Baar
47° 11′ 44″ N 8° 31′ 35″ E
Baar liegt im Kanton Zug in der Schweiz auf dem 47. Breitengrad, rund 5.248 Kilometer nördlich des Äquators und 644 Kilometer östlich des Nullmeridians. In der Stadt leben etwa 25.500 Einwohner.
Baar liegt im Kanton Zug direkt nördlich der Stadt Zug, mit der es längst zusammengewachsen ist. Die Gemeinde liegt an der Bahnstrecke und der Hauptstraße von Zürich nach Zug. Bekannt ist Baar heute vor allem als Sitz großer internationaler Firmen, darunter der Rohstoffkonzern Glencore.
Baar in Zahlen
Ende 2025 lebten in Baar 25.519 Menschen. Das Gemeindegebiet misst 24,8 Quadratkilometer, der Ort liegt auf 443 Metern. Zur Gemeinde gehören neben dem Hauptort die Ortschaften Allenwinden am Zugerberg auf 705 Metern, Blickensdorf jenseits der Lorze und Inwil am Fuß des Zugerbergs, das schon an die Stadt Zug grenzt, außerdem der Weiler Deinikon und viele Einzelhöfe. Die Einwohnerzahl hat sich seit 1850 mehr als verzehnfacht, zwischen 1950 und 1970 hat sie sich verdoppelt. Das gilt als typisch für den Kanton Zug, der wegen niedriger Steuern und der Nähe zu Zürich seit 1945 stark wächst. Ende 2022 hatten 31,4 Prozent der Einwohner einen ausländischen Pass. Ihren Hauptsitz oder ihre Landesvertretung haben in Baar unter anderem Glencore, Sika, Partners Group, Shell und Red Bull.
Woher kommt der Name Baar?
Von einer keltischen Bezeichnung für Spitze oder Anhöhe. Erstmals erwähnt ist der Ort 1045 als Barra. Der Name bezieht sich auf die keltische Siedlung auf der Baarburg, dem bewaldeten Hausberg nordöstlich des Ortes. Dort betrieben Kelten schon um 500 vor Christus Handel mit dem Mittelmeerraum und schützten ihre Siedlung mit einem Wall aus Holz und Erde. In Verzeichnissen heißt die Gemeinde Baar ZG, weil der Name auch anderswo vorkommt. Im Rätsel ist mit „Ort im Kanton Zug“ immer dieses Baar gemeint.
Lorze, Baarburg und Höllgrotten
Die Lorze umfließt Baar von Ost nach West in einem großen Bogen. Sie entspringt im Ägerisee, mündet in den Zugersee und fließt von dort weiter in die Reuss. Entlang ihres Laufs zieht sich das Lorzentobel, ein großes Waldgebiet. Im Nordosten erhebt sich die Baarburg, im Südosten bei Allenwinden der Wald der Wildenburg mit der Ruine einer Burg der Herren von Hünenberg. Bei Baar liegen die Höllgrotten, eine Schauhöhle. Die Wasserkraft der Lorze nutzte im 19. Jahrhundert die Spinnerei an der Lorze, deren Haupttrakte von 1852 bis 1857 stammen und als typisches Beispiel der frühen Industrialisierung gelten. Die Autobahn A14 verläuft nordwestlich des Orts auf der früheren Linie des Flusslaufs.
Vom Kappeler Krieg bis zur Firmenadresse
Die ältesten Siedlungsspuren sind über 4.700 Jahre alt, ein Grubenhaus aus der Jungsteinzeit. Die Pfarrkirche St. Martin geht auf das 14. Jahrhundert zurück, ihre Turmuhr stammt von 1526. 1228 verkauften die Habsburger den Hof Baar an das Kloster Kappel am Albis, 1352 trat Baar dem Bund der Eidgenossen bei, 1526 kaufte es sich vom Kloster los. In Blickensdorf wurde 1435 Hans Waldmann geboren, der später Heerführer und Bürgermeister von Zürich wurde. Die Kappeler Kriege der Reformationszeit spielten sich vor der Haustür ab: Am 24. Oktober 1531 siegten die katholischen Orte in der Schlacht am Gubel, an den Friedensschluss erinnert das Friedenskreuz in Deinikon. Das Rathaus, ein Fachwerkbau, stammt von 1676. Baar war die erste Gemeinde im Kanton mit einem eigenen Siegel, belegt 1738.
Baar im Kreuzworträtsel
BAAR hat vier Kästchen und wird als Ort im Kanton Zug gefragt. Dazu kommen der Fluss und der Hausberg. Ein Ortskennzeichen gibt es in der Schweiz nicht, die Autos tragen das Kantonskürzel. Unter „Ort bei Baar“ stehen Nachbarn im Kanton Zug und am Zürichsee.
Horgen und Thalwil liegen schon im Kanton Zürich am linken Ufer des Zürichsees, Rotkreuz gehört zur Zuger Gemeinde Risch. Weitere Lösungen mit B stehen auf der Seite Städte mit B.
Auf demselben Breitengrad
Der 47. Breitengrad läuft von Baar aus einmal um die Erde. Diese Orte liegen auf derselben Linie.
Auf demselben Längengrad
Der 9. Längengrad Ost verläuft von Pol zu Pol. Diese Orte liegen darauf.