Zonguldak
41° 25′ 49″ N 31° 46′ 48″ E
Zonguldak liegt in der Provinz Zonguldak in der Türkei auf dem 41. Breitengrad, rund 4.607 Kilometer nördlich des Äquators und 2.634 Kilometer östlich des Nullmeridians. In der Großstadt leben etwa 115.300 Einwohner.
Zonguldak liegt an der westlichen Schwarzmeerküste der Türkei, rund 190 Kilometer Luftlinie nordnordwestlich von Ankara. Die Stadt ist Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und Mittelpunkt eines Steinkohlereviers, das die Stadt erst hat entstehen lassen. Ihre Häuser ziehen sich vom Hafen aus steil die bewaldeten Hänge des Pontischen Gebirges hinauf.
Zonguldak in Zahlen
Ende 2025 lebten im zentralen Landkreis Merkez nach dem Melderegister des Statistikamts TÜİK 115.279 Menschen, davon 99.291 in der Stadt selbst und der Rest in drei Kleingemeinden und gut 20 Dörfern. Die Zahl sinkt leicht, 2023 waren es noch 117.360. Der Kreis ist 272 Quadratkilometer groß und nach der Abspaltung der Bergbaustädte Kozlu und Kilimli im Jahr 2013 deutlich kleiner als früher.
Die Provinz Zonguldak zählte 2025 insgesamt 585.203 Einwohner auf 3.342 Quadratkilometern. Größte Stadt der Provinz ist nicht die Hauptstadt, sondern die Hafen- und Stahlstadt Ereğli. Zonguldak ist keine Großstadtkommune, Stadt und Provinz sind getrennte Verwaltungsebenen. Das Zentrum liegt nur etwa 13 Meter über dem Meer, das Kfz-Kennzeichen der Provinz ist die 67.
Seit wann wird in Zonguldak Kohle gefördert?
Seit dem 19. Jahrhundert. 1829, unter Sultan Mahmud II., wurde in der Gegend erstmals Steinkohle gefunden, 1848 öffneten die ersten Gruben. Die Kohle wird per Bahn zum Hafen gebracht und dort verschifft, ein Teil geht ins Stahlwerk von Ereğli. Die Stadt selbst entstand erst als Verladehafen für die Kohle und wurde 1924 Hauptstadt einer eigenen Provinz. Die Universität der Stadt hieß bis 2012 Karaelmas, „schwarzer Diamant“, nach der Kohle.
Was geschah beim Grubenunglück von 1992?
Mehr als 260 Bergleute kamen ums Leben. Am 3. März 1992 ereignete sich in Zonguldak ein Grubenunglück, bis zum Unglück von Soma 2014 war es die schwerste Bergbaukatastrophe der türkischen Geschichte. Schon im November 1990 hatten in Zonguldak 48.000 Bergarbeiter gestreikt.
Küste und Pontisches Gebirge
Nur ein kleiner Teil der Stadt liegt in der Ebene rund um den Industriehafen, an dessen Ostseite ein kleiner Fluss ins Hafenbecken mündet. Gleich hinter der Küstenstraße steigen die Vorhügel des Pontischen Gebirges an, die Wohnblocks der Außenbezirke kleben an den Steilhängen. Zu den landwirtschaftlichen Erzeugnissen des Umlands gehören Erdbeeren. Westlich an der Küste liegt Ereğli, östlich Bartın und die alte Hafenstadt Amasra.
Von Bithynien zur Bergbaustadt
In der Antike gehörte die Gegend zu Bithynien, die Griechen nannten den Ort Sandarake. Nach dem Tod des letzten bithynischen Königs Nikomedes IV. im Jahr 74 vor Christus kam das Land an Rom, später an Byzanz, ab 1302 an die Osmanen. Lange war Zonguldak ein unbedeutender Ort, erst der Bergbau ließ ihn wachsen. Im Ersten Weltkrieg beschoss die russische Marine die Hafenanlagen.
Zonguldak im Kreuzworträtsel
Zonguldak hat neun Buchstaben. Türkische Sonderzeichen fallen im Gitter auf den Grundbuchstaben, beim Ü gilt die deutsche Regel: Aus Karabük wird KARABUEK.
| Frage im Rätsel | Lösung | Buchstaben |
|---|---|---|
| Bergbaustadt am Schwarzen Meer | ZONGULDAK | 9 |
| Antiker Name von Zonguldak | SANDARAKE | 9 |
| Rohstoff aus Zonguldak | KOHLE | 5 |
| Antike Landschaft um Zonguldak | BITHYNIEN | 9 |
| Ort bei Zonguldak | KOZLU | 5 |
| Ort bei Zonguldak | EREGLI, BARTIN, DEVREK, AMASRA | 6 |
| Provinzhauptstadt südöstlich von Zonguldak | KARABUEK | 7 8 |
Kozlu schließt direkt westlich an die Stadt an und war bis 2013 Teil des Kreises Zonguldak. Ereğli heißt zur Unterscheidung von der gleichnamigen Stadt in der Provinz Konya auch Karadeniz Ereğli, Schwarzmeer-Ereğli.
Auf demselben Breitengrad
Der 41. Breitengrad läuft von Zonguldak aus einmal um die Erde. Diese Orte liegen auf derselben Linie.
Auf demselben Längengrad
Der 32. Längengrad Ost verläuft von Pol zu Pol. Diese Orte liegen darauf.