Afrika
Elfenbeinküste
Elfenbeinküste hat rund 32,7 Millionen Einwohner auf 322.463 Quadratkilometern. Hauptstadt ist Yamoussoukro. Erfasst sind 23 Orte mit Koordinaten, verteilt auf 14 Regionen.
Der geografische Mittelpunkt der Elfenbeinküste liegt bei 7° 37′ 15″ N und 5° 34′ 09″ W, in Dezimalgrad 7,6207 und -5,5691. Der nächstgelegene erfasste Ort ist Bouake, 59,5 Kilometer entfernt. Berechnet als Flächenschwerpunkt des Staatsgebiets. Amtlich benannte Mittelpunkte weichen je nach Rechenweise ab, bei kompakten Ländern um wenige Kilometer, bei sehr großen und zerklüfteten um mehr.
Selbst berechnet als Flächenschwerpunkt aus den Landesgrenzen. Amtliche Punkte weichen je nach Rechenweise ab.
Die Elfenbeinküste liegt in Westafrika am Golf von Guinea, ihre Küste am Atlantik ist 515 Kilometer lang. Im Westen grenzt das Land auf 778 Kilometern an Liberia und auf 816 Kilometern an Guinea, im Norden auf 599 Kilometern an Mali und auf 545 Kilometern an Burkina Faso, im Osten auf 720 Kilometern an Ghana. Amtlich heißt der Staat Republik Côte d’Ivoire. Am 7. August 1960 wurde er von Frankreich unabhängig, der 7. August ist bis heute Nationalfeiertag. Kein Land der Welt exportiert mehr Kakao.
Die Elfenbeinküste in Zahlen
Die letzte Volkszählung, der RGPH 2021, hatte den Stichtag 14. Dezember 2021. Das Statistikamt INS zählte damals 29.389.150 Einwohner, bei der Zählung vom Mai 2014 waren es 22.671.331 gewesen. Das ist ein Zuwachs von fast 30 Prozent in siebeneinhalb Jahren. Neuere Zahlen sind Schätzungen: Die Weltbank rechnet für 2025 mit 32.711.547 Menschen. Die Bevölkerung ist jung, 2023 waren 41,1 Prozent jünger als 15 Jahre, und gut die Hälfte lebt in Städten. Rund ein Fünftel aller Einwohner wohnt im autonomen Distrikt Abidjan.
Die Fläche beträgt 322.463 Quadratkilometer, etwas weniger als Deutschland mit 357.588. Das Land ist überwiegend flach, die meisten Ebenen liegen zwischen 200 und 350 Metern Höhe. Nur im Westen steigt das Gelände über 1.000 Meter. Dort steht auf der Grenze zu Guinea der Mont Nimba mit 1.752 Metern, der höchste Berg beider Länder. Der tiefste Punkt ist der Meeresspiegel an der Küste.
Die Grad-Archive mit ivorischen Orten reichen vom 5. Breitengrad mit Abidjan, Grand-Bassam und San-Pédro an der Küste bis zum 10. mit Ferkessédougou im Norden. Die Hauptstadt Yamoussoukro steht beim 7. Breitengrad. Weil das ganze Land westlich des Nullmeridians liegt, geht es bei den Längengraden nach Westen: vom 3. Grad West mit Abengourou und Bondoukou nahe Ghana über den 4. mit Abidjan und den 5. mit Yamoussoukro bis zum 8. Grad West mit Man, Odienné und Touba im Westen.
Elfenbeinküste oder Côte d’Ivoire?
Kurzantwort. Beides meint denselben Staat, amtlich gilt nur Côte d’Ivoire. Der französische Name bedeutet Elfenbeinküste und geht auf den Handel mit dem Elfenbein der Elefanten zurück, das lange das wichtigste Exportgut der Gegend war. Weil der Staat in jeder Sprache anders hieß, Ivory Coast, Costa de Marfil oder Costa d’Avorio, verfügte Präsident Félix Houphouët-Boigny Ende 1985, dass nur noch der französische Name verwendet und nicht übersetzt werden darf. Im deutschen Sprachraum ist Elfenbeinküste trotzdem gebräuchlicher, die Bundesregierung und das Schweizer Außendepartement schreiben aber Côte d’Ivoire. Die Einwohner heißen Ivorer und Ivorerinnen. Auf Land mit C ist genau das der klassische Streitfall.
