Europa
San Marino
San Marino hat rund 34.200 Einwohner auf 61 Quadratkilometern. Hauptstadt ist San Marino. Erfasst sind 9 Orte mit Koordinaten, verteilt auf 9 Castello.
Der geografische Mittelpunkt von San Marino liegt bei 43° 56′ 13″ N und 12° 27′ 04″ E, in Dezimalgrad 43,9370 und 12,4511, bei Monte Titano. Der nächstgelegene erfasste Ort ist Borgo Maggiore, 0,5 Kilometer entfernt. Der reine Flächenschwerpunkt der Landesgrenzen läge bei 43° 56′ 31″ N und 12° 27′ 33″ E.
Angabe nach der Liste geographischer Mittelpunkte der Wikipedia (CC BY-SA).
San Marino ist eine Republik im Nordosten der Apenninhalbinsel und ganz von Italien umgeben. Das Land liegt an der Ostabdachung des Apennins, nahe der Adriaküste bei Rimini, zwischen den italienischen Regionen Emilia-Romagna und Marken. Die Grenze zu Italien ist 39 Kilometer lang, fast überall grenzt San Marino an die Provinz Rimini. Das Staatsgebiet hat ungefähr die Form eines unregelmäßigen Fünfecks, in seiner Mitte zieht sich der Kalksteinrücken des Monte Titano von Nord nach Süd.
San Marino in Zahlen
Das Statistikamt der Republik zählte Ende Juli 2026 genau 34.160 Einwohner. Die Fläche beträgt 61,19 Quadratkilometer, damit ist San Marino nach Fläche wie nach Einwohnern der fünftkleinste international anerkannte Staat der Erde. Gegliedert ist das Land in neun Castelli, die den alten Kirchspielen entsprechen. Die größte Gemeinde ist Serravalle mit 11.253 Einwohnern, es folgen Borgo Maggiore mit 7.011 und die Hauptstadt San Marino mit 4.151. Die kleinste ist Montegiardino mit 984 Einwohnern.
Der höchste Punkt ist der Gipfel des Monte Titano mit 739 Metern, der tiefste liegt mit 55 Metern am Torrente Ausa. In San Marino entspringen die Ausa und der Fiumicello, dazu fließen der Bach San Marino und der Marano durch das Land. Die ganze Republik liegt um 43,9 Grad Nord und 12,4 bis 12,5 Grad Ost. Alle Orte stehen deshalb im Archiv zum 44. Breitengrad und im Archiv zum 12. Längengrad.
Ist San Marino die älteste Republik der Welt?
Sie gilt als älteste bestehende Republik, das Gründungsjahr 301 ist aber eine Legende. Der Überlieferung nach zog sich der Steinmetz Marinus von der Insel Rab um das Jahr 301 auf den Monte Titano zurück und gründete dort eine christliche Gemeinschaft. Historiker halten diese Geschichte für eine spätere Erfindung. Den ersten Hinweis auf Mönche auf dem Berg gibt eine Lebensbeschreibung des heiligen Severin, die um 511 vollendet wurde, das sogenannte Feretranische Urteil von 885 zeugt dann von einem organisierten Gemeinwesen. Als unabhängige Republik ist San Marino seit der Mitte des 13. Jahrhunderts bezeugt. Belegt ist auch, dass die Verfassung von 1600 die älteste noch gültige republikanische Verfassung der Welt ist. Offizieller Gründungstag bleibt der 3. September 301.
Ist San Marino ein Stadtstaat?
Nein. Anders als bei Monaco oder der Vatikanstadt besteht San Marino nicht aus einer einzigen Stadt. Die Hauptstadt auf dem Titano ist nur die drittgrößte von neun Gemeinden, und die größte Siedlung des Landes ist Dogana an der Straße nach Rimini, ein Ortsteil von Serravalle. Staatsoberhaupt sind zwei Capitani Reggenti, die alle sechs Monate neu gewählt werden. Bezahlt wird mit dem Euro, Mitglied der Europäischen Union ist San Marino nicht.
