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Afrika

Burkina Faso

Burkina Faso hat rund 24,1 Millionen Einwohner auf 274.200 Quadratkilometern. Hauptstadt ist Ouagadougou. Erfasst sind 23 Orte mit Koordinaten, verteilt auf 15 Regionen.

Der geografische Mittelpunkt von Burkina Faso liegt bei 12° 15′ 41″ N und 1° 45′ 28″ W, in Dezimalgrad 12,2615 und -1,7578. Der nächstgelegene erfasste Ort ist Ouagadougou, 26,4 Kilometer entfernt. Berechnet als Flächenschwerpunkt des Staatsgebiets. Amtlich benannte Mittelpunkte weichen je nach Rechenweise ab, bei kompakten Ländern um wenige Kilometer, bei sehr großen und zerklüfteten um mehr.

Selbst berechnet als Flächenschwerpunkt aus den Landesgrenzen. Amtliche Punkte weichen je nach Rechenweise ab.

Burkina Faso ist ein Binnenstaat in Westafrika, südlich des Nigerbogens und der Sahara. Die Landgrenze ist 3.193 Kilometer lang und berührt sechs Nachbarn: im Norden und Nordwesten Mali auf 988 Kilometern, im Osten Niger auf 628, im Südosten Benin auf 306 und Togo auf 126 Kilometern, im Süden Ghana auf 549 und im Südwesten die Elfenbeinküste, für die die Quellen 545 bis 584 Kilometer nennen. Bis 1984 hieß das Land Obervolta. Hauptstadt ist Ouagadougou, zweitgrößte Stadt Bobo-Dioulasso.

Burkina Faso in Zahlen

Die letzte Volkszählung, der fünfte RGPH, hatte den Stichtag 16. November 2019. Das Statistikamt INSD zählte 20.505.155 Einwohner, 2006 waren es 14.017.262 gewesen. Wegen der Sicherheitslage konnte 2019 nicht überall gezählt werden: Für sieben Gemeinden wurden die Zahlen vollständig geschätzt, in 31 weiteren ergänzt, 313 Gemeinden wurden vollständig erfasst. Neuere Werte sind Fortschreibungen. Das INSD rechnet für den 1. Juli 2024 mit 23.409.000 Menschen, die Weltbank für 2025 mit 24.074.580. Die Bevölkerung ist sehr jung, 2025 waren 41,6 Prozent jünger als 15 Jahre.

Für die Fläche gibt es keine einheitliche Zahl. Die deutsche Wikipedia nennt 267.950 Quadratkilometer, die französische mit Verweis auf die Botschaft des Landes 274.200, die englische nach dem CIA World Factbook 274.223. Das Land ist damit rund drei Viertel so groß wie Deutschland. Der höchste Berg ist der Tena Kourou im Südwesten mit 749 Metern, der tiefste Punkt liegt mit 125 Metern im Tal des Oti im Südosten.

Die Grad-Archive mit burkinischen Orten reichen vom 10. Breitengrad mit Gaoua im Süden bis zum 14. mit Ouahigouya, Djibo, Dori und Gorom-Gorom im Norden. Ouagadougou steht im Archiv des 12. Breitengrads, Bobo-Dioulasso und Pô in dem des 11. Bei den Längengraden liegt fast das ganze Land westlich des Nullmeridians. Die Archive laufen vom 5. Grad West mit Banfora über den 4. mit Bobo-Dioulasso und den 2. mit Ouagadougou bis zum Archiv 0 Grad West mit Tenkodogo und Bogandé knapp westlich des Nullmeridians. Östlich davon, im Archiv 0 Grad Ost, stehen Dori und Fada N’Gourma.

Burkina Faso oder Obervolta?

Kurzantwort. Dasselbe Land, Obervolta ist der alte Name. Die Franzosen gründeten 1919 die Kolonie Obervolta, französisch Haute-Volta, benannt nach dem Fluss Volta. 1932 teilten sie das Gebiet unter Französisch-Sudan, Niger und der Elfenbeinküste auf, 1947 wurde Obervolta wiederhergestellt. Unter diesem Namen wurde der Staat am 5. August 1960 unabhängig. 1984 benannte Präsident Thomas Sankara ihn in Burkina Faso um. Der Name ist zweisprachig: burkĩna stammt aus dem Mòoré und bedeutet etwa „ehrenwerte Person“, faso aus dem Dioula und heißt „Vaterland“. Zusammen ergibt das „Vaterland der ehrenwerten Menschen“. Auf Land mit O zählt Obervolta deshalb nicht mehr.