Yamoussoukro oder Abidjan?
Kurzantwort. Hauptstadt ist seit März 1983 Yamoussoukro, regiert wird aber aus Abidjan. Houphouët-Boigny machte sein Heimatdorf in der Mitte des Landes zur politischen und administrativen Hauptstadt. Präsidentenpalast, Nationalversammlung, viele Ministerien und die Botschaften blieben aber in Abidjan, der früheren Hauptstadt und mit Abstand größten Stadt. Vor Abidjan waren schon Grand-Bassam ab 1893 und Bingerville ab 1900 Hauptstadt der Kolonie. Im Rätsel heißt die Hauptstadt der Elfenbeinküste deshalb YAMOUSSOUKRO, die größte Stadt ABIDJAN.
Mont Nimba oder Mont Richard-Molard?
Kurzantwort. Derselbe Berg. Lange trug der höchste Gipfel der Nimbaberge den Namen des französischen Geografen Jacques Richard-Molard, der 1951 dort tödlich abstürzte, ältere Atlanten nennen ihn auch Mont Nouon. Heute heißt er wieder Mont Nimba. Er liegt nur rund zehn Kilometer von der Grenze zu Liberia entfernt. Das Naturreservat um den Berg gehört seit 1981 zum UNESCO-Welterbe, der größere Teil liegt in Guinea, etwa 50 Quadratkilometer in der Elfenbeinküste.
Zwölf Distrikte und zwei autonome Distrikte
Seit dem 28. September 2011 gliedert sich das Land in zwölf Distrikte und die zwei autonomen Distrikte Abidjan und Yamoussoukro. Bis dahin bildeten 19 Regionen die oberste Ebene. Unter den Distrikten folgen 31 Regionen, dann die Departements und die Gemeinden. Die Einwohnerzahlen in der Tabelle stammen aus dem Zensus vom Dezember 2021.
| Distrikt | Hauptstadt | Einwohner 2021 |
|---|---|---|
| Abidjan (autonom) | Abidjan | 6.321.017 |
| Bas-Sassandra | San-Pédro | 2.687.176 |
| Comoé | Abengourou | 1.501.336 |
| Denguélé | Odienné | 436.015 |
| Gôh-Djiboua | Gagnoa | 2.088.440 |
| Lacs | Dimbokro | 1.488.531 |
| Lagunes | Dabou | 2.042.623 |
| Montagnes | Man | 3.027.023 |
| Sassandra-Marahoué | Daloa | 2.720.876 |
| Savanes | Korhogo | 2.159.434 |
| Vallée du Bandama | Bouaké | 1.964.929 |
| Woroba | Séguéla | 1.184.813 |
| Yamoussoukro (autonom) | Yamoussoukro | 422.072 |
| Zanzan | Bondoukou | 1.344.865 |
Abidjan ist der bevölkerungsreichste Distrikt, unter den übrigen liegt Montagnes im gebirgigen Westen mit gut drei Millionen vorn. Der kleinste ist der autonome Distrikt Yamoussoukro mit 422.072 Einwohnern, die Hauptstadt ist also weit kleiner als der Regierungssitz. Die Stadt Abidjan zählte 2021 allein 5.616.633 Einwohner, auf Platz zwei folgt Bouaké im Zentrum, dann Daloa und Korhogo. Nicht jede große Stadt ist Distrikthauptstadt: Divo ist Hauptstadt der Region Lôh-Djiboua im Distrikt Gôh-Djiboua, Agboville Hauptstadt der Region Agnéby-Tiassa in den Lagunes. Im Distrikt Sassandra-Marahoué liegt neben Daloa auch Bouaflé, gut 50 Kilometer westlich von Yamoussoukro.
Lagunen, Regenwald und Savanne
Hinter der Küste ziehen sich lange Lagunen, die bedeutendsten Komplexe sind Aby-Tendo-Ehy, Ébrié und Grand-Lahou-Tadio. An der Ébrié-Lagune liegt Abidjan. Erst seit 1950 öffnet der Vridi-Kanal die Ébrié-Lagune zum Meer, damit wurde Abidjan zum Hochseehafen. Weiter westlich liegen die Hafenstädte Sassandra und San-Pédro, die Hauptstadt des Distrikts Bas-Sassandra. Östlich von Abidjan liegt Grand-Bassam, die erste Hauptstadt der Kolonie.
