Afrika
Angola
Angola hat rund 36,6 Millionen Einwohner auf 1.246.700 Quadratkilometern. Hauptstadt ist Luanda. Erfasst sind 35 Orte mit Koordinaten, verteilt auf 19 Provinzen.
Der geografische Mittelpunkt von Angola liegt bei 12° 14′ 10″ S und 17° 32′ 05″ E, in Dezimalgrad -12,2361 und 17,5346. Der nächstgelegene erfasste Ort ist Cuito, 66,6 Kilometer entfernt. Berechnet als Flächenschwerpunkt des Staatsgebiets. Amtlich benannte Mittelpunkte weichen je nach Rechenweise ab, bei kompakten Ländern um wenige Kilometer, bei sehr großen und zerklüfteten um mehr.
Selbst berechnet als Flächenschwerpunkt aus den Landesgrenzen. Amtliche Punkte weichen je nach Rechenweise ab.
Angola liegt im Südwesten Afrikas am Atlantik. Im Norden und Nordosten grenzt das Land an die Demokratische Republik Kongo, im Osten an Sambia und im Süden an Namibia. Ganz im Norden liegt abgetrennt vom übrigen Staatsgebiet die Exklave Cabinda, die zusätzlich an die Republik Kongo stößt. Die Landgrenzen sind zusammen 5.198 Kilometer lang, die Küste misst rund 1.600 Kilometer. Angola ist der siebtgrößte Staat Afrikas und nach Brasilien das zweitgrößte portugiesischsprachige Land der Erde, nach Fläche wie nach Einwohnern.
Angola in Zahlen
Das Nationale Statistikinstitut INE führte 2024 eine Volkszählung durch und kam auf 36.604.681 Einwohner. Es war erst die dritte Zählung in der Geschichte des Landes, die beiden früheren fanden 1970 und 2014 statt. Die Zählung von 2014 hatte knapp 25,8 Millionen Menschen ergeben, in zehn Jahren ist die Bevölkerung also um gut zehn Millionen gewachsen. Die Bevölkerung gehört zu den am schnellsten wachsenden der Welt, im Jahr 2023 waren fast 45 Prozent der Menschen jünger als 15 Jahre. Fast jeder vierte Einwohner lebt in der Provinz Luanda.
Die Fläche beträgt 1.246.700 Quadratkilometer, das ist etwa dreieinhalbmal so viel wie Deutschland. Das Staatsgebiet reicht von 4° 22′ bis 18° 02′ südlicher Breite und von 11° 41′ bis 24° 05′ östlicher Länge. Die Grad-Archive mit angolanischen Orten laufen vom 6. Breitengrad Süd mit Cabinda, Soio und M’banza Kongo bis zum 18. mit Mucusso im äußersten Süden. Luanda steht beim 9., Huambo und Benguela beim 13. Breitengrad. Bei den Längengraden reichen sie vom 12. Grad Ost mit Cabinda und Moçâmedes über den 13. mit Luanda und den 16. mit Huambo bis zum 23. Grad Ost mit Luiana im äußersten Südosten.
Höchster Berg ist der Môco mit 2.619 Metern. Er steht in der Provinz Huambo nordwestlich der Stadt Huambo, auf der Großen Randstufe am Westrand des Hochlands von Bié. Das Land gliedert sich grob in drei Stufen: eine schmale Küstenniederung, einen bis zu 500 Kilometer breiten Gürtel aus Hochländern und im Osten weite Savannenebenen, die im Mittel 1.000 bis 1.200 Meter hoch liegen. Amtssprache ist Portugiesisch. Bei der Zählung 2024 nannten es 45,5 Prozent als Muttersprache, gefolgt von Umbundu mit 17,1, Kimbundu mit 10,8 sowie Chokwe und Kikongo mit je 6,9 Prozent. Bezahlt wird mit dem Kwanza, der 1977 den portugiesischen Escudo ablöste.
Ist Cabinda eine Exklave oder eine Enklave?
Kurzantwort. Eine Exklave. Cabinda gehört zu Angola, hängt aber nicht mit dem übrigen Staatsgebiet zusammen: Dazwischen liegt ein schmaler Streifen der Demokratischen Republik Kongo am Unterlauf des Kongo, über den das Nachbarland seinen Zugang zum Atlantik hat. Eine Enklave wäre ein Gebiet, das vollständig von einem einzigen anderen Staat umschlossen ist. Das trifft auf Cabinda nicht zu, denn die Provinz grenzt an zwei Staaten, im Norden an die Republik Kongo, im Osten und Süden an die DR Kongo, und im Westen an das Meer. Trotzdem taucht das Wort Enklave auf, etwa im Namen der Befreiungsfront FLEC, der Frente de Libertação do Enclave de Cabinda. Die Provinz ist rund 7.270 Quadratkilometer groß und zählte 2024 genau 903.370 Einwohner. Vor ihrer Küste wird mehr als die Hälfte des angolanischen Erdöls gefördert.
