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Afrika

Demokratische Republik Kongo

Demokratische Republik Kongo hat rund 112,8 Millionen Einwohner auf 2.344.858 Quadratkilometern. Hauptstadt ist Kinshasa. Erfasst sind 68 Orte mit Koordinaten, verteilt auf 26 Regionen.

Der geografische Mittelpunkt der Demokratischen Republik Kongo liegt bei 2° 51′ 02″ S und 23° 38′ 25″ E, in Dezimalgrad -2,8505 und 23,6403. Der nächstgelegene erfasste Ort ist Lodja, 75,2 Kilometer entfernt. Berechnet als Flächenschwerpunkt des Staatsgebiets. Amtlich benannte Mittelpunkte weichen je nach Rechenweise ab, bei kompakten Ländern um wenige Kilometer, bei sehr großen und zerklüfteten um mehr.

Selbst berechnet als Flächenschwerpunkt aus den Landesgrenzen. Amtliche Punkte weichen je nach Rechenweise ab.

Die Demokratische Republik Kongo liegt in Zentralafrika, mitten im Becken des Kongo-Stroms, und wird vom Äquator durchzogen. Sie grenzt an neun Staaten: im Norden an die Zentralafrikanische Republik und den Südsudan, im Osten an Uganda, Ruanda, Burundi und über den Tanganjikasee an Tansania, im Süden an Sambia und Angola und im Westen an die Republik Kongo. Zum Atlantik hat das Land nur einen schmalen Zugang an der Mündung des Kongo. Die Hauptstadt Kinshasa liegt am Südufer des Stroms, direkt gegenüber von Brazzaville.

Die DR Kongo in Zahlen

Gezählt wurde die Bevölkerung bisher ein einziges Mal, bei der Volkszählung von 1984. Sie ergab rund 30,6 Millionen Einwohner. Eine neue Zählung war alle zehn Jahre vorgesehen, kam aber wegen der Unruhen und Kriege nie zustande. Alle neueren Zahlen sind deshalb Schätzungen. Das nationale Statistikinstitut INS rechnete für 2019 mit rund 98,4 Millionen Menschen, die Weltbank schätzt die Bevölkerung für 2025 auf 112.832.473. Damit hat sich die Zahl seit 1984 mehr als verdreifacht. Fast die Hälfte der Menschen ist jünger als 15 Jahre, im Mittel bekommt eine Frau rund sechs Kinder.

Die Fläche beträgt 2.344.858 Quadratkilometer, das ist nach Algerien die zweitgrößte Fläche Afrikas und gut das 6,5-Fache von Deutschland. Nach dem Umriss von Natural Earth reicht das Land von 13,5 Grad Süd bis 5,3 Grad Nord und von 12,2 bis 31,3 Grad Ost. Der Äquator läuft mitten hindurch, Mbandaka liegt nur wenige Kilometer nördlich von ihm. Die Grad-Archive mit kongolesischen Orten reichen vom 4. Grad Nord mit Gbadolite über den 0. Grad Nord und den 0. Grad Süd bis zum 12. Grad Süd mit Lubumbashi. Bei den Längengraden laufen sie vom 12. mit Moanda an der Küste bis zum 30. Grad Ost mit Bunia.

Der höchste Punkt ist die Margherita-Spitze des Mount Stanley im Ruwenzori-Gebirge an der Grenze zu Uganda, 5.109 Meter hoch. Die Küste nördlich der Kongomündung ist nur rund 40 Kilometer lang. Amtssprache ist Französisch, daneben haben Lingala, Kikongo ya leta, Tschiluba und Swahili den Rang von Nationalsprachen. Insgesamt werden im Land über 200 Sprachen gesprochen. Bezahlt wird mit dem Kongo-Franc. Unabhängig von Belgien ist das Land seit dem 30. Juni 1960.

Welcher Kongo ist gemeint?

Kurzantwort. Es gibt zwei Staaten dieses Namens, und sie liegen direkt nebeneinander. Die Demokratische Republik Kongo mit der Hauptstadt Kinshasa ist die große, die Republik Kongo mit der Hauptstadt Brazzaville die kleine am Nordufer des Stroms. Zur Unterscheidung sagt man oft Kongo-Kinshasa und Kongo-Brazzaville. Die DR Kongo ist fast siebenmal so groß wie ihr Nachbar. Zwischen beiden Hauptstädten liegt nur der Fluss, der an dieser Stelle zum Pool Malebo verbreitert ist.

Wie hieß die DR Kongo früher?