Vier große Flüsse durchziehen das Land von Nord nach Süd: der Comoé mit 1.160 Kilometern, der Bandama mit 1.050, der Cavally mit 700 und der Sassandra mit 650 Kilometern. Das Einzugsgebiet des Bandama umfasst fast ein Drittel der Landesfläche. Die größten Seen sind Stauseen, allen voran der Kossou-See, der 1973 mit dem Bau eines Damms am Bandama entstand, dazu der Buyo- und der Ayamé-Stausee.
Die Vegetation teilt sich etwa am 8. Breitengrad. Südlich davon wuchs ursprünglich immergrüner Regenwald, nördlich herrschen Trockenwald und Savanne vor. Vom Wald ist durch Plantagen und Holzeinschlag viel verschwunden. Im Regenwald des Südwestens liegt der Nationalpark Taï, im Nordosten der Nationalpark Comoé, das Zwergflusspferd hat in Taï eines seiner wichtigsten Vorkommen. Beide gehören zum UNESCO-Welterbe. Im Westen um Man, Guiglo und Bangolo liegen die bergigen Montagnes, im Norden um Korhogo, Ferkessédougou und Odienné die Savanne.
Kakao, Völker und Sprachen
Die Elfenbeinküste ist der größte Kakaoexporteur der Welt und die stärkste Wirtschaft der westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion. Bezahlt wird mit dem CFA-Franc BCEAO. Kakao, Kaffee und Holz kommen aus dem Waldgürtel im Süden und Westen, Daloa gilt als Zentrum des Kakaohandels. Um Bouaké wird Baumwolle angebaut, über die Bahn von Abidjan nach Ouagadougou ist das Land mit Burkina Faso verbunden.
Der Staat erkennt rund 60 Volksgruppen an. Die größte Gruppe sind die Akan, darunter die Baule im Zentrum um Bouaké und Yamoussoukro und die Agni. Im Südwesten leben die Kru-Völker wie die Bété um Daloa, im Norden die Senufo, im Nordwesten die Malinké und Dioula. Amts- und Unterrichtssprache ist Französisch, daneben werden 77 Sprachen und Idiome gesprochen. Am weitesten verbreitet ist Dioula, die Handelssprache des Nordens. Die größten Religionen sind der Islam mit 38,6 und das Christentum mit 32,8 Prozent, der Norden ist eher muslimisch, der Süden eher christlich geprägt.
Nach der Unabhängigkeit regierte Houphouët-Boigny bis zu seinem Tod 1993. Nach einem Militärputsch 1999 und dem Streit darüber, wer als Ivorer gilt, kam es im September 2002 zu einem Aufstand, der das Land teilte: Der Norden um Bouaké stand unter Kontrolle der Forces Nouvelles, der Süden unter der Regierung in Abidjan. Der Vertrag von Ouagadougou vom März 2007 leitete die Wiedervereinigung ein. Nach der Präsidentenwahl 2010 beanspruchten Laurent Gbagbo und Alassane Ouattara beide den Sieg und legten jeweils den Amtseid ab, der Machtkampf endete im April 2011 mit der Festnahme Gbagbos. Seitdem ist Ouattara Präsident.
Die Elfenbeinküste im Kreuzworträtsel
Im Gitter wird das Ü zu UE. Abgelesen hat ELFENBEINKÜSTE vierzehn Buchstaben, im Rätsel braucht es fünfzehn Kästchen. Bei Côte d’Ivoire fallen Akzent, Leerzeichen und Apostroph weg.
