ukrainische Sowjetrepublik übergeben, seit 1991 gehört sie zur unabhängigen Ukraine, als Autonome Republik Krim, Sewastopol mit Sonderstatus. Im März 2014 annektierte Russland die Halbinsel. Am 27. März 2014 bekräftigte die UN-Generalversammlung mit der Resolution 68/262 die territoriale Unversehrtheit der Ukraine, die meisten Staaten betrachten die Krim weiterhin als ukrainisch.

Geographie der Krim

Der Norden der Krim ist eine flache, trockene Steppe. Im Süden zieht sich das Krimgebirge rund 150 Kilometer an der Küste entlang und fällt steil zum Meer ab. Es ist zugleich Klimascheide: Nördlich davon sind die Winter deutlich kälter, an der Südküste herrscht mediterranes Klima mit Wein und Südfrüchten. Im Nordosten liegt der Sywasch, ein System flacher Lagunen von 2.560 Quadratkilometern, höchstens drei Meter tief und wegen seines Geruchs im Sommer auch Faules Meer genannt.

Weil die Steppe kaum eigenes Wasser hat, baute die Sowjetunion ab 1961 den 402,6 Kilometer langen Nord-Krim-Kanal. Er zweigt bei Nowa Kachowka vom Dnepr ab, erreichte 1971 Kertsch und ging im Dezember 1976 offiziell in Betrieb. Er deckte etwa 85 Prozent des Wasserbedarfs der Halbinsel. Im April 2014 riegelte die Ukraine ihn ab, 2017 trennte ein Damm die Krim ganz vom ukrainischen Wassersystem. Zu Beginn des russischen Angriffs 2022 sprengten russische Soldaten den Damm, seit der Zerstörung des Kachowka-Staudamms am 6. Juni 2023 fehlt dem Kanal aber seine einzige Quelle.

Städte auf der Krim

Hauptstadt der Autonomen Republik ist Simferopol, gegründet 1784 auf Erlass Katharinas der Großen. Größte Stadt ist Sewastopol, 1783 gegründet und Stützpunkt der Schwarzmeerflotte. Jalta ist der bekannteste Kurort, Anton Tschechow lebte hier von 1899 bis 1904. Kertsch steht auf dem antiken Pantikapaion, Feodossija hieß im Mittelalter Kaffa und war genuesische Handelsstadt, Jewpatorija ist ein Badeort an der Westküste. Dazu kommen Bachtschyssaraj, der Kurort Aluschta und Sudak mit seiner genuesischen Festung.

Jalta, Liwadija und Gursuf

1861 erwarb die Zarenfamilie in Liwadija bei Jalta ein Landgut als Sommerresidenz. Nikolaus II. ließ den alten Palast 1909 abreißen und vom Jaltaer Architekten Nikolai Krasnow den Weißen Palast bauen, 1910 bis 1911 im Stil der italienischen Frührenaissance aus hellem Kalkstein, mit maurischem Innenhof und 116 Räumen. Eingeweiht wurde er am 11. September 1911, bis 1917 blieb er Sommersitz des Zaren.

Was geschah im Liwadija-Palast?

Kurzantwort. Vom 4. bis 11. Februar 1945 tagte hier die Konferenz von Jalta. Roosevelt, Churchill und Stalin verhandelten über die Aufteilung Deutschlands, die Vereinten Nationen und Polen. Die amerikanische Delegation wohnte im Palast selbst. Seit 1974 ist er ein Museum, mehr im Artikel Liwadija-Palast.

Nordöstlich von Jalta liegt Gursuf, ukrainisch Hursuf. 1820 verbrachte Alexander Puschkin hier drei Wochen, 1881 kaufte der Unternehmer Pjotr Gubonin das Anwesen und baute im Park sieben Hotels, um ein Seebad nach europäischem Vorbild zu schaffen. Hinter dem Bärenberg Ajudag liegt Artek, 1925 gegründet und später zentrales Pionierlager der Sowjetunion. Westlich von Jalta steht in Koreis der Djulber-Palast, 1895 bis 1897 ebenfalls von Krasnow für Großfürst Peter Nikolajewitsch gebaut. Mit Zinnen, silbernen Kuppeln und über 100 Räumen ahmt er die Mamlukenbauten Kairos nach, sein Name kommt vom krimtatarischen Wort für „schön“.