Burkiner oder Burkinabe?

Kurzantwort. Beides ist richtig. Im amtlichen Sprachgebrauch in Deutschland heißen die Einwohner Burkiner und Burkinerin, das Adjektiv ist burkinisch. Der Duden führt zusätzlich Burkinabe, so nennen sich die Menschen im Land selbst, und die Form gilt für Männer und Frauen gleichermaßen. Im Rätsel kommen beide Formen vor, BURKINER mit acht und BURKINABE mit neun Kästchen.

Warum haben die Regionen seit 2025 neue Namen?

Kurzantwort. Im Juli 2025 hat die Regierung die Gliederung neu geordnet. Aus 13 Regionen wurden 17, aus 45 Provinzen 47. Neu entstanden Soum, Sirba, Tapoa und Sourou, vor allem durch Teilung der früheren Regionen Boucle du Mouhoun, Est und Sahel, die zusammen 43 Prozent der Fläche ausmachten. Gleichzeitig bekamen alle Regionen Namen aus den Landessprachen statt der bisherigen französischen Namen. Aus Centre wurde Kadiogo, nach einem Bach beim Palast des Mossi-Königs, aus Hauts-Bassins Guiriko, nach einem Königreich mit der Hauptstadt Sya, dem heutigen Bobo-Dioulasso. Begründet wurde die Reform mit der Verteidigung des Landes. Ältere Karten, Atlanten und Statistiken führen noch die 13 alten Namen.

17 Regionen seit Juli 2025

Unter den Regionen folgen die 47 Provinzen und die Gemeinden. Die Tabelle nennt zu jeder neuen Region auch die frühere, aus der sie hervorgegangen ist.

RegionHauptstadtbis 2025
BankuiDédougouBoucle du Mouhoun
DjôrôGaouaSud-Ouest
GoulmouFada N’GourmaEst
GuirikoBobo-DioulassoHauts-Bassins
KadiogoOuagadougouCentre
KuilséKayaCentre-Nord
LiptakoDoriSahel
NakambéTenkodogoCentre-Est
NandoKoudougouCentre-Ouest
NazinonMangaCentre-Sud
OubriZiniaréPlateau-Central
SirbaBogandéEst
SoumDjiboSahel
SourouTouganBoucle du Mouhoun
TannounyanBanforaCascades
TapoaDiapagaEst
YaadgaOuahigouyaNord

Die meisten neuen Namen erklären sich aus Landschaft oder Geschichte. Nakambé und Nazinon sind die Landesnamen des Weißen und des Roten Volta, Kuilsé bedeutet im Mòoré Wasserlauf, Tannounyan in den Sprachen Turka und Gouin Hügel oder Felsen. Oubri und Yaadga erinnern an Gründer der Mossi-Königreiche Wogdgo und Yatenga. Nach Einwohnern ist Kadiogo mit gut drei Millionen bei der Zählung von 2019 mit Abstand die größte Region, obwohl sie mit 2.869 Quadratkilometern die kleinste ist. Hauptstadt einer Provinz, aber nicht einer Region sind unter anderem Pô, Kombissiri, Léo, Boulsa und Diébougou. In Nando liegt neben Koudougou auch die Provinzhauptstadt Réo.

Plateau, Volta und Sahel

Etwa drei Viertel des Landes sind eine flachwellige Hochebene in 250 bis 350 Metern Höhe. Knapp ein Drittel der Fläche nimmt das Zentralplateau ein, nach seinen Bewohnern auch Mossiplateau genannt, mit Ouagadougou, Koudougou, Kaya und Ziniaré. Im Südwesten erhebt sich ein Sandsteinplateau mit dem Tena Kourou und der Felskette Chaîne de Banfora. Im Norden ziehen sich alte Dünen bis zu 20 Meter hoch durch das Land, nördlich von Markoye sind 40 Prozent der Fläche Dünen.

