Santiago
33° 27′ 00″ S 70° 40′ 00″ W
Santiago liegt
in der Region Región Metropolitana de Santiago in Chile
auf dem -33. Breitengrad,
rund 3.719 Kilometer südlich des Äquators
und 6.416 Kilometer westlich des Nullmeridians.
In der Millionen-Metropole leben etwa 5.220.200 Einwohner.
Santiago de Chile ist die Hauptstadt Chiles und das mit Abstand wichtigste Zentrum des Landes für Politik, Wirtschaft und Kultur. Die Stadt liegt in einem Talkessel am Río Mapocho, im Osten ragen direkt die Anden auf. Die Koordinaten oben sind gerundete Werte für die Stadt und liegen rund zwei Kilometer südwestlich der Plaza de Armas, dem historischen Hauptplatz.
Santiago in Zahlen
Bei Santiago muss man drei Größen auseinanderhalten. Die Gemeinde Santiago, die nur das Stadtzentrum und das Regierungsviertel umfasst, hatte bei der Volkszählung 2017 genau 404.495 Einwohner auf 22,4 Quadratkilometern. Im zusammenhängenden Stadtgebiet, dem Gran Santiago mit 641,4 Quadratkilometern, lebten 5.220.161 Menschen, in der gesamten Región Metropolitana 7.112.808. Damit leben rund 44 Prozent aller Chilenen in der Hauptstadt oder ihrer direkten Umgebung.
Gran Santiago besteht aus 37 selbständigen Gemeinden, den Comunas. Dazu gehören neben der Gemeinde Santiago auch Städte wie Puente Alto und San Bernardo. Seit 1561 ist Santiago Bischofssitz, seit 1840 Sitz eines Erzbistums.
Santiago oder Santiago de Chile?
Offiziell heißt die Stadt einfach Santiago. Der Zusatz „de Chile“ ist im Deutschen trotzdem üblich, weil es viele Orte dieses Namens gibt. Gegründet wurde die Stadt als „Santiago del Nuevo Extremo“, der Name sollte an die spanische Wallfahrtsstadt Santiago de Compostela erinnern. Nicht zu verwechseln ist sie außerdem mit Santiago de Cuba auf Kuba oder Santiago del Estero in Argentinien.
Tagt das chilenische Parlament in Santiago?
Nein, in Valparaíso. Santiago ist unbestritten das politische Zentrum des Landes, mit dem Präsidentenpalast La Moneda und dem Regierungsviertel Barrio Cívico. Der Nationalkongress aber tagt in der Hafenstadt Valparaíso, rund 100 Kilometer weiter westlich an der Pazifikküste.
Zwischen Küstenkordillere und Anden
Der Talkessel bildet den nördlichen Abschluss des großen chilenischen Längstals zwischen der Küstenkordillere im Westen und den Anden im Osten. Der Río Mapocho ist rund 120 Kilometer lang. Er entspringt nordöstlich der Stadt in den Anden, erreicht Santiago nach etwa 50 Kilometern und mündet bei El Monte in den Río Maipo. Etwa 100 Kilometer nordöstlich, schon auf argentinischer Seite, steht mit dem Aconcagua und seinen 6.961 Metern der höchste Gipfel der Anden.
Die Kessellage hat eine Schattenseite: Im Winter liegt über der Stadt oft dichter Smog, dann sind die Berge von den westlichen Stadtteilen aus kaum zu sehen. Die Region ist außerdem immer wieder von Erdbeben getroffen worden. Am 13. Mai 1647 zerstörte ein schweres Beben die Stadt, weitere große Beben gab es unter anderem 1730, 1822, 1906 und 1985.
Mitten in der Stadt liegen zwei Hügel. Der Cerro San Cristóbal mit dem Parque Metropolitano ist ein Ausläufer der Anden und lässt sich mit einer Standseilbahn und einer Seilbahn erreichen. Der kleinere Cerro Santa Lucía, von den Ureinwohnern Huelén genannt, ist heute ein Park am Rand der Altstadt.
Gründung und Aufstieg
Am 13. Dezember 1540 erreichte der spanische Konquistador Pedro de Valdivia mit 170 Soldaten den Río Mapocho und ein Verwaltungszentrum der Inka, das dort stand, wo heute die Plaza de Armas liegt. Am 12. Februar 1541 gründete er auf dem Cerro Santa Lucía die Stadt. Er wählte den Ort, weil der Mapocho hier eine größere Insel bildete, was die Verteidigung gegen die Mapuche erleichterte.
In den 1930er Jahren wurde Santiago zur modernen Industriestadt. Um 1940 überschritt die Einwohnerzahl die Million, bis 1960 hatte sie sich auf zwei Millionen verdoppelt. Heute prägt der 300 Meter hohe Gran Torre Costanera die Skyline, er gilt als höchstes Gebäude Südamerikas.
Santiago im Kreuzworträtsel
Im Rätsel ist SANTIAGO mit acht Buchstaben eine häufige Hauptstadt. Dazu kommen Fluss, Gebirge und die Namen aus der Gründungszeit. Die Nachbarorte stammen aus dem eigenen Ortsbestand.
| Frage im Rätsel | Lösung | Buchstaben |
|---|---|---|
| Hauptstadt Chiles | SANTIAGO | 8 |
| Fluss durch Santiago | MAPOCHO | 7 |
| Fluss, in den der Mapocho mündet | MAIPO | 5 |
| Gebirge östlich von Santiago | ANDEN | 5 |
| Höchster Berg der Anden | ACONCAGUA | 9 |
| Gründer von Santiago | VALDIVIA | 8 |
| Präsidentenpalast in Santiago | LAMONEDA | 8 |
| Sitz des chilenischen Parlaments | VALPARAISO | 10 |
| Ort bei Santiago | LAMPA | 5 |
| Stadt bei Santiago | LOSANDES, RANCAGUA | 8 |
| Stadt bei Santiago | SANBERNARDO | 11 |
Vorsicht bei der Frage nach dem Regierungssitz: Präsident und Regierung sitzen in Santiago, das Parlament aber in Valparaíso. Und wer im Rätsel nur „Santiago“ liest, sollte auf die Zusatzfrage achten, denn Compostela, Cuba und Chile haben alle ihr eigenes.
Auf demselben Breitengrad
Der -33. Breitengrad läuft von Santiago aus einmal um die Erde. Diese Orte liegen auf derselben Linie.
Auf demselben Längengrad
Der 71. Längengrad West verläuft von Pol zu Pol. Diese Orte liegen darauf.