| Frage im Rätsel | Lösung | Buchstaben |
|---|---|---|
| Kfz-Kennzeichen der Elfenbeinküste | CI | 2 |
| Staat in Westafrika | ELFENBEINKÜSTE | 14 15 |
| Amtlicher Name der Elfenbeinküste | COTEDIVOIRE | 11 |
| Hauptstadt der Elfenbeinküste | YAMOUSSOUKRO | 12 |
| Regierungssitz der Elfenbeinküste | ABIDJAN | 7 |
| Zweitgrößte Stadt der Elfenbeinküste | BOUAKE | 6 |
| Erste Hauptstadt der Kolonie | GRANDBASSAM | 11 |
| Hafenstadt im Südwesten | SANPEDRO | 8 |
| Höchster Berg der Elfenbeinküste | NIMBA | 5 |
| Längster Fluss der Elfenbeinküste | COMOE | 5 |
| Fluss im Zentrum der Elfenbeinküste | BANDAMA | 7 |
| Größter Stausee der Elfenbeinküste | KOSSOU | 6 |
| Wichtigstes Exportgut | KAKAO | 5 |
| Volk im Zentrum der Elfenbeinküste | BAULE | 5 |
| Handelssprache im Norden | DIOULA | 6 |
| Nationalpark im Südwesten | TAI | 3 |
Fünf Kästchen sind hier dicht besetzt: NIMBA, COMOE, KAKAO und BAULE haben alle diese Länge. Bei sieben Feldern konkurrieren ABIDJAN und BANDAMA, bei elf COTEDIVOIRE und GRANDBASSAM. Wer nach einem Staat in Westafrika mit fünfzehn Kästchen sucht, landet bei ELFENBEINKUESTE, mehr Lösungen stehen auf Staat in Westafrika.
Die größten Orte an der Elfenbeinküste
| Ort | Distrikt | Breite | Länge | Höhe | Einwohner |
|---|---|---|---|---|---|
| Abidjan | Abidjan | 5° 20′ 11″ N | 4° 01′ 36″ W | 36 m | 5.616.600 |
| Bouaké | Vallée du Bandama | 7° 41′ 00″ N | 5° 01′ 59″ W | 366 m | 832.400 |
| Yamoussoukro | Yamoussoukro | 6° 48′ 58″ N | 5° 16′ 27″ W | 200 m | 422.100 |
| Daloa | Sassandra-Marahoué | 6° 53′ 24″ N | 6° 27′ 00″ W | 274 m | 421.900 |
| Korhogo | Savanes | 9° 27′ 28″ N | 5° 37′ 46″ W | 362 m | 286.100 |
| San-Pédro | Bas-Sassandra | 4° 46′ 13″ N | 6° 38′ 24″ W | 9 m | 210.300 |
| Man | Montagnes | 7° 24′ 01″ N | 7° 33′ 00″ W | 325 m | 147.000 |
| Divo | Gôh-Djiboua | 5° 50′ 14″ N | 5° 21′ 26″ W | 147 m | 127.900 |
| Gagnoa | Gôh-Djiboua | 6° 08′ 00″ N | 5° 56′ 00″ W | 183 m | 123.200 |
| Abengourou | Comoé | 6° 43′ 47″ N | 3° 29′ 47″ W | 197 m | 104.000 |
| Agboville | Lagunes | 5° 56′ 00″ N | 4° 13′ 00″ W | 30 m | 81.800 |
| Grand-Bassam | Comoé | 5° 12′ 00″ N | 3° 44′ 00″ W | 2 m | 73.800 |
| Dabou | Lagunes | 5° 19′ 32″ N | 4° 22′ 36″ W | 22 m | 72.900 |
| Dimbokro | Lacs | 6° 39′ 02″ N | 4° 42′ 36″ W | 90 m | 67.300 |
| Ferkessédougou | Savanes | 9° 35′ 34″ N | 5° 11′ 40″ W | 334 m | 62.000 |
| Bouaflé | Sassandra-Marahoué | 6° 59′ 25″ N | 5° 44′ 39″ W | 206 m | 61.000 |
| Bondoukou | Zanzan | 8° 02′ 24″ N | 2° 48′ 00″ W | 351 m | 58.300 |
| Séguéla | Woroba | 7° 57′ 40″ N | 6° 40′ 23″ W | 349 m | 51.200 |
| Odienné | Denguélé | 9° 30′ 00″ N | 7° 34′ 00″ W | 424 m | 49.900 |
| Guiglo | Montagnes | 6° 32′ 37″ N | 7° 29′ 36″ W | 211 m | 39.100 |
| Sassandra | Bas-Sassandra | 4° 57′ 01″ N | 6° 05′ 00″ W | 14 m | 38.400 |
| Touba | Woroba | 8° 17′ 00″ N | 7° 41′ 00″ W | 470 m | 31.800 |
| Bangolo | Montagnes | 7° 00′ 44″ N | 7° 29′ 11″ W | 263 m |
Distrikte mit den meisten Orten
Rekorde im Bestand
Bezogen auf die 23 hier erfassten Orte, nicht auf das gesamte Staatsgebiet.