Rund zwei Drittel des Landes entwässern zum Volta. Die drei Quellflüsse haben im Land eigene Namen: Mouhoun für den Schwarzen, Nakambé für den Weißen und Nazinon für den Roten Volta. Im Südwesten fließt der Comoé mit den Wasserfällen von Karfiguéla zur Elfenbeinküste, im Norden führen kleine, oft trockene Flüsse wie Béli, Gorouol und Sirba zum Niger. Die größten natürlichen Seen sind Bam und Dem, etwa 100 Kilometer nördlich von Ouagadougou. Dazu kommen rund 2.100 Stauseen, darunter Kompienga und Bagré mit Wasserkraftwerken und der Ziga-Stausee, der seit 2004 die Hauptstadt mit Wasser versorgt.

Das Klima wechselt zwischen Regenzeit mit dem westafrikanischen Monsun und Trockenzeit mit dem Harmattan, der Staub aus der Sahara bringt. Im Sahel im Norden, etwa ein Viertel der Fläche, fallen teils weniger als 300 Millimeter Regen im Jahr, im Süden bis zu 1.300. Die höchste je gemessene Temperatur, 46 Grad, wurde in Markoye im Norden aufgezeichnet.

Völker, Sprachen und Religion

Größte Volksgruppe sind die Mossi mit etwa 40 Prozent, ihr traditionelles Oberhaupt, der Mogho Naba, residiert in Ouagadougou. Im Osten leben die eng verwandten Gulmancema um Fada N’Gourma, im Norden Fulbe und Tuareg, im Südwesten Bobo, Senufo, Lobi und viele kleinere Gruppen. Im Land werden je nach Zählung 68 oder 69 Sprachen gesprochen, am meisten Mòoré, das etwa die Hälfte der Bevölkerung beherrscht. Dioula ist die Handelssprache des Westens. Bis Ende 2023 war Französisch die einzige Amtssprache. Im Dezember 2023 kündigte die Regierung an, die Landessprachen zu Amtssprachen zu erheben, Französisch und Englisch sind seitdem Arbeitssprachen.

Nach einer Erhebung von 2019 sind 63,8 Prozent der Einwohner Muslime, 26,3 Prozent Christen und rund 9 Prozent Anhänger traditioneller Religionen, im Südwesten fast die Hälfte. Ouagadougou ist religiös gemischt, Bobo-Dioulasso mehrheitlich muslimisch. Alle zwei Jahre findet in Ouagadougou das Filmfestival FESPACO statt, im Wechsel mit der Kulturwoche in Bobo-Dioulasso. Bezahlt wird mit dem CFA-Franc BCEAO, der Nationalfeiertag ist der 11. Dezember.

Vom Obervolta zur Militärregierung

1896 nahmen französische Truppen Ouagadougou ein. Nach der Unabhängigkeit 1960 wechselten zivile Regierungen und Militärs mehrfach. Am 4. August 1983 kam Thomas Sankara durch einen Staatsstreich an die Macht, dafür zog eine Einheit unter Blaise Compaoré aus der Garnisonsstadt Pô nach Ouagadougou. Er wurde am 15. Oktober 1987 bei einem Putsch getötet, sein Nachfolger Compaoré regierte bis zu seinem Rücktritt Ende Oktober 2014 nach Massenprotesten. 2015 wurde Roch Marc Kaboré zum Präsidenten gewählt.

Bewaffnete dschihadistische Gruppen verübten 2016 und 2018 auch Anschläge in der Hauptstadt. 2019 stellten die Vereinten Nationen fest, dass die Regierung im Norden und Osten des Landes weitgehend die Kontrolle verloren hatte, im Februar 2020 zählte das UNHCR rund 865.000 Binnenvertriebene. 2022 gab es zwei Militärputsche: Im Januar übernahm Paul-Henri Sandaogo Damiba die Macht, im September setzte ihn Hauptmann Ibrahim Traoré ab, der seitdem an der Spitze des Staates steht. Mit den Militärregierungen in Mali und Niger bildete Burkina Faso die Allianz der Sahelstaaten, die im Juli 2024 zu einem Staatenbund erhoben wurde. Im Januar 2025 traten die drei Länder aus der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS aus.

Burkina Faso im Kreuzworträtsel

Im Gitter fällt das Leerzeichen weg, BURKINAFASO hat elf Kästchen. Mòoré verliert seinen Akzent und wird zu MOORE, Nakambé zu NAKAMBE.

