Fès
34° 02′ 36″ N 5° 00′ 12″ W
Fès liegt in der Region Fès-Meknès in Marokko auf dem 34. Breitengrad, rund 3.785 Kilometer nördlich des Äquators und 461 Kilometer westlich des Nullmeridians. In der Metropole leben etwa 1.183.000 Einwohner.
Fès liegt im Norden Marokkos am Ostrand der fruchtbaren Saïs-Ebene, zwischen Mittlerem Atlas und Rifgebirge. Die Stadt ist Hauptort der Region Fès-Meknès und die älteste der vier Königsstädte, über Jahrhunderte war sie das geistige Zentrum des Landes. Arabisch heißt sie فاس (Fās), auf Tamazight ⴼⴰⵙ (Fas), daneben sind die Schreibweisen Fes und Fez verbreitet.
Fès in Zahlen
Bei der Volkszählung im September 2024 hatte die Gemeinde Fès 1.167.842 Einwohner, verteilt auf sechs Arrondissements. Am größten ist Zouagha mit 358.631. Dazu kommt die eigene Gemeinde Méchouar-Fès-El Jadid rund um den Königspalast mit 15.121 Einwohnern, zusammen sind es 1.182.963. Die Präfektur Fès zählte 1.256.172 Einwohner. Fès ist damit nach Casablanca und Tanger die drittgrößte Stadt Marokkos, knapp vor Marrakesch.
Die Stadt liegt auf rund 410 Metern Höhe. In der Altstadt Fès el-Bali leben etwa 156.000 Menschen in Gassen, durch die keine Autos fahren können. Gemessen an den Bewohnern gilt sie als größtes autofreies Stadtgebiet der Welt.
Steht in Fès die älteste Universität der Welt?
Das hängt davon ab, was man Universität nennt. Die Qarawiyyin wurde um 859 von Fatima al-Fihri als Moschee gestiftet und wurde zu einem der wichtigsten Lehrorte der islamischen Welt. UNESCO und das Guinness-Buch der Rekorde führen sie als älteste durchgehend bestehende Hochschule. Viele Historiker sehen sie dagegen bis ins 20. Jahrhundert als Madrasa, eine religiöse Lehranstalt, und rechnen sie erst seit ihrer Eingliederung ins staatliche Hochschulsystem 1963 zu den Universitäten.
Fès, Fes oder Fez?
Alle drei meinen dieselbe Stadt. Fès ist die französische Schreibweise, Fes die eingedeutschte, Fez die englische. Nach der Stadt heißt auch der Fes, die rote Filzkappe mit Quaste, die hier ihren Ursprung hat. Im Rätsel sind beide Formen dreibuchstabig, der Akzent fällt im Gitter weg.
Saïs-Ebene und Wadi Fès
Die Stadt entstand an beiden Ufern des Wadi Fès, die Wasserquellen der Umgebung gaben den Ausschlag für den Standort. Im Westen erstreckt sich die Saïs-Ebene bis Meknès, gut 50 Kilometer Luftlinie entfernt. Rund 30 Kilometer südlich beginnt bei Sefrou der Anstieg in den Mittleren Atlas, nach Norden und Osten führen die Straßen ins Rif und nach Taza. Der Sebou, der wasserreichste Fluss im Nordwesten Marokkos, fließt aus dem Mittleren Atlas nach Norden in Richtung Fès und biegt dann nach Westen zum Atlantik ab.
Idrisiden, Qarawiyyin und Welterbe
Idris I. gründete Fès 789 am rechten Ufer des Wadi, sein Sohn Idris II. zwanzig Jahre später eine zweite Siedlung am linken Ufer. Ab 817 kamen tausende aus Córdoba vertriebene Familien, kurz darauf Familien aus Kairouan in Tunesien, nach ihnen sind das Andalusier- und das Qarawiyyin-Viertel benannt. Unter den Meriniden, die Fès ab 1248 zur Hauptstadt machten, entstand 1276 die Neustadt Fès el-Jedid mit Königspalast und jüdischem Viertel, der Mellah.
Seit 1981 steht die Medina von Fès auf der Welterbeliste der UNESCO. Bekannt sind ihre Koranschulen, das Mausoleum von Idris II., die Gerbereien und die blaue Keramik. Südlich davon ließ die französische Protektoratsverwaltung eine Ville Nouvelle anlegen, die heute das moderne Zentrum ist.
Fès im Kreuzworträtsel
FES und FEZ haben drei Kästchen und sind deshalb beliebte Lückenfüller, oft gefragt als „Stadt in Marokko“ oder als „Kopfbedeckung“. Die Tabelle nennt auch Altstadt, Fluss und Orte im Umland.
Ifrane liegt knapp 60 Kilometer südlich im Mittleren Atlas auf über 1.600 Metern, Taounate und Ghafsaï gut 60 Kilometer nördlich zwischen Fès und dem Rif.
Auf demselben Breitengrad
Der 34. Breitengrad läuft von Fès aus einmal um die Erde. Diese Orte liegen auf derselben Linie.
Auf demselben Längengrad
Der 5. Längengrad West verläuft von Pol zu Pol. Diese Orte liegen darauf.