Woher hat Angola seinen Namen?
Kurzantwort. Von einem Königstitel. Ngola hießen die Herrscher von Ndongo, einem Reich östlich von Luanda, das dem historischen Kongoreich unterstand. Portugiesische Seefahrer übertrugen den Titel im 16. Jahrhundert auf die Gegend um Luanda. Ende des 17. Jahrhunderts wurde der Name auf das Gebiet um Benguela ausgedehnt, im 19. Jahrhundert auf das ganze Territorium, das Portugal damals als Kolonie besetzen wollte. Auf Kimbundu, Umbundu und Kikongo heißt das Land bis heute Ngola.
Wie hießen angolanische Städte früher?
Kurzantwort. Viele trugen bis 1975 portugiesische Namen. Huambo hieß von 1928 bis 1975 Nova Lisboa, also Neu-Lissabon, und Lubango hieß bis 1975 Sá da Bandeira. Bei Moçâmedes ging es hin und zurück: Bis 1985 trug die Hafenstadt im Süden diesen Namen, danach hieß sie Namibe, seit 2016 wieder Moçâmedes. Die Provinz, deren Hauptstadt sie ist, heißt weiterhin Namibe. Ältere Karten und Rätselhefte führen deshalb oft noch die alten Namen.
Die 21 Provinzen
Seit dem 5. September 2024 gliedert sich Angola in 21 Provinzen, vorher waren es 18. Das Parlament hatte im August 2024 drei neue beschlossen: Die Provinz Cuando Cubango wurde in Cuando und Cubango geteilt, aus dem Osten der Provinz Luanda wurde Icolo e Bengo, und aus dem Osten von Moxico wurde Moxico Leste. Unterhalb der Provinzen gibt es 326 Kreise, portugiesisch Municípios. Die Hauptstädte der drei neuen Provinzen Mavinga, Catete und Cazombo haben keine eigene Ortsseite.
| Provinz | Hauptstadt |
|---|---|
| Bengo | Caxito |
| Benguela | Benguela |
| Bié | Cuito |
| Cabinda | Cabinda |
| Cuando | Mavinga |
| Cuanza Norte | N’dalatando |
| Cuanza Sul | Sumbe |
| Cubango | Menongue |
| Cunene | Ondjiva |
| Huambo | Huambo |
| Huíla | Lubango |
| Icolo e Bengo | Catete |
| Luanda | Luanda |
| Lunda Norte | Dundo |
| Lunda Sul | Saurimo |
| Malanje | Malanje |
| Moxico | Luena |
| Moxico Leste | Cazombo |
| Namibe | Moçâmedes |
| Uíge | Uíge |
| Zaire | M’banza Kongo |
Die Hauptstadt der Provinz Zaire, M’banza Kongo, war einst Hauptstadt des Kongoreichs, ihr Name bedeutet etwa Königshof Kongo. Die Altstadt wurde im Juli 2017 als UNESCO-Welterbe anerkannt. In derselben Provinz liegt Soio, abgesehen von der Exklave die nördlichste Stadt des Landes. Die Provinzen Cuanza Norte und Cuanza Sul verdanken ihren Namen dem Fluss Cuanza. Nicht jede große Stadt ist Provinzhauptstadt: Lobito, wo die Benguelabahn ins Landesinnere beginnt, liegt knapp 30 Kilometer nördlich von Benguela in derselben Provinz, und Porto Amboim gehört zu Cuanza Sul, dessen Hauptstadt Sumbe ist.
Cuanza, Kunene und Okavango
Den Wasserturm des Landes bildet das Hochland von Bié. Von dort fließen die Flüsse in alle Richtungen. Kongo und Sambesi entwässern zusammen über 40 Prozent der Landesfläche, Okavango und Cuanza je etwa 12 Prozent, der Kunene knapp 8 Prozent. Der Cuanza ist mit 965 Kilometern der wichtigste Fluss Zentralangolas. Er entspringt auf rund 1.450 Metern Höhe im Hochland von Bié und mündet etwa 50 Kilometer südlich von Luanda in den Atlantik. Im Unterlauf ist er rund 250 Kilometer weit schiffbar, an ihm liegt auch Dondo. Sein Zufluss Lucala stürzt in der Provinz Malanje über die Kalandula-Fälle 105 Meter in die Tiefe.
