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Malatya

38° 21′ 19″ N  38° 20′ 01″ E

Malatya liegt in der Provinz Malatya in der Türkei auf dem 38. Breitengrad, rund 4.265 Kilometer nördlich des Äquators und 3.318 Kilometer östlich des Nullmeridians. In der Großstadt leben etwa 584.500 Einwohner.

Malatya liegt in Ostanatolien in einer weiten Ebene westlich des Euphrat, rund 85 Kilometer südwestlich von Elazığ. Die Stadt ist Hauptstadt der Provinz Malatya in der Türkei und das Zentrum des türkischen Aprikosenanbaus. Ihre Geschichte verteilt sich auf drei Standorte: den Siedlungshügel Arslantepe, die Altstadt im heutigen Battalgazi und die Neugründung von 1838.

Malatya in Zahlen

Seit 2012 ist Malatya eine Großstadtkommune, deren Gebiet mit der Provinz übereinstimmt: 13 Landkreise auf 12.259 Quadratkilometern mit 755.854 Einwohnern Ende 2025 nach dem Melderegister des Statistikamts TÜİK. Die Stadt selbst wurde damals in zwei Bezirke geteilt, Yeşilyurt im Westen mit 309.890 und Battalgazi im Osten mit 274.563 Einwohnern. Zusammen leben dort 584.453 Menschen.

Yeşilyurt wuchs 2025 um gut 11.000 Einwohner, Battalgazi verlor knapp 1.800, ebenso die meisten ländlichen Kreise der Provinz. Die Stadt liegt auf rund 950 Metern Höhe. Das Kfz-Kennzeichen der Provinz ist die 44.

Woher kommt der Name Malatya?

Vom hethitischen Melid, das „Honig“ bedeutet. Assyrische Quellen nennen die Stadt Meliddu oder Milid, bei Strabon heißt sie Melitene. Die Araber machten daraus Malatiyya, wovon sich die türkische Form ableitet. Kurdisch heißt die Stadt Meletî, in der Sprache der Zaza Meletiye.

Wie stark traf das Erdbeben 2023 Malatya?

Schwer. In der Provinz Malatya starben bei den Beben vom 6. Februar 2023 nach der amtlichen Bilanz 1.393 Menschen, 6.444 wurden verletzt. Auch ein Krankenhaus in der Stadt wurde zerstört. Am 10. August 2023 folgte ein weiteres Beben der Stärke 5,3 rund 13 Kilometer südöstlich der Stadt, im September 2023 wurden neun unbewohnbar gewordene Hochhäuser gesprengt.

Euphrat, Tohma und Aprikosen

Die Ebene von Malatya reicht im Osten bis an den Euphrat, der nördlich der Stadt zum Karakaya-Stausee aufgestaut ist. Etwa 20 Kilometer nördlich mündet der rund 150 Kilometer lange Tohma Çayı in einen Seitenarm dieses Sees. In der Ebene wachsen vor allem Aprikosen: Auf die Region entfallen rund 90 Prozent der weltweiten Produktion getrockneter Aprikosen. Daneben gibt es Nahrungsmittel- und Bekleidungsindustrie. Die İnönü-Universität wurde 1975 gegründet, seit 2015 fährt in der Stadt ein Oberleitungsbus.

Drei Malatyas

Sechs Kilometer nordöstlich des Zentrums liegt Arslantepe, der „Löwenhügel“, benannt nach den hier gefundenen Löwenskulpturen. Der Ort war seit dem 6. Jahrtausend vor Christus besiedelt und später Zentrum des späthethitischen Königreichs Melid, bis die Assyrer ihn niederbrannten. Seit 2021 gehört Arslantepe zum UNESCO-Welterbe. Die Stadt entstand danach neu an der Stelle des heutigen Battalgazi, das deshalb auch Eskimalatya, Alt-Malatya, heißt. In römischer Zeit lag hier die Legio XII Fulminata, 575 besiegte der byzantinische Feldherr Justinian bei Melitene den Perserkönig Chosrau I. 1516 kam die Stadt an die Osmanen. Den heutigen Standort gründete die osmanische Armee 1838 als Militärlager, 1893 kamen bei einem Erdbeben 1.300 Menschen ums Leben.

Malatya im Kreuzworträtsel

Malatya hat sieben Buchstaben, der antike Name Melitene acht. Arslantepe füllt zehn Kästchen.

Frage im RätselLösungBuchstaben
Stadt in OstanatolienMALATYA7
Antiker Name von MalatyaMELITENE8
Hethitischer Name von MalatyaMELID5
Siedlungshügel bei MalatyaARSLANTEPE10
Frucht aus MalatyaAPRIKOSE8
Strom bei MalatyaEUPHRAT7
Ort bei MalatyaELAZIG6
Ort bei MalatyaADIYAMAN8
Ort in der Provinz MalatyaDARENDE7

Elazığ und Adıyaman sind Hauptstädte eigener Nachbarprovinzen. Darende liegt am Tohma Çayı im Westen der Provinz Malatya.

Auf demselben Breitengrad

Der 38. Breitengrad läuft von Malatya aus einmal um die Erde. Diese Orte liegen auf derselben Linie.

Auf demselben Längengrad

Der 38. Längengrad Ost verläuft von Pol zu Pol. Diese Orte liegen darauf.