Kurzantwort. Am bekanntesten ist Zaire. Diesen Namen trug das Land vom 27. Oktober 1971 bis zum Mai 1997, eingeführt hat ihn Präsident Mobutu Sese Seko. Davor hieß es ab 1885 Kongo-Freistaat, damals Privatbesitz des belgischen Königs Leopold II., ab 1908 Belgisch-Kongo und nach der Unabhängigkeit 1960 zunächst Republik Kongo. Den Namen Demokratische Republik Kongo bekam es erstmals 1964, um sich vom gleichnamigen Nachbarn zu unterscheiden. Nach dem Sturz Mobutus 1997 kehrte das Land zu diesem Namen zurück. Mit dem Staatsnamen wechselten auch viele Städte: Kinshasa hieß Léopoldville, Kisangani Stanleyville und Lubumbashi Élisabethville.

Die 26 Provinzen

Seit 2015 ist das Land in 25 Provinzen und die Hauptstadt Kinshasa gegliedert, die den Rang einer eigenen Provinz hat. Vorgesehen war diese Gliederung schon in der Verfassung von 2005, umgesetzt wurde sie nach mehreren Verschiebungen Mitte 2015. Davor gab es zehn Provinzen und die Hauptstadt. Die alten Großprovinzen Katanga, Orientale, Équateur, Bandundu und die beiden Kasaï wurden dabei in zwei bis fünf Teile zerlegt, Bas-Congo heißt seitdem Kongo Central. Nord-Kivu, Sud-Kivu und Maniema blieben unverändert.

ProvinzHauptstadtbis 2015 Teil von
KinshasaKinshasaunverändert
Kongo CentralMatadiBas-Congo
KwangoKengeBandundu
KwiluBandunduBandundu
Mai-NdombeInongoBandundu
KasaïLueboKasaï-Occidental
Kasaï-CentralKanangaKasaï-Occidental
Kasaï-OrientalMbuji-MayiKasaï-Oriental
LomamiKabindaKasaï-Oriental
SankuruLusamboKasaï-Oriental
ManiemaKinduunverändert
Sud-KivuBukavuunverändert
Nord-KivuGomaunverändert
IturiBuniaOrientale
Haut-UeleIsiroOrientale
TshopoKisanganiOrientale
Bas-UeleButaOrientale
Nord-UbangiGbadoliteÉquateur
MongalaLisalaÉquateur
Sud-UbangiGemenaÉquateur
ÉquateurMbandakaÉquateur
TshuapaBoendeÉquateur
TanganyikaKalemieKatanga
Haut-LomamiKaminaKatanga
LualabaKolweziKatanga
Haut-KatangaLubumbashiKatanga

Flächengrößte Provinz ist Tshopo um Kisangani mit fast 200.000 Quadratkilometern, mehr als halb so groß wie Deutschland. Am kleinsten sind Kasaï-Oriental um Mbuji-Mayi und die Stadtprovinz Kinshasa mit jeweils knapp 10.000 Quadratkilometern. Nicht immer ist die Hauptstadt auch die größte Stadt ihrer Provinz: In Kasaï liegt Tshikapa, das zu den Millionenstädten des Landes gezählt wird, weit vor der kleinen Hauptstadt Luebo. Unterhalb der Provinzen gliedert sich das Land in Territorien und Städte, darunter in Gemeinden, Sektoren und Häuptlingstümer.

Strom, Regenwald und Grabenseen

Der Kongo ist mit 4.374 Kilometern nach dem Nil der zweitlängste Fluss Afrikas und mit gut 39.000 Kubikmetern pro Sekunde der wasserreichste des Kontinents, weltweit liegt er nur hinter dem Amazonas. Er entspringt im Süden des Landes, fließt als Lualaba zunächst nach Norden, an Kongolo und Kindu vorbei bis zu den Boyoma-Fällen bei Kisangani. Danach wendet er sich in einem weiten Bogen nach Westen und Südwesten, vorbei an Yangambi und Mbandaka. Ab der Mündung des Ubangi bildet er die Grenze zur Republik Kongo, hinter Kinshasa stürzt er in Stromschnellen zur Küste hinab. Der größte Nebenfluss ist der Kasai, der aus Angola kommt.

Rund 60 Prozent des Landes nimmt das Kongobecken mit seinem tropischen Regenwald ein. Ringsum steigt das Land zu Bergzügen an. Im Süden liegt das Bergland von Katanga mit großen Lagerstätten von Kupfer und Kobalt rund um Lubumbashi, die sich jenseits der Grenze im Kupfergürtel Sambias fortsetzen. Im Osten folgt der Zentralafrikanische Graben mit einer Kette von Seen, die zugleich die Grenze bildet: von Norden nach Süden Albertsee, Eduardsee, Kivusee und Tanganjikasee. Am Nordufer des Kivusees liegt Goma, nur 14 Kilometer nördlich der Stadt erhebt sich der aktive Vulkan Nyiragongo. Der Nationalpark Virunga gilt als ältester Nationalpark Afrikas.

