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Tekeli

44° 50′ 00″ N  78° 49′ 00″ E

Tekeli liegt im Gebiet Schetissu in Kasachstan auf dem 45. Breitengrad, rund 4.985 Kilometer nördlich des Äquators und 5.950 Kilometer östlich des Nullmeridians. In der Stadt leben etwa 29.600 Einwohner.

Tekeli liegt im Südosten Kasachstans im Tal des Karatal, am Fuß des Dsungarischen Alatau. Die Gebietshauptstadt Taldykorgan ist rund 40 Kilometer entfernt, bis zur chinesischen Grenze sind es etwa 100 Kilometer. Die kleine Bergbaustadt entstand in den 1930er Jahren um eine große Lagerstätte von Blei und Zink.

Tekeli in Zahlen

Anfang 2026 lebten in Tekeli nach der Fortschreibung des kasachischen Statistikamts 29.596 Menschen. Zur Stadtverwaltung gehören noch einige kleine Orte, mit ihnen sind es 30.465. Bei der Volkszählung 2021 hatte die Stadt 29.253 Einwohner, 1989 waren es mit 31.428 etwas mehr. Tekeli ist eine Stadt mit Gebietsbedeutung, also direkt der Gebietsverwaltung unterstellt und keinem Bezirk zugeordnet.

Die Stadt liegt für kasachische Verhältnisse hoch, auf etwa 1.150 Metern über dem Meer, das Stadtgebiet umfasst rund 174 Quadratkilometer. Kasachisch heißt sie Текелі (Tekelı), russisch Текели. Fahrzeuge aus dem Gebiet Schetissu tragen seit Juni 2022 den Regionalcode 19 auf dem Kennzeichen.

Zu welchem Gebiet gehört Tekeli?

Zum Gebiet Schetissu. Bis 2022 gehörte Tekeli zum Gebiet Almaty. Im Juni 2022 wurde dessen nördlicher Teil als eigenes Gebiet Schetissu abgetrennt, mit Taldykorgan als Hauptstadt. Der Name bedeutet „Siebenstromland“ und geht auf die Flüsse zurück, die vom Dsungarischen Alatau zum Balchaschsee fließen. Auf älteren Karten und in vielen Verzeichnissen steht Tekeli deshalb noch im Gebiet Almaty.

Was bedeutet Tekeli?

„Ort der Bergziegen“. Der Name geht auf das kasachische Wort „teke“ für den Steinbock oder die Bergziege zurück, die einst in den Schluchten der Flüsse lebten. Die Bergziege ist deshalb auch das Wappentier der Stadt.

Karatal und Dsungarischer Alatau

Tekeli liegt im Oberlauf des Karatal, wo mehrere Gebirgsflüsse zusammentreffen, darunter Kora und Tekelinka. Rings um die Stadt steigen die Vorberge des Dsungarischen Alatau an, eines Gebirges an der Grenze zu China. Der Karatal fließt von hier nach Nordwesten an Taldykorgan und Üschtöbe vorbei und mündet in den Balchaschsee. In den Schluchten oberhalb der Stadt finden sich Felsbilder, und mit dem Wasserfall Burchan-Bulak liegt ein beliebtes Ausflugsziel im Tal der Kora.

Blei, Zink und Neuanfang

1933 fanden Geologen in der Kora-Schlucht große Vorkommen polymetallischer Erze, vor allem Blei. In den folgenden Jahren entstanden ein Blei-Zink-Kombinat und eine Arbeitersiedlung, 1952 bekam Tekeli die Stadtrechte. Am Bau der Stadt waren auch japanische Kriegsgefangene beteiligt. Das Kombinat war über Jahrzehnte der wichtigste Arbeitgeber.

Nachdem die reichen Erze ausgebeutet waren, geriet das Werk in den 1990er Jahren in die Krise und stand 1996 still. Der Konzern Kazzinc übernahm es in Konzession, 2002 wurde die Grube geschlossen. Seit 2011 wird wieder produziert, unter anderem Eisenerzkonzentrat und elektrolytisches Mangan, 2018 lieferte ein neu gebautes Hüttenwerk das erste Roheisen. In Tekeli endet eine Stichbahn, die bei Köksu von der Turkestan-Sibirischen Eisenbahn abzweigt.

Tekeli im Kreuzworträtsel

TEKELI hat sechs Kästchen, sein Fluss KARATAL sieben. Die Orte in der Tabelle liegen im Gebiet Schetissu und haben eine eigene Seite.

Frage im RätselLösungBuchstaben
Bergbaustadt in KasachstanTEKELI6
Fluss bei TekeliKARATAL7
Metall aus TekeliBLEI4
Steppensee, in den der Karatal mündetBALCHASCHSEE12
Ort bei TekeliSARQAN6
Ort bei TekeliUESCHTOEBE10
Ort bei TekeliTALDYKORGAN11

Bei sechs Kästchen passen TEKELI und SARQAN. Im Rätsel wird oft nur nach dem See gefragt, dann ist BALCHASCH mit neun Kästchen gemeint.

Auf demselben Breitengrad

Der 45. Breitengrad läuft von Tekeli aus einmal um die Erde. Diese Orte liegen auf derselben Linie.

Auf demselben Längengrad

Der 79. Längengrad Ost verläuft von Pol zu Pol. Diese Orte liegen darauf.