Der Kunene, portugiesisch Cunene, bildet einen Teil der Südgrenze zu Namibia. Östlich von Huambo entspringt der Okavango, der in Angola Cubango heißt. Er verlässt das Land nach Südosten und speist im wüstenhaften Inneren Botswanas das Okavangobecken. Ganz im Osten fließt der Sambesi auf etwa 330 Kilometern durch angolanisches Gebiet, im Nordosten bildet der Cassai, der weiter unten Kasai heißt, über fast 400 Kilometer die Grenze zur DR Kongo. Weil so viel Wasser aus Angola in die Nachbarländer fließt, gründeten Angola, Botswana und Namibia 1994 eine gemeinsame Kommission für das Einzugsgebiet des Okavango.
Das Klima wird an der Küste vom kalten Benguelastrom geprägt, der oft Nebel bringt und den Regen dämpft. Ganz im Südwesten geht die Küste bei Moçâmedes und Tombua in die Wüste Namib über, der äußerste Südwesten ist als Nationalpark Iona geschützt. Im Hochland liegen Städte wie Huambo und Lubango auf um die 1.700 Meter Höhe, dort wird es im Winter nachts empfindlich kühl. Im Norden und in Cabinda wächst tropischer Regenwald. Der dünn besiedelte Osten mit Luena und Menongue ist von Trockensavanne bedeckt.
Vom Kolonialgebiet zum unabhängigen Staat
Die Portugiesen errichteten ab 1483 Handelsposten an der Küste, 1576 gründeten sie Luanda, 1617 Benguela. Das Landesinnere wurde erst im 19. und frühen 20. Jahrhundert erobert, abgeschlossen war das Mitte der 1920er Jahre. 1961 begann der bewaffnete Kampf um die Unabhängigkeit. Nach der Nelkenrevolution in Portugal am 25. April 1974 leitete die neue Regierung in Lissabon die Entkolonisierung ein. Am 11. November 1975 rief die MPLA in Luanda die Unabhängigkeit aus, der Tag ist heute Nationalfeiertag.
Unmittelbar darauf begann ein Bürgerkrieg zwischen den Bewegungen MPLA, UNITA und FNLA, in den auch ausländische Staaten eingriffen. Er dauerte bis 2002 und endete mit dem Tod des UNITA-Anführers Jonas Savimbi am 22. Februar 2002. Seither ist die UNITA eine Oppositionspartei im Parlament. Regiert wird das Land seit der Unabhängigkeit von der MPLA, seit 2017 ist João Lourenço Präsident. Wirtschaftlich hängt Angola stark am Erdöl, mehr als die Hälfte stammt aus den Feldern vor Cabinda. Schon in der Kolonialzeit war die Förderung von Diamanten für Portugal von zentraler Bedeutung, Erdöl wurde dagegen erst ganz am Ende der Kolonialzeit in größerem Umfang gefördert.
Angola im Kreuzworträtsel
Angola beginnt und endet mit A und hat sechs Buchstaben, genauso viele wie die Hauptstadt LUANDA und die Währung KWANZA. Im Gitter fallen Leerzeichen und Akzente weg.
| Frage im Rätsel | Lösung | Buchstaben |
|---|---|---|
| Kfz-Kennzeichen Angolas | ANG | 3 |
| Staat im Südwesten Afrikas | ANGOLA | 6 |
| Hauptstadt Angolas | LUANDA | 6 |
| Währung Angolas | KWANZA | 6 |
| Fluss in Angola | CUANZA | 6 |
| Grenzfluss zwischen Angola und Namibia | KUNENE | 6 |
| Fluss aus Angola, der das Okavangodelta speist | OKAVANGO | 8 |
| Angolanischer Name des Okavango | CUBANGO | 7 |
| Exklave Angolas | CABINDA | 7 |
| Höchster Berg Angolas | MOCO | 4 |
| Hafenstadt in Angola | BENGUELA | 8 |
| Hafenstadt in Angola | LOBITO | 6 |
| Stadt im Hochland von Angola | HUAMBO | 6 |
| Früherer Name von Huambo | NOVALISBOA | 10 |
| Früherer Name von Lubango | SADABANDEIRA | 12 |
| Sprache in Angola | UMBUNDU | 7 |
| Titel der Könige von Ndongo | NGOLA | 5 |
Bei sechs Kästchen wird es eng: ANGOLA, LUANDA, KWANZA, CUANZA, KUNENE, LOBITO und HUAMBO sind gleich lang. KWANZA und CUANZA unterscheiden sich nur in den ersten beiden Buchstaben, denn der Fluss wird auch Kwanza geschrieben. Fragt das Rätsel nach dem höchsten Berg, passt MOCO in vier Felder, das Dach über dem O fällt im Gitter weg. Bei sieben Kästchen stehen CABINDA, CUBANGO und UMBUNDU zur Wahl.
