Mendoza
32° 53′ 00″ S 68° 50′ 00″ W
Mendoza liegt in der Provinz Mendoza in Argentinien auf dem -33. Breitengrad, rund 3.656 Kilometer südlich des Äquators und 6.302 Kilometer westlich des Nullmeridians. In der Großstadt leben etwa 127.200 Einwohner.
Mendoza liegt im Westen von Argentinien am Fuß der Anden, gut 180 Kilometer Luftlinie östlich von Santiago de Chile. Die Stadt ist Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und Mittelpunkt des größten Weinbaugebiets Südamerikas. In ihrer Nähe erhebt sich der Aconcagua, der höchste Berg Amerikas.
Mendoza in Zahlen
Bei der Volkszählung 2022 hatte die Stadt Mendoza 127.160 Einwohner. Das klingt klein, gilt aber nur für das eng umgrenzte Stadtgebiet, das Departamento Capital mit gerade einmal 57 Quadratkilometern. Ringsum sind Godoy Cruz, Guaymallén, Las Heras, Maipú und Luján de Cuyo zu einem Großraum zusammengewachsen, dem Gran Mendoza, in dem mehr als eine Million Menschen leben. Er ist der viertgrößte Ballungsraum Argentiniens, und nur etwa jeder achte seiner Bewohner lebt in der eigentlichen Stadt. Mendoza liegt auf rund 750 Metern Höhe. Die Einwohner heißen Mendocinos.
Wie weit ist der Aconcagua von Mendoza entfernt?
Gut 110 Kilometer Luftlinie nach Westnordwest. Der Aconcagua ist mit 6.961 Metern der höchste Berg außerhalb Asiens und liegt noch in der Provinz Mendoza, nahe der Grenze zu Chile. Durch Mendoza führt die Ruta Nacional 7, die Fernstraße von Buenos Aires nach Santiago de Chile, die westlich der Stadt in die Anden steigt. Viele Bergsteiger auf dem Weg zum Aconcagua machen deshalb in Mendoza Station, im Winter auch Skifahrer, die von hier schnell in die Berge kommen.
Oase am Fuß der Anden
Ohne Bewässerung wäre die Gegend eine Trockensteppe, im Jahr fallen nur rund 220 Millimeter Regen. Vor den Spaniern lebten hier die Huarpes, deren Gebiet zeitweise die Südostgrenze des Inkareichs bildete. Südlich der Stadt fließt der Río Mendoza, dessen Wasser aus den Anden die Oase speist. In der Stadt laufen offene Bewässerungsgräben, die Acequias, an fast allen Straßen entlang und tränken die Bäume, die Mendoza zu einer auffallend grünen Stadt machen. Am Stadtrand liegt der Parque General San Martín mit rund 400 Hektar, darin der Cerro de la Gloria mit dem Denkmal für die Andenarmee. Die Landschaft im Westen Argentiniens, in der Mendoza liegt, heißt Cuyo.
Erdbeben, Andenarmee und Wein
Pedro del Castillo gründete die Stadt am 2. März 1561 und benannte sie nach García Hurtado de Mendoza, dem damaligen Gouverneur von Chile, zu dem Mendoza lange gehörte. Von hier aus bereitete General José de San Martín die Überquerung der Anden vor. Im Januar 1817 brach seine Andenarmee aus dem Lager El Plumerillo auf, um Chile und später Peru von Spanien zu befreien. Am 20. März 1861 zerstörte ein Erdbeben die Stadt fast vollständig, ein großer Teil der Bewohner kam ums Leben. Aus der Kolonialzeit sind nur die Ruinen der Franziskanerkirche geblieben. Die neue Stadt entstand ab 1863 etwas weiter südwestlich nach einem Plan mit breiten Straßen, einem großen Platz in der Mitte und vier kleineren Plätzen ringsum.
Wirtschaftlich lebt Mendoza vom Wein, vom Erdöl und vom Tourismus. Aus der Provinz kommt der größte Teil des argentinischen Weinexports, bekannt ist vor allem der Malbec aus höheren Lagen wie Luján de Cuyo und dem Valle de Uco. Jedes Jahr im Frühherbst, um den März, feiert die Stadt seit 1936 das Weinlesefest Vendimia mit der Wahl einer Weinkönigin.
Mendoza im Kreuzworträtsel
MENDOZA hat sieben Kästchen. Gefragt wird oft nach der Weinstadt, dem Berg in der Nähe oder der Landschaft Cuyo mit nur vier Buchstaben.
Jenseits der Anden liegt Santiago mit acht Kästchen. Der Name des Generals San Martín passt mit neun Feldern ebenso wie die gleichnamige Stadt östlich von Mendoza.
Auf demselben Breitengrad
Der -33. Breitengrad läuft von Mendoza aus einmal um die Erde. Diese Orte liegen auf derselben Linie.
Auf demselben Längengrad
Der 69. Längengrad West verläuft von Pol zu Pol. Diese Orte liegen darauf.