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Kayseri

38° 44′ 00″ N  35° 29′ 00″ E

Kayseri liegt in der Provinz Kayseri in der Türkei auf dem 39. Breitengrad, rund 4.307 Kilometer nördlich des Äquators und 3.058 Kilometer östlich des Nullmeridians. In der Metropole leben etwa 1.014.700 Einwohner.

Kayseri liegt im Süden Zentralanatoliens am Fuß des erloschenen Vulkans Erciyes, rund 70 Kilometer östlich von Nevşehir und den Felslandschaften Kappadokiens. Die Stadt ist Hauptstadt der Provinz Kayseri in der Türkei und eines der großen Industrie- und Handelszentren Inneranatoliens. In der Antike hieß sie Caesarea und war Hauptstadt der römischen Provinz Kappadokien.

Kayseri in Zahlen

Die Großstadtkommune Kayseri ist seit der Verwaltungsreform 2013/2014 deckungsgleich mit der Provinz: 16 Landkreise auf 16.969 Quadratkilometern, in denen Ende 2025 nach dem Melderegister des Statistikamts TÜİK 1.458.991 Menschen lebten. Die eigentliche Stadt bilden die beiden zentralen Bezirke Melikgazi mit 593.262 und Kocasinan mit 421.472 Einwohnern, zusammen 1.014.734. Direkt im Südosten schließt der Bezirk Talas mit 173.657 Einwohnern an, der heute mit der Stadt zusammengewachsen ist.

Gewachsen sind zuletzt vor allem Kocasinan, Melikgazi und Talas, während die kleinen Landkreise im Osten der Provinz wie Sarız und Akkışla Einwohner verlieren. Die Stadt liegt auf 1.054 Metern Höhe. Das Kfz-Kennzeichen der Provinz ist die 38.

Woher kommt der Name Kayseri?

Vom lateinischen Caesarea, der „Kaiserstadt“. Der Ort hieß seit hethitischer Zeit Mazaka, in hellenistischer Zeit auch Eusebeia. Als Kappadokien im Jahr 17 nach Christus unter Kaiser Tiberius römische Provinz wurde, erhielt die Hauptstadt zu seinen Ehren den Namen Caesarea, griechisch Kaisareia. Die türkische Form Kayseri hat sich daraus entwickelt.

Erciyes und Hochebene

Das Wahrzeichen der Stadt ist der Erciyes, mit 3.917 Metern der höchste Berg Zentralanatoliens. Der ruhende Vulkan liegt 25 Kilometer südlich der Stadt und überragt sie um rund 2.900 Meter. Seine Ausbrüche haben zusammen mit denen des Hasan Dağı die Tuffschichten abgelagert, aus denen in Kappadokien die bekannten Feenkamine entstanden sind. In der Antike hieß der Berg Argaios. Die Ebene um die Stadt war früher von Salzseen und Sümpfen durchsetzt; hier floss der Melas, der heutige Karasu Çayı, der über den Delice Çayı zum Kızılırmak entwässert.

Kaneš, Basilius und Pastırma

Gut 20 Kilometer nordöstlich der Stadt liegt der Siedlungshügel Kültepe, das bronzezeitliche Kaneš. Dort fanden Archäologen rund 22.700 Tontafeln, überwiegend Geschäftsbriefe assyrischer Händler aus dem 19. Jahrhundert vor Christus. Im 4. Jahrhundert nach Christus wirkte in Caesarea der Bischof Basilius der Große, dessen Spitäler und Armenküchen in der Antike berühmt waren. Im 12. und 13. Jahrhundert war Kayseri zeitweise Residenz der Seldschuken und erlebte eine zweite Blütezeit, 1468 kam es endgültig an die Osmanen. Bekannt ist die Stadt bis heute für ihre Küche: den luftgetrockneten Rinderschinken Pastırma, die Knoblauchwurst Sucuk und die gefüllten Teigtaschen Mantı. Die Erciyes-Universität wurde 1978 gegründet.

Kayseri im Kreuzworträtsel

Kayseri hat sieben Buchstaben, der antike Name Caesarea acht. Türkische Sonderzeichen fallen im Gitter auf den Grundbuchstaben zurück, aus Nevşehir wird NEVSEHIR.

Frage im RätselLösungBuchstaben
Stadt in ZentralanatolienKAYSERI7
Antiker Name von KayseriCAESAREA8
Vulkan bei KayseriERCIYES7
Dörrfleisch aus KayseriPASTIRMA8
Teigtaschen, Spezialität aus KayseriMANTI5
Bronzezeitliche Handelsstadt bei KayseriKANES5
Ort bei KayseriTALAS, NIGDE5
Ort bei KayseriNEVSEHIR8
Ort in der Provinz KayseriPINARBASI9

Talas gehört zur Großstadtkommune Kayseri, Nevşehir und Niğde sind Hauptstädte eigener Nachbarprovinzen. Pınarbaşı liegt knapp 80 Kilometer östlich der Stadt.

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