Monte Titano und die Castelli
Auf den drei Gipfeln des Titano stehen die Festungen Guaita, Cesta und Montale, sie sind das Wahrzeichen des Landes und stehen in seinem Wappen. Seit 2008 gehören die Altstadt der Hauptstadt und der Monte Titano zum UNESCO-Welterbe. Am Fuß des Berges liegt Borgo Maggiore, der alte Marktort, eine Seilbahn führt hinauf in die Hauptstadt. Bis 1944 verband eine Schmalspurbahn die Republik mit Rimini, sie wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Heute führt eine Schnellstraße von der Grenze bei Dogana nach Borgo Maggiore. Der Tourismus bringt direkt oder indirekt rund 60 Prozent der Staatseinnahmen, die meisten Gäste kommen als Tagesausflügler von der Adria. Die übrigen Castelli heißen Acquaviva, Chiesanuova, Domagnano, Faetano, Fiorentino und Montegiardino. Ihre heutige Ausdehnung erreichte die Republik 1463, als sie im Krieg gegen die Malatesta aus Rimini Faetano, Fiorentino, Montegiardino und Serravalle gewann.
San Marino im Kreuzworträtsel
Staat und Hauptstadt haben im Rätsel dieselbe Lösung: SANMARINO mit neun Kästchen. Der Berg kommt mit und ohne Monte vor.
| Frage im Rätsel | Lösung | Buchstaben |
|---|---|---|
| Kfz-Kennzeichen San Marinos | RSM | 3 |
| Zwergstaat in Italien | SANMARINO | 9 |
| Hauptstadt der gleichnamigen Republik | SANMARINO | 9 |
| Berg in San Marino | TITANO | 6 |
| Legendärer Gründer San Marinos | MARINUS | 7 |
| Festung auf dem Titano | CESTA | 5 |
| Festung auf dem Titano | GUAITA | 6 |
| Festung auf dem Titano | MONTALE | 7 |
| Fluss in San Marino | AUSA | 4 |
| Gemeinde in San Marino | CASTELLO | 8 |
| Größte Gemeinde San Marinos | SERRAVALLE | 10 |
| Größter Ort San Marinos | DOGANA | 6 |
| Ort in San Marino | BORGOMAGGIORE | 13 |
| Wahlspruch San Marinos | LIBERTAS | 8 |
| Nachbarstadt an der Adria | RIMINI | 6 |
Bei sechs Kästchen stehen TITANO, GUAITA, DOGANA und RIMINI zur Wahl, bei acht CASTELLO und LIBERTAS. Wer die Lösung für Gemeinde in San Marino sucht, braucht CASTELLO im Singular, die Mehrzahl CASTELLI hat ebenfalls acht Felder.
Die größten Orte in San Marino
| Ort | Castello | Breite | Länge | Höhe | Einwohner |
|---|---|---|---|---|---|
| Serravalle | Serravalle | 43° 58′ 06″ N | 12° 28′ 52″ E | 119 m | 11.300 |
| Borgo Maggiore | Borgo Maggiore | 43° 56′ 27″ N | 12° 26′ 51″ E | 499 m | 7.000 |
| San Marino | San Marino Città | 43° 55′ 55″ N | 12° 26′ 54″ E | 640 m | 4.200 |
| Acquaviva | Acquaviva | 43° 56′ 43″ N | 12° 25′ 06″ E | 295 m | |
| Chiesanuova | Chiesanuova | 43° 54′ 22″ N | 12° 25′ 17″ E | 449 m | |
| Domagnano | Domagnano | 43° 56′ 57″ N | 12° 28′ 07″ E | 350 m | |
| Faetano | Faetano | 43° 55′ 34″ N | 12° 29′ 53″ E | 231 m | |
| Fiorentino | Fiorentino | 43° 54′ 33″ N | 12° 27′ 29″ E | 463 m | |
| Montegiardino | Montegiardino | 43° 54′ 33″ N | 12° 29′ 00″ E | 357 m |
Castello mit den meisten Orten
Rekorde im Bestand
Bezogen auf die 9 hier erfassten Orte, nicht auf das gesamte Staatsgebiet.