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Stadt

Wettin-Löbejün

51° 37′ 22″ N  11° 51′ 40″ E

Wettin-Löbejün liegt im Bundesland Sachsen-Anhalt in Deutschland auf dem 52. Breitengrad, rund 5.740 Kilometer nördlich des Äquators und 818 Kilometer östlich des Nullmeridians. In der kleinen Gemeinde leben etwa 9.400 Einwohner.

Wettin-Löbejün ist die nördlichste Stadt im Saalekreis in Sachsen-Anhalt, rund 15 Kilometer nördlich von Halle. Die Stadt ist jung, sie entstand erst 2011. Ihre beiden Namensgeber sind dafür umso älter: Wettin ist der Stammsitz der Wettiner, eines der bedeutendsten Fürstenhäuser Europas, und Löbejün ist für seinen Porphyr bekannt.

Die Saale bei Wettin, im Hintergrund die Burg Wettin
Die Saale bei Wettin, darüber die Burg

Wettin-Löbejün in Zahlen

Ende 2025 lebten in Wettin-Löbejün 9.447 Menschen auf rund 127 Quadratkilometern. Die Stadt ging am 1. Januar 2011 aus den Städten Löbejün und Wettin sowie den Gemeinden Brachwitz, Döblitz, Domnitz, Gimritz, Nauendorf, Neutz-Lettewitz, Plötz und Rothenburg hervor. Die Saale bildet im Südwesten fast durchgehend die Stadtgrenze, im Nordosten ist es die Fuhne. Der höchste Punkt ist der Haltberg bei Löbejün mit 180 Metern, der tiefste liegt mit etwa 68 Metern im Saaletal bei Rothenburg. Teile des Stadtgebiets gehören zum Naturpark Unteres Saaletal.

Warum heißt die Stadt Wettin-Löbejün und nicht umgekehrt?

Das hat der Stadtrat so entschieden. Bei der Gründung lautete der Name zunächst Löbejün-Wettin. Die erste Sitzung des neuen Stadtrats legte dann die heutige Reihenfolge fest, die seit dem 7. April 2011 gilt. Im Rätsel werden die beiden Teile meist einzeln gefragt, WETTIN mit sechs und LOEBEJUEN mit neun Kästchen.

Burg Wettin, die Stammburg der Wettiner

Auf einem Felsen über der Saale steht die Burg Wettin. Der Ort wird 961 in einer Urkunde Ottos des Großen als Vitin civitas erwähnt. Der Name geht wahrscheinlich auf das Altsorbische zurück und lässt sich mit „Willkommen“ übersetzen, passend für eine Burg an einer Furt, die den Übergang über die Saale kontrollierte. Ab 1091 residierte hier Konrad der Große, eine zentrale Figur der sächsischen Geschichte.

Von den Grafen von Wettin stammen Herrscher ganz Europas ab: die Markgrafen von Meißen, die Kurfürsten und Könige von Sachsen, die thüringischen Herzöge und zeitweise die Könige von Polen, Großbritannien, Bulgarien und Portugal. In Belgien stellt die Linie Sachsen-Coburg und Gotha bis heute das Königshaus. Die Burg selbst ist heute stark überbaut.

1217 starb die Wettiner Linie des Grafengeschlechts aus, Wettin ging an die verwandten Grafen von Brehna. Einer von ihnen, Friedrich II., war Tempelritter und fiel 1221 bei Akkon. 1288 verkaufte Otto IV. von Brehna die Grafschaft an den Erzbischof von Magdeburg, und die Stammburg der Wettiner wurde ein erzbischöfliches Amt. Das Königshaus, das ihren Namen trug, regierte da längst anderswo.

Löbejün und sein Porphyr

Löbejün wird ebenfalls 961 erstmals erwähnt, damals als Liubichun. Der Ort liegt in hügeligem Gelände, das von der Fuhne-Niederung nach Süden ansteigt. Seit 1518 wird hier der Löbejüner Porphyr abgebaut, ein vulkanisches Gestein, das Geologen als Rhyolith bezeichnen. Daneben gab es im Nordosten kleine Steinkohlevorkommen, die wegen der steil stehenden Flöze und ständiger Wassernot nur mühsam abzubauen waren. In Löbejün wurde 1796 der Komponist Carl Loewe geboren, bekannt für seine Balladen.

Heute führt die Autobahn 14 von Magdeburg nach Halle durch das Stadtgebiet, mit der Anschlussstelle Löbejün. Die Strecke wurde in zwei Etappen freigegeben, 1996 nach Norden und 2000 nach Osten Richtung Halle. Mit der Bahn erreicht man die Stadt über die Haltepunkte Nauendorf und Domnitz an der Strecke von Halle nach Vienenburg. Die früheren Bahnen nach Wettin und nach Löbejün sind stillgelegt. Kurios ist die Geschichte des Stadtwappens: Der Wappenbrief von 2012 war mehrfach falsch abgeschrieben, unter anderem stand dort Stockacker statt Stockanker, und musste deshalb noch einmal ausgestellt werden.

Wettin-Löbejün im Kreuzworträtsel

Für „Ort bei Wettin-Löbejün“ nennt die Tabelle Orte außerhalb der Stadtgrenze im Umkreis von rund zwölf Kilometern. Die zehn früheren Gemeinden wie Brachwitz, Domnitz oder Rothenburg sind nicht aufgeführt, sie gehören zur Stadt.

Frage im RätselLösungBuchstaben
Stadt an der SaaleWETTIN6
Stammburg der Könige von SachsenWETTIN6
Deutsches FürstengeschlechtWETTINER8
Stadtteil mit PorphyrbrüchenLOEBEJUEN7 9
Gestein aus LöbejünPORPHYR7
Komponist aus Löbejün (Carl …)LOEWE5
Flüsse an der StadtgrenzeSAALE, FUHNE5
Kfz-Kennzeichen des SaalekreisesSK2
Ort bei Wettin-LöbejünGROEBZIG, KOENNERN8
Ort bei Wettin-LöbejünPETERSBERG, SALZMUENDE10

Löbejün hat abgelesen acht Buchstaben, im Gitter wird das Ü zu UE, also LOEBEJUEN mit neun Kästchen. Wer im Rätsel nach dem Fürstenhaus fragt, sucht meist WETTINER mit acht, nach der Burg oder dem Ort WETTIN mit sechs.

Bildnachweis: Fotos von Wettin-Löbejün von Daniel Weihmann www.picxl.de

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Der 52. Breitengrad läuft von Wettin-Löbejün aus einmal um die Erde. Diese Orte liegen auf derselben Linie.

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