Frage im RätselLösungBuchstaben
Kfz-Kennzeichen von Burkina FasoBF2
Binnenstaat in WestafrikaBURKINAFASO11
Früherer Name von Burkina FasoOBERVOLTA9
Hauptstadt von Burkina FasoOUAGADOUGOU11
Zweitgrößte Stadt von Burkina FasoBOBODIOULASSO13
Einwohner von Burkina FasoBURKINER8
Einwohner von Burkina Faso, EigenbezeichnungBURKINABE9
Größtes Volk in Burkina FasoMOSSI5
Sprache der MossiMOORE5
Handelssprache in WestafrikaDIOULA6
Filmfestival in OuagadougouFESPACO7
Schwarzer Volta in Burkina FasoMOUHOUN7
Weißer Volta in Burkina FasoNAKAMBE7
Höchster Berg von Burkina FasoTENAKOUROU10
Präsident, der das Land umbenannteSANKARA7
Stadt im Sahel mit großem MarktGOROMGOROM10

Elf Kästchen passen doppelt: Sowohl BURKINAFASO als auch die Hauptstadt OUAGADOUGOU haben diese Länge. Bei sieben Feldern konkurrieren FESPACO, MOUHOUN, NAKAMBE und SANKARA, bei fünf MOSSI und MOORE. Fragt das Rätsel nach einem Binnenstaat in Westafrika mit vier oder fünf Buchstaben, sind MALI und NIGER gemeint, weitere Lösungen stehen auf Staat in Westafrika.

Die größten Orte in Burkina Faso

Alle 23 Orten
OrtRegionBreiteLängeHöheEinwohner
Ouagadougou Kadiogo 12° 21′ 26″ N 1° 32′ 07″ W 298 m 2.415.300
Bobo-Dioulasso Guiriko 11° 11′ 00″ N 4° 17′ 00″ W 421 m 904.900
Koudougou Nando 12° 15′ 00″ N 2° 22′ 00″ W 299 m 87.300
Ouahigouya Yaadga 13° 35′ 00″ N 2° 25′ 00″ W 327 m 79.500
Banfora Tannounyan 10° 37′ 51″ N 4° 45′ 32″ W 300 m 60.300
Kaya Kuilsé 13° 05′ 25″ N 1° 05′ 24″ W 332 m 40.000
Dédougou Bankui 12° 28′ 00″ N 3° 28′ 00″ W 302 m 38.900
Tenkodogo Nakambé 11° 46′ 49″ N 0° 22′ 11″ W 304 m 38.100
Dori Liptako 14° 03′ 00″ N 0° 03′ 00″ E 276 m 37.800
Réo Nando 12° 20′ 01″ N 2° 28′ 01″ W 301 m 37.500
Fada Ngourma Goulmou 12° 03′ 00″ N 0° 22′ 00″ E 312 m 33.900
Kombissiri Nazinon 12° 03′ 50″ N 1° 20′ 02″ W 306 m 30.100
Pô Nazinon 11° 10′ 08″ N 1° 08′ 06″ W 317 m 28.100
Gaoua Djôrô 10° 19′ 30″ N 3° 10′ 26″ W 311 m 28.000
Léo Nando 11° 05′ 38″ N 2° 05′ 53″ W 343 m 26.900
Djibo Soum 14° 05′ 56″ N 1° 37′ 37″ W 302 m 22.200
Boulsa Kuilsé 12° 39′ 25″ N 0° 34′ 08″ W 320 m 17.500
Manga Nazinon 11° 40′ 00″ N 1° 04′ 00″ W 281 m 15.200
Diébougou Djôrô 10° 57′ 07″ N 3° 14′ 53″ W 287 m 12.700
Ziniaré Oubri 12° 34′ 37″ N 1° 17′ 35″ W 300 m 12.700
Bogandé Sirba 12° 58′ 08″ N 0° 08′ 17″ W 281 m 9.900
Gorom-Gorom Liptako 14° 27′ 00″ N 0° 14′ 00″ W 276 m 9.800
Gaoua Djôrô 10° 17′ 57″ N 3° 15′ 03″ W 328 m

Rekorde im Bestand

Bezogen auf die 23 hier erfassten Orte, nicht auf das gesamte Staatsgebiet.