Kemi
65° 44′ 10″ N 24° 33′ 50″ E
Kemi liegt in der Landschaft Lappland in Finnland auf dem 66. Breitengrad, rund 7.310 Kilometer nördlich des Äquators und 1.115 Kilometer östlich des Nullmeridians. In der Stadt leben etwa 19.200 Einwohner.
Kemi ist eine Hafen- und Industriestadt in der finnischen Landschaft Lappland. Sie liegt an der Mündung des Kemijoki in den nördlichsten Teil des Bottnischen Meerbusens, gut 20 Kilometer südöstlich von Tornio an der schwedischen Grenze. Bekannt ist Kemi für Papier und Zellstoff, den Eisbrecher Sampo und eine Burg aus Schnee.
Kemi in Zahlen
Nach vorläufigen Zahlen des Statistikamts Finnland hatte Kemi Ende August 2026 genau 19.232 Einwohner, Ende 2025 waren es 19.339. Den Höchststand erreichte die Stadt Mitte der 1960er-Jahre mit fast 33.000 Menschen. In Lappland ist Kemi heute nach Rovaniemi und Tornio die drittgrößte Gemeinde. Zugleich hat sie die kleinste Landfläche aller Gemeinden der Landschaft: nur knapp 96 Quadratkilometer. Mit dem Meer sind es rund 747, denn der größte Teil des Gemeindegebiets ist Wasser. Die geschlossene Bebauung reicht bis in die Nachbargemeinde Keminmaa.
Woher kommt der Name Kemi?
Von einem alten Wort für trockenes Wiesenland. Kemi bezeichnete im Finnischen einen trockenen Boden mit hartem Grund und dünner Erdschicht, meist eine karge Wiese oder ein Feld. Den Namen tragen auch der Fluss Kemijoki und die Nachbargemeinde Keminmaa. Ein Kirchspiel Kemi wird schon 1329 erwähnt.
Was ist die Schneeburg von Kemi?
Eine Burg, die jeden Winter neu aus Schnee gebaut wird. Seit 1996 entsteht in Kemi jedes Jahr die Schneeburg, finnisch Lumilinna. Sie gehört mit dem Eisbrecher Sampo zu den bekanntesten Zielen der Stadt. Die Sampo wurde 1961 gebaut, ist 75 Meter lang und fährt im Winter mit Gästen hinaus auf die zugefrorene Ostsee.
Kemijoki und Bottenwiek
Der Kemijoki ist mit rund 550 Kilometern der längste Fluss Finnlands und entwässert einen großen Teil Lapplands. An seiner Mündung hat Kemi zwei Häfen, Ajos und Veitsiluoto. Hier werden vor allem Papier, Zellstoff und Holz verschifft, dazu Erze und Container. Im Winter friert das Meer zu, Eisbrecher halten die Fahrrinnen offen. Vor der Einführung großer Eisbrecher war der Hafen oft von Dezember bis April eingeschlossen. Am Ajos steht heute ein Windpark.
Papier, Chrom und ein Rathausturm
Die Stadt wurde am 5. März 1869 per kaiserlichem Erlass gegründet, als Finnland zum Russischen Reich gehörte. Den Stadtplan hatte man schon zehn Jahre vorher entworfen, deshalb hat die Innenstadt ein rechtwinkliges Straßennetz. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erreichte die Bahn aus Oulu die Stadt, die Kirche wurde 1902 fertig. Im Winter- und im Fortsetzungskrieg blieb Kemi von Bomben verschont, anders als im übrigen Lappland stehen hier noch viele alte Häuser. Im Lapplandkrieg 1944 sprengten deutsche Truppen die Brücken über den Kemijoki, am 51 Meter hohen Rathaus mit seinem Wasserturm scheiterte der Sprengversuch.
Wirtschaftlich prägen Holz-, Papier- und Zellstoffindustrie die Stadt. Die Chromerzgrube von Outokumpu liegt bei Elijärvi in der Nachbargemeinde Keminmaa, das Erz geht an das Ferrochromwerk in Tornio. Die Edelsteingalerie zeigt rund 3.000 Steine und Nachbildungen von Kronen.
Kemi im Kreuzworträtsel
Kemi hat nur vier Kästchen und ist darum im Rätsel häufig. Gefragt wird nach der Hafenstadt in Lappland oder am Bottnischen Meerbusen, dazu nach dem Fluss und dem Eisbrecher. Unter „Ort bei Kemi“ stehen die Nachbargemeinden und die schwedische Grenzstadt.
Simo und Kemi haben beide vier Felder, hier hilft der Anfangsbuchstabe. Tornio und Haparanda liegen direkt nebeneinander an der Grenze. Weitere Orte in dieser Breite zeigt das Archiv zum 66. Breitengrad Nord, mehr Lösungen mit K stehen auf Städte mit K.
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