Bachtschyssaraj und das Krimkhanat

Das Khanat der Krimtataren entstand im Zerfall der Goldenen Horde, die deutsche Wikipedia nennt 1441, an anderer Stelle um 1430. Ab 1475 stand es unter osmanischer Oberhoheit. Hauptstadt war Bachtschyssaraj, „Gartenpalast“, Sitz der Khane spätestens ab 1532. Im Khanpalast steht der Tränenbrunnen, den Puschkin besungen hat. 1774 musste das Osmanische Reich die Unabhängigkeit der Krim anerkennen, am 8. April 1783 erklärte Katharina II. sie zu russischem Gebiet. Das Khanat war damit am Ende. Am 18. Mai 1944 wurden die Krimtataren deportiert, zurückkehren durften sie erst ab 1989.

Potemkinsche Dörfer

Hinter der Redewendung steht Grigori Potjomkin, 1739 bis 1791. Russisch schreibt er sich Потёмкин, das ё spricht man „jo“. Im Deutschen hielt sich die ältere Umschrift Potemkin, daher die Redewendung. Potjomkin war Feldmarschall und Günstling Katharinas II., als Generalgouverneur von Neurussland verantwortete er die Eroberung und Besiedlung des Südens. Er besetzte 1782 die Krim, baute die Schwarzmeerflotte auf und erhielt den Beinamen „der Taurier“.

Vier Jahre nach der Annexion von 1783 reiste Katharina von Januar bis Juli 1787 in die neuen Provinzen, ganz Europa sah zu. Bis Mai blieb der Hof in Kiew, dann ging es den Dnepr hinab, Kaiser Joseph II. stieß dazu. Gut zwei Wochen blieb die Gesellschaft auf der Krim, mit Halt in Bachtschyssaraj und dem Höhepunkt Sewastopol mit seiner Flotte. Joseph sagte dem französischen Gesandten Ségur, man führe sie von Illusion zu Illusion. Im August 1787 erklärte das Osmanische Reich Russland den Krieg.

Die Legende erzählt, Potjomkin habe am Ufer des Dnepr bemalte Kulissen aufstellen und Statisten als Bauern von Ort zu Ort bringen lassen. Als Urheber gilt der sächsische Diplomat Georg Adolf Wilhelm von Helbig, der selbst nicht mitreiste. Die deutsche Wikipedia nennt seine Lebensbeschreibung „Potemkin der Taurier“ von 1809, die englische einen Vorabdruck in der Zeitschrift Minerva ab 1797.

Gab es die Potemkinschen Dörfer wirklich?

Kurzantwort. Nicht so, wie die Legende sie beschreibt. Historiker halten die wandernden Kulissendörfer für erfunden oder stark übertrieben, Potjomkins Biograf Simon Sebag Montefiore nennt die Geschichte weitgehend fiktiv, Alexander Pantschenko kam nach Auswertung von Briefen und Erinnerungen zum selben Schluss. Belegt ist, dass Potjomkin vorhandene Orte herausputzen ließ und daraus kein Geheimnis machte. Der Historiker Serhii Plokhy meint, Katharina habe echte Dörfer gesehen, nur habe nicht Potjomkin sie angelegt, sondern die inzwischen vertriebenen Kosaken. Berichte ausländischer Besucher bestätigen seine Aufbauerfolge, die Einwohnerzahl seiner Provinzen stieg rasch. Die Legende geht nach dieser Lesart auf Neider am Hof zurück. Heute steht der Ausdruck für alles, was nach außen glänzt und innen hohl ist, der Duden erlaubt auch „potemkinsche Dörfer“. Mehr im Artikel Potemkinsches Dorf.

Die Krim im Kreuzworträtsel

Gezählt wird ohne Leerzeichen und Bindestrich, der Roman-Kosch hat also zehn Kästchen. Potjomkin steht in zwei Schreibweisen im Umlauf, die Tabelle führt beide.

Frage im RätselLösungBuchstaben
Halbinsel im Schwarzen MeerKRIM4
Hauptstadt der KrimSIMFEROPOL10
Hafenstadt auf der KrimSEWASTOPOL10
Kurort auf der KrimJALTA5
Meer im Nordosten der KrimASOW4
Höchster Berg der KrimROMANKOSCH10
Volk auf der KrimKRIMTATAREN11
Russischer Fürst, Günstling Katharinas II.POTJOMKIN9
Russischer Fürst, ältere SchreibweisePOTEMKIN8
Meerenge und Stadt im Osten der KrimKERTSCH7
Landenge zur KrimPEREKOP7
Krieg von 1853 bis 1856KRIMKRIEG9

Bei vier Buchstaben für das Meer ist ASOW gemeint. Bei sieben Kästchen kommen KERTSCH und PEREKOP in Frage, hier entscheidet der Anfangsbuchstabe. Für den Fürsten gilt: neun Felder POTJOMKIN, acht Felder POTEMKIN.

Bildnachweis: Vielen Dank für das Bild vom Hafen in Jalta an @ scanrail (#26434749) - Standardlizenz: de.depositphotos.com