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Mardin

37° 19′ 00″ N  40° 44′ 16″ E

Mardin liegt in der Provinz Mardin in der Türkei auf dem 37. Breitengrad, rund 4.149 Kilometer nördlich des Äquators und 3.574 Kilometer östlich des Nullmeridians. In der Großstadt leben etwa 198.700 Einwohner.

Mardin liegt im Südosten der Türkei am Rand der mesopotamischen Ebene, knapp 30 Kilometer nördlich der Grenze zu Syrien und nicht weit von der zum Irak. Die Altstadt zieht sich in Stufen einen Burghügel hinauf und blickt weit über die flache Ebene nach Süden. Mardin ist Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und bekannt für Steinhäuser, Medresen und alte Kirchen.

Mardin in Zahlen

Seit der Gebietsreform 2013 ist die Provinz Mardin eine Großstadtkommune. Die alte Stadt und ihr Umland bilden seitdem den Bezirk Artuklu, benannt nach der Dynastie der Artukiden. Er hatte Ende 2025 nach dem Melderegister des Statistikamts TÜİK 198.718 Einwohner. Die Provinz zählte 2025 insgesamt 903.576 Einwohner in zehn Landkreisen auf rund 8.800 Quadratkilometern, größer als Artuklu ist dabei nur der Landkreis Kızıltepe in der Ebene. Die Altstadt liegt auf gut 1.000 Metern Höhe. Das Kfz-Kennzeichen der Provinz ist die 47.

Welche Sprachen spricht man in Mardin?

Neben Türkisch vor allem Arabisch und Kurdisch, dazu Aramäisch. Mardin hat die größte aramäische Minderheit des Landes. Amtliche Zahlen zur Herkunft erhebt die Türkei nicht, eine Studie von 2013 schätzte, dass sich in der Stadt je rund die Hälfte der Bewohner als Araber und als Kurden versteht. Die 2007 gegründete Mardin Artuklu Universität lehrt als erste Hochschule der Türkei kurdische, syrisch-aramäische und arabische Sprache und Literatur. Kurdisch heißt die Stadt Mêrdîn.

Über der Ebene von Mesopotamien

Im Norden und Westen erhebt sich das Bergland des Tur Abdin, im Süden öffnet sich die Tiefebene. Die Festung auf dem Gipfel heißt Adlernest und liegt rund 500 Meter über der Ebene. Rund drei Kilometer außerhalb steht das Kloster Deyrulzafaran, gegründet 493 nach Christus. Es war bis ins 20. Jahrhundert Sitz der Patriarchen der Syrisch-Orthodoxen Kirche, die dort auch begraben sind. Mardin hat einen Flughafen und liegt an der Bahnlinie nach Syrien.

Artukiden, Medresen und das Jahr 1915

Aramäer, Assyrer, Perser, Römer, Araber, Kurden, Seldschuken und Osmanen haben die Stadt nacheinander beherrscht. Unter den Artukiden entstand im 12. Jahrhundert die Große Moschee, ihr Minarett ist inschriftlich auf 1176 datiert. Die Zinciriye-Medrese stammt von 1385, die Kasımiye-Medrese von 1469. 1915 und 1916 wurden die meisten Christen der Stadt im Völkermord an den Armeniern und an den Aramäern getötet, 1915 lebten in Mardin etwa 50.000 Menschen, davon rund 20.000 syrisch-orthodoxe Christen. In der Kirche des früheren syrisch-katholischen Patriarchats ist heute das Museum der Stadt untergebracht. 2014 kam Februniye Akyol als Teil einer Doppelspitze ins Rathaus, die erste christliche Bürgermeisterin der Türkei.

Mardin im Kreuzworträtsel

Mardin hat sechs Buchstaben. Beim Kloster kommt es auf die Schreibweise an: Deyrulzafaran hat 13 Buchstaben, mit Umlaut als Deyrülzafaran geschrieben im Gitter DEYRUELZAFARAN mit 14.

Frage im RätselLösungBuchstaben
Stadt in SüdostanatolienMARDIN6
Kurdischer Name von MardinMERDIN6
Bergland bei MardinTURABDIN8
Stadtbezirk von MardinARTUKLU7
Kloster bei MardinDEYRULZAFARAN13 14
Ort in der Provinz MardinDERIK5
Ort in der Provinz MardinMIDYAT6
Ort in der Provinz MardinNUSAYBIN8
Ort in der Provinz MardinKIZILTEPE9

Derik, Midyat, Nusaybin und Kızıltepe gehören zur Provinz Mardin. Midyat hatte 2025 genau 125.791 Einwohner, Nusaybin 119.559 und Derik 61.553.

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