Judenburg
47° 10′ 21″ N 14° 39′ 37″ E
Judenburg liegt im Bundesland Steiermark in Österreich auf dem 47. Breitengrad, rund 5.245 Kilometer nördlich des Äquators und 1.107 Kilometer östlich des Nullmeridians. In der kleinen Gemeinde leben etwa 9.400 Einwohner.
Judenburg liegt in der Obersteiermark an der Mur, am südlichen Rand des Aichfelds und gegenüber von Fohnsdorf. Die Stadt ist Sitz des Bezirks Murtal. Im Mittelalter war sie ein bedeutender Handelsplatz für Eisen und für den Speik, ein Duftkraut aus den Alpen.
Judenburg in Zahlen
Am 1. Jänner 2026 hatte Judenburg 9.441 Einwohner. Das Gemeindegebiet ist 63,70 Quadratkilometer groß und liegt auf 737 Metern Seehöhe. Es umfasst zehn Ortschaften in sechs Katastralgemeinden, 2015 kamen im Zuge der steirischen Gemeindestrukturreform Oberweg und Reifling dazu. Judenburg ist Sitz des 2012 gegründeten Bezirks Murtal, das Kfz-Kennzeichen lautet MT, bis Mitte 2012 war es JU.
Woher hat Judenburg seinen Namen?
Vom Markt der jüdischen Händler. 1074 wird der Ort als mercatum Judinburch erstmals erwähnt, zu dieser Zeit spielten jüdische Kaufleute eine wichtige Rolle im Handel über die Alpen. Später lebten Juden vor allem als Geldverleiher in der Judengasse, wo auch Synagoge und Judenbad standen. 1496 wurden auf Anweisung Maximilians I. alle Juden aus der Steiermark ausgewiesen. In der NS-Zeit gab es Pläne, die Stadt in „Zirbenstadt“ oder „Adolfburg“ umzubenennen, sie wurden auf die Zeit nach dem Krieg verschoben und nie umgesetzt.
Mur, Aichfeld und Zirbitzkogel
Durch Judenburg fließt die Mur, der längste Fluss der Steiermark, in der Nähe mündet der Granitzenbach. Die Altstadt steht auf einem Sporn über der Mündung des Purbachs in die Mur, die Steilhänge dienten früher der Befestigung. Nach Norden öffnet sich das Aichfeld, ein weites Becken der Alpen. Im Süden liegen die Seetaler Alpen mit dem Zirbitzkogel als höchstem Gipfel, im Westen der Falkenberg. Bei Grünhübl ist eine Endmoräne aus der Würm-Eiszeit als Naturdenkmal geschützt.
Kultwagen, Gulden und Stadtturm
Besiedelt war das Gebiet schon in der Hallstattzeit, das zeigt der Fund des Strettweger Kultwagens. 1224 erhielt Judenburg das Stadtrecht und wuchs im 13. und 14. Jahrhundert zu einem Handelszentrum mit Verbindungen bis Venedig. Der Judenburger Gulden gilt als erste Goldmünze Österreichs. 1460 verlieh Friedrich III. der Stadt das Monopol für den Speikhandel, das sie über hundert Jahre hielt. Nach dem Zweiten Weltkrieg übergaben die Briten auf der Murbrücke 1.683 Kosakenoffiziere an den sowjetischen Geheimdienst, daran erinnert der Kosakenstein. Wahrzeichen ist der knapp 76 Meter hohe Stadtturm, in 50 Metern Höhe liegt ein Planetarium. Ein eigenes Museum widmet sich Johann Puch und den Puch-Werken.
Judenburg im Kreuzworträtsel
Judenburg hat neun Buchstaben. Für „Ort bei Judenburg“ nennt die Tabelle Nachbargemeinden laut Wikipedia.
| Frage im Rätsel | Lösung | Buchstaben |
|---|---|---|
| Stadt an der Mur | JUDENBURG | 9 |
| Fluss durch Judenburg | MUR | 3 |
| Kfz-Kennzeichen von Judenburg | MT | 2 |
| Becken bei Judenburg | AICHFELD | 8 |
| Alpenkraut, Judenburger Handelsware | SPEIK | 5 |
| Höchster Berg der Seetaler Alpen | ZIRBITZKOGEL | 12 |
| Ort bei Judenburg | OBDACH | 6 |
| Ort bei Judenburg | FOHNSDORF | 9 |
| Ort bei Judenburg | WEISSKIRCHEN | 12 |
Weitere Nachbarn sind Pöls-Oberkurzheim, St. Peter ob Judenburg und Neumarkt in der Steiermark. Murabwärts liegen im Aichfeld Zeltweg, Spielberg und Knittelfeld.
Auf demselben Breitengrad
Der 47. Breitengrad läuft von Judenburg aus einmal um die Erde. Diese Orte liegen auf derselben Linie.
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Der 15. Längengrad Ost verläuft von Pol zu Pol. Diese Orte liegen darauf.