Mérida
20° 58′ 12″ N 89° 37′ 12″ W
Mérida liegt im Bundesstaat Yucatán in Mexiko auf dem 21. Breitengrad, rund 2.332 Kilometer nördlich des Äquators und 9.152 Kilometer westlich des Nullmeridians. In der Großstadt leben etwa 921.800 Einwohner.
Mérida ist die Hauptstadt des mexikanischen Bundesstaats Yucatán und liegt im flachen Norden der gleichnamigen Halbinsel, etwa 40 Kilometer vom Golf von Mexiko entfernt. Die Stadt steht auf den Resten der Maya-Stadt Ti’ho’ und ist mit ihrer Kolonialaltstadt das Zentrum der ganzen Halbinsel. Für Reisende gilt sie als Ausgangspunkt zu den Maya-Stätten, allen voran Chichén Itzá.
Mérida in Zahlen
Bei der Volkszählung 2020 lebten in der Stadt Mérida 921.771 Menschen, im gleichnamigen Municipio, das auf rund 883 Quadratkilometern auch Dörfer im Umland umfasst, waren es 995.129. Die Metropolregion mit den angrenzenden Städten Kanasín und Umán kam auf 1.316.088 Einwohner. Mérida ist damit die größte Stadt im Südosten Mexikos. Zum Vergleich: Der ganze Bundesstaat Yucatán hatte 2020 rund 2,32 Millionen Einwohner, gut jeder dritte davon lebt also in der Hauptstadt.
Die Stadt liegt nur etwa zehn Meter über dem Meer. Ihre Innenstadt folgt einem strengen Gitter mit nummerierten Straßen: Die geraden Nummern laufen von Nord nach Süd, die ungeraden von Ost nach West. Mittelpunkt ist die Plaza Grande, amtlich Plaza de la Independencia, mit Kathedrale, Rathaus und Gouverneurspalast.
Welches Mérida ist gemeint?
Meist das mexikanische, es gibt aber zwei bekannte Namensvettern. Das spanische Mérida in der Extremadura ist das Original, eine römische Gründung, heute Hauptstadt der Region und mit seinen Römerbauten Welterbe. Nach ihm haben die Spanier 1542 die Stadt in Yucatán benannt, weil die gewaltigen Bauten der Maya sie an die römischen Ruinen in der Heimat erinnerten. Das dritte ist Mérida in Venezuela, Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaats in den Anden. Wer in Mexiko „Mérida“ sagt, meint aber immer die Stadt in Yucatán.
Kalkstein, Cenoten und ein Krater
Rund um Mérida ist das Land so flach wie ein Tisch. Flüsse fehlen, der Regen, im Jahr etwa 735 Millimeter und überwiegend im Sommer, versickert im Kalkstein. Wasser findet sich in den Cenoten, eingebrochenen Höhlen mit Grundwasser, die für die Maya die wichtigsten Wasserstellen waren. Diese Cenoten sind nicht zufällig verteilt: In einem Halbkreis mit etwa 83 Kilometern Radius reihen sie sich wie Perlen an einer Schnur auf. Sie zeichnen den Rand des Chicxulub-Kraters nach, eines 66 Millionen Jahre alten Einschlagkraters von etwa 180 Kilometern Durchmesser, dessen Zentrum unter dem Küstenort Chicxulub Puerto nördlich von Mérida liegt. Der Einschlag wird mit dem Aussterben der meisten Dinosaurier in Verbindung gebracht.
Die weiße Stadt der Montejos
Am 6. Januar 1542 gründete Francisco de Montejo der Jüngere auf dem Gelände von Ti’ho’ die spanische Stadt. Die Pyramiden und Plattformen der Maya dienten als Steinbruch: Die Kathedrale an der Plaza Grande, zwischen 1561 und 1598 von Maya-Arbeitern errichtet, ist zu einem großen Teil aus Steinen der zerstörten Tempel gebaut. Gegenüber steht die Casa de Montejo von 1549, der Stadtpalast der Gründerfamilie, mit einem Portal voller Figuren. Vom Balkon des Rathauses aus wurde 1821 die Unabhängigkeit Yucatáns verkündet.
Im 19. Jahrhundert entstand im Norden der Paseo Montejo, eine Prachtstraße mit Villen, die nach dem Willen der Planer an die Pariser Champs-Élysées erinnern sollte. Am nördlichen Stadtrand zeigt seit Ende 2012 das Gran Museo del Mundo Maya die Geschichte der Maya. Jeden Sonntag wird die Innenstadt bei „Mérida en Domingo“ zur Fußgängerzone mit Musik und Ständen. Für den Beinamen Ciudad Blanca, „weiße Stadt“, kursieren verschiedene Erklärungen.
Mérida im Kreuzworträtsel
Gefragt wird nach Mérida als Stadt in Mexiko, als Hauptstadt von Yucatán oder als Stadt in Spanien, und die Lösung hat in allen drei Fällen sechs Buchstaben. Für „Ort bei Mérida“ stehen in der Tabelle Orte der Umgebung, die hier eine eigene Seite haben.
Im Gitter fallen alle Akzente weg, aus Mérida wird MERIDA, aus Kanasín KANASIN. Beim Maya-Namen Ti’ho’ verschwinden die Apostrophe, die für einen Kehlkopfverschlusslaut stehen, übrig bleibt TIHO.
Auf demselben Breitengrad
Der 21. Breitengrad läuft von Mérida aus einmal um die Erde. Diese Orte liegen auf derselben Linie.
Auf demselben Längengrad
Der 90. Längengrad West verläuft von Pol zu Pol. Diese Orte liegen darauf.