Nanchang
28° 41′ 03″ N 115° 53′ 14″ E
Nanchang liegt in der Provinz Jiangxi in China auf dem 29. Breitengrad, rund 3.190 Kilometer nördlich des Äquators und 10.682 Kilometer östlich des Nullmeridians. In der Millionen-Metropole leben etwa 6.670.400 Einwohner.
Nanchang (南昌, Nánchāng) ist die Hauptstadt der Provinz Jiangxi im Südosten Chinas. Die Stadt liegt am Unterlauf des Gan in der Ebene südwestlich des Poyang-Sees, des größten Süßwassersees des Landes. Bekannt ist Nanchang vor allem durch den Aufstand vom 1. August 1927, der als Geburtsstunde der chinesischen Volksbefreiungsarmee gilt.
Nanchang in Zahlen
Bei der Volkszählung 2020 hatte die bezirksfreie Stadt Nanchang 6.255.007 Einwohner, Ende 2024 waren es nach Angaben der Stadt rund 6,67 Millionen. Das Verwaltungsgebiet ist knapp 7.200 Quadratkilometer groß und gliedert sich in sechs Stadtbezirke und drei Kreise. In den Stadtbezirken lebten 2020 genau 3.929.660 Menschen, in den Kreisen Nanchang, Anyi und Jinxian zusammen gut 2,3 Millionen. Der Kreis Nanchang ist dabei eine eigene Verwaltungseinheit südlich der Stadt und darf nicht mit ihr verwechselt werden. Die Stadt liegt nur wenige Dutzend Meter über dem Meer, die Koordinaten oben auf 32 Metern. Die Autos der Stadt tragen das Kennzeichen 赣A, das Zeichen 赣 steht für Jiangxi und geht auf den Fluss Gan zurück.
Was feiert China am 1. August?
Den Gründungstag der Volksbefreiungsarmee, und der geht auf Nanchang zurück. Am 1. August 1927 erhoben sich hier kommunistische Truppen unter Führung von Zhou Enlai und anderen späteren Spitzenpolitikern gegen die Regierung der Guomindang. Der Aufstand scheiterte nach wenigen Tagen, gilt aber als erste eigenständige militärische Aktion der Kommunistischen Partei. Das Hauptquartier des Aufstands im Stadtgebiet ist heute eine Gedenkstätte. Der Tag heißt auf Chinesisch Bayi, „acht eins“, also achter Monat, erster Tag.
Gan, Poyang-See und Jiuling-Berge
Der Gan ist der größte Fluss der Provinz und durchquert die Stadt von Süden nach Norden, bevor er in den Poyang-See mündet, der über einen kurzen Abfluss mit dem Jangtsekiang verbunden ist. Der Hafen von Nanchang ist der größte am Gan. Im Westen begrenzen die Jiuling-Berge die Ebene, im Osten breitet sich das flache Seeufer aus. Seen und Kanäle prägen auch das Stadtbild. Das Klima ist subtropisch feucht, mit heißen Sommern und milden, feuchten Wintern.
Tengwang-Pavillon, Jesuiten und Riesenrad
Eine erste Stadt entstand hier in der frühen Han-Zeit, 201 vor Christus. Unter der Sui-Dynastie hieß sie Hongzhou, später erhielt sie den Namen Nanchang, was „blühender Süden“ bedeutet. Wahrzeichen ist der Tengwang-Pavillon am Ufer des Gan, im Jahr 653 errichtet und durch einen Essay des Dichters Wang Bo berühmt geworden. Der Bau wurde 28 Mal zerstört und wieder aufgebaut, zuletzt 1989 als 57 Meter hoher Neubau. Von 1595 bis 1598 lebte der Jesuit Matteo Ricci in der Stadt, er beschrieb sie als doppelt so groß wie Florenz. Im März 1939 eroberte die japanische Armee die Stadt. Seit 2006 dreht sich am Fluss der Stern von Nanchang, ein Riesenrad mit 160 Metern Höhe.
Nanchang im Kreuzworträtsel
NANCHANG hat im Gitter acht Kästchen und steht in der Liste der chinesischen Millionenstädte auf der Seite Städte mit N. Gefragt wird häufig nach der Provinz, nach dem See oder nach dem kurzen Fluss mit nur drei Buchstaben. Für „Stadt bei Nanchang“ nennt die Tabelle die Nachbarstädte in Jiangxi.
Beim Fluss ist Vorsicht geboten: GAN mit drei Kästchen ist der Gan Jiang, der durch Nanchang fließt. Wer nach dem großen See mit sechs Feldern fragt, sucht POYANG, und die Nachbarstadt FUZHOU in Jiangxi ist nicht die gleichnamige Hauptstadt von Fujian.
Auf demselben Breitengrad
Der 29. Breitengrad läuft von Nanchang aus einmal um die Erde. Diese Orte liegen auf derselben Linie.
Auf demselben Längengrad
Der 116. Längengrad Ost verläuft von Pol zu Pol. Diese Orte liegen darauf.