Atbassar
51° 49′ 19″ N 68° 20′ 52″ E
Atbassar liegt im Gebiet Akmola in Kasachstan auf dem 52. Breitengrad, rund 5.762 Kilometer nördlich des Äquators und 4.518 Kilometer östlich des Nullmeridians. In der Stadt leben etwa 29.800 Einwohner.
Atbassar liegt im Norden Kasachstans am Fluss Schabai, einem Nebenfluss des Ischim, in der westlichen Hälfte des Gebiets Akmola. Bis zur Hauptstadt Astana sind es rund 230 Kilometer Luftlinie nach Osten. Die Kleinstadt ist Verwaltungssitz des gleichnamigen Bezirks im Tal des Ischim.
Atbassar in Zahlen
Anfang 2026 lebten in Atbassar nach der Fortschreibung des kasachischen Statistikamts 29.751 Menschen. Im ganzen Bezirk Atbassar, zu dem auch die umliegenden Dörfer gehören, waren es 40.626. Die Stadt schrumpft seit Jahrzehnten: 1989 hatte sie noch 39.163 Einwohner, bei der Volkszählung 2021 waren es 31.434.
Das Stadtgebiet umfasst knapp 69 Quadratkilometer, das Zentrum liegt rund 290 Meter über dem Meer. Kasachisch und russisch heißt die Stadt Атбасар, in lateinischer Schrift Atbasar. Etwa fünf Kilometer nördlich der Stadt liegt ein kleiner Flughafen. Fahrzeuge aus dem Gebiet Akmola tragen den Regionalcode 03 auf dem Kennzeichen.
Was hat Atbassar mit dem deutschen Boxsport zu tun?
Zwei deutsche Boxer stammen von hier. Die Profiboxerin Ina Menzer wurde 1980 in Atbassar geboren, ebenso 1985 der Amateurboxer Konstantin Buga. Die Region hat eine lange russlanddeutsche Geschichte: Im Bezirk Atbassar leben nach der Statistik von 2026 noch rund 2.700 Deutsche, gut sechs Prozent der Bevölkerung. Auch der kasachische Schriftsteller Ilias Jessenberlin stammt aus Atbassar.
Schabai und Ischimsteppe
Atbassar liegt am rechten Ufer des Schabai, eines Nebenflusses des Ischim. Die Umgebung ist eine offene Hügel- und Ebenenlandschaft mit kleinen Kuppen, wie sie für die Kasachische Schwelle typisch ist. Das Tal des Ischim gilt als fruchtbar. Unter der Region liegt das Atbassarer Artesische Becken, ein großer Grundwasserspeicher, der bei der Erschließung des Neulands erkundet wurde.
Vom Grenzposten zur Kreisstadt
In den 1830er Jahren entstand am Zusammenfluss von Atbassarka, dem alten Namen des Schabai, und Keregetas ein Posten an der Poststraße zwischen Kökschetau und Akmolinsk. Daraus wurde Mitte der 1840er Jahre die Kosakenstaniza Atbassarskaja. Sie schützte die Handelskarawanen, die aus Mittelasien nach Petropawlowsk und Omsk zogen. 1892 bekam der Ort Stadtrechte und den heutigen Namen.
In der Stadt gibt es acht allgemeinbildende Schulen und seit dem Jahr 2000 eine Zweigstelle der Kasachischen Agrartechnischen Universität mit Fakultäten für Energie und Technik. Bis Kökschetau, der Hauptstadt des Gebiets, sind es knapp 180 Kilometer Luftlinie nach Nordosten.
Atbassar im Kreuzworträtsel
ATBASSAR hat acht Kästchen, die kasachische Form ATBASAR sieben. Im Rätsel kommt es auf die Schreibweise an, die das Heft verwendet. Die Orte in der Tabelle liegen im Gebiet Akmola und haben eine eigene Seite.
| Frage im Rätsel | Lösung | Buchstaben |
|---|---|---|
| Stadt in Nordkasachstan | ATBASSAR | 8 |
| Kasachischer Name von Atbassar | ATBASAR | 7 |
| Fluss durch Atbassar | SCHABAI | 7 |
| Strom bei Atbassar | ISCHIM | 6 |
| Ort bei Atbassar | JESSIL | 6 |
| Ort bei Atbassar | MAKINSK | 7 |
| Ort bei Atbassar | KOEKSCHETAU | 11 |
Bei sechs Kästchen passen JESSIL und ISCHIM, die im Kasachischen sogar denselben Namen tragen: Esil heißt sowohl die Stadt als auch der Strom.
Auf demselben Breitengrad
Der 52. Breitengrad läuft von Atbassar aus einmal um die Erde. Diese Orte liegen auf derselben Linie.
Auf demselben Längengrad
Der 68. Längengrad Ost verläuft von Pol zu Pol. Diese Orte liegen darauf.