Die größten Orte in Angola
| Ort | Provinz | Breite | Länge | Höhe | Einwohner |
|---|---|---|---|---|---|
| Luanda | Luanda | 8° 50′ 18″ S | 13° 14′ 04″ E | 76 m | 8.665.500 |
| Huambo | Huambo | 12° 46′ 00″ S | 15° 44′ 00″ E | 1.670 m | 836.300 |
| Lubango | Huíla | 14° 55′ 00″ S | 13° 30′ 00″ E | 1.753 m | 776.200 |
| Cabinda | Cabinda | 5° 33′ 00″ S | 12° 12′ 00″ E | 0 m | 585.200 |
| Benguela | Benguela | 12° 33′ 00″ S | 13° 25′ 00″ E | 0 m | 380.000 |
| Lobito | Benguela | 12° 22′ 12″ S | 13° 32′ 28″ E | 4 m | 207.900 |
| Moçâmedes | Namibe | 15° 11′ 43″ S | 12° 09′ 03″ E | 8 m | 162.000 |
| Porto Amboim | Cuanza Sul | 10° 43′ 06″ S | 13° 45′ 00″ E | 0 m | 137.000 |
| Malanje | Malanje | 9° 32′ 24″ S | 16° 20′ 24″ E | 1.135 m | 125.900 |
| Cuito | Bié | 12° 22′ 48″ S | 16° 56′ 24″ E | 1.702 m | 114.300 |
| Tombua | Namibe | 15° 48′ 00″ S | 11° 51′ 00″ E | 0 m | 90.000 |
| Capenda Camulemba | Lunda Norte | 9° 25′ 11″ S | 18° 25′ 48″ E | 988 m | 80.000 |
| Soio | Zaire | 6° 07′ 47″ S | 12° 22′ 12″ E | 2 m | 67.500 |
| M’banza Kongo | Zaire | 6° 16′ 00″ S | 14° 15′ 00″ E | 557 m | 60.200 |
| Uíge | Uíge | 7° 37′ 12″ S | 15° 03′ 00″ E | 816 m | 60.000 |
| Saurimo | Lunda Sul | 9° 39′ 35″ S | 20° 23′ 24″ E | 1.069 m | 41.300 |
| Lucapa | Lunda Norte | 8° 25′ 11″ S | 20° 44′ 24″ E | 941 m | 31.000 |
| Caxito | Bengo | 8° 38′ 48″ S | 13° 39′ 51″ E | 43 m | 28.200 |
| Sumbe | Cuanza Sul | 11° 12′ 19″ S | 13° 50′ 30″ E | 6 m | 26.000 |
| Luena | Moxico | 11° 47′ 24″ S | 19° 54′ 00″ E | 1.329 m | 21.100 |
| Nzeto | Zaire | 7° 13′ 47″ S | 12° 51′ 36″ E | 17 m | 21.100 |
| Ambriz | Bengo | 7° 51′ 18″ S | 13° 07′ 30″ E | 37 m | 17.000 |
| Menongue | Cubango | 14° 40′ 00″ S | 17° 42′ 00″ E | 1.379 m | 13.000 |
| Dundo | Lunda Norte | 7° 22′ 48″ S | 20° 49′ 48″ E | 723 m | 12.000 |
| Songo | Uíge | 7° 20′ 59″ S | 14° 51′ 00″ E | 697 m | 10.600 |
| Ondjiva | Cunene | 17° 04′ 00″ S | 15° 44′ 00″ E | 1.112 m | 10.200 |
| N’dalatando | Cuanza Norte | 9° 18′ 00″ S | 14° 55′ 00″ E | 782 m | 8.100 |
| Cubal | Benguela | 13° 02′ 23″ S | 14° 14′ 24″ E | 915 m | 4.800 |
| Dondo | Cuanza Norte | 9° 41′ 39″ S | 14° 25′ 22″ E | 22 m | 2.400 |
| Cacolo | Lunda Sul | 10° 08′ 59″ S | 19° 15′ 36″ E | 1.292 m | 1.000 |
| Calulo | Cuanza Sul | 9° 59′ 59″ S | 14° 54′ 00″ E | 978 m | 800 |
| Quipungo | Huíla | 14° 49′ 46″ S | 14° 33′ 00″ E | 1.287 m | 200 |
| Luiana | Cuando | 17° 22′ 10″ S | 23° 00′ 00″ E | 988 m | 200 |
| Cuito Cuanavale | Cuando | 15° 09′ 35″ S | 19° 10′ 12″ E | 1.233 m | 100 |
| Mucusso | Cuando | 18° 01′ 10″ S | 21° 25′ 48″ E | 1.053 m | 100 |
Provinzen mit den meisten Orten
Rekorde im Bestand
Bezogen auf die 35 hier erfassten Orte, nicht auf das gesamte Staatsgebiet.