Im Osten, vor allem in den Provinzen Nord-Kivu, Sud-Kivu und Ituri, wird seit dem Ende des Zweiten Kongokriegs 2003 immer wieder gekämpft. Dort sind zahlreiche bewaffnete Gruppen aktiv. Seit 2022 kämpft wieder die Rebellengruppe M23 gegen die Regierungstruppen, Ende Januar 2025 nahm sie Goma ein. Der Konflikt belastet auch das Verhältnis zu Ruanda. Im ganzen Land gab es 2022 über sechs Millionen Binnenvertriebene.

Die DR Kongo im Kreuzworträtsel

Im Gitter fallen Bindestriche und Akzente weg, aus Mbuji-Mayi wird MBUJIMAYI mit neun Feldern.

Frage im RätselLösungBuchstaben
Kfz-Kennzeichen der DR KongoCGO3
Staat in ZentralafrikaKONGO5
Früherer Name der DR KongoZAIRE5
Hauptstadt der DR KongoKINSHASA8
Früherer Name von KinshasaLEOPOLDVILLE12
Hauptstadt des Nachbarstaats KongoBRAZZAVILLE11
Strom in ZentralafrikaKONGO5
Oberlauf des KongoLUALABA7
Nebenfluss des Kongo aus AngolaKASAI5
Nebenfluss des Kongo im NordenUBANGI6
Währung der DR KongoFRANC5
Verkehrssprache in KinshasaLINGALA7
Gebirge an der Grenze zu UgandaRUWENZORI9
Vulkan bei GomaNYIRAGONGO10
See an der Grenze zu RuandaKIVUSEE7
Zweitgrößte Stadt der DR KongoLUBUMBASHI10
Waldgiraffe aus dem KongobeckenOKAPI5

Fünf Kästchen sind beim Kongo die häufigste Länge: KONGO, ZAIRE, KASAI, FRANC und OKAPI passen alle hinein, hier entscheidet nur die Kreuzung. Bei sieben Feldern konkurrieren LUALABA, LINGALA und KIVUSEE, bei zehn LUBUMBASHI und NYIRAGONGO. Fragt das Rätsel nach dem früheren Namen, ist ZAIRE fast immer richtig, die ältere Kolonialbezeichnung BELGISCHKONGO braucht dreizehn Felder.

Die größten Orte in der Demokratischen Republik Kongo

Die 40 größten von 68 Orten
OrtProvinzBreiteLängeHöheEinwohner
Kinshasa Kinshasa 4° 19′ 54″ S 15° 18′ 50″ E 283 m 14.565.700
Lubumbashi Haut-Katanga 11° 40′ 11″ S 27° 27′ 29″ E 1.214 m 2.190.000
Kananga Kasaï-Central 5° 53′ 49″ S 22° 26′ 56″ E 640 m 1.971.700
Kisangani Tshopo 0° 30′ 55″ N 25° 11′ 28″ E 398 m 1.366.000
Mbuji-Mayi Kasaï-Oriental 6° 07′ 15″ S 23° 35′ 48″ E 633 m 1.295.000
Goma Nord-Kivu 1° 41′ 24″ S 29° 13′ 12″ E 1.461 m 707.000
Kikwit Kwilu 5° 02′ 00″ S 18° 49′ 00″ E 444 m 637.700
Bukavu Sud-Kivu 2° 30′ 00″ S 28° 52′ 00″ E 1.525 m 436.800
Likasi Haut-Katanga 10° 59′ 00″ S 26° 44′ 00″ E 1.293 m 422.500
Kolwezi Lualaba 10° 43′ 00″ S 25° 28′ 00″ E 1.496 m 418.000
Beni Nord-Kivu 0° 30′ 00″ N 29° 28′ 00″ E 1.143 m 332.900
Matadi Kongo Central 5° 49′ 00″ S 13° 29′ 00″ E 148 m 306.100
Mbandaka Équateur 0° 02′ 55″ N 18° 15′ 37″ E 313 m 275.000
Tshikapa Kasaï 6° 25′ 00″ S 20° 48′ 00″ E 480 m 267.500
Kindu Maniema 2° 57′ 00″ S 25° 55′ 00″ E 468 m 262.900
Butembo Nord-Kivu 0° 07′ 30″ N 29° 17′ 56″ E 1.726 m 217.600
Kalemie Tanganyika 5° 54′ 53″ S 29° 11′ 38″ E 767 m 206.300
Gemena Sud-Ubangi 3° 15′ 00″ N 19° 46′ 00″ E 393 m 198.100
Mbanza-Ngungu Kongo Central 5° 14′ 59″ S 14° 51′ 36″ E 728 m 197.500
Mwene-Ditu Lomami 7° 00′ 00″ S 23° 27′ 00″ E 932 m 189.200
Boma Kongo Central 5° 51′ 00″ S 13° 03′ 00″ E 32 m 178.600
Uvira Sud-Kivu 3° 24′ 16″ S 29° 08′ 16″ E 808 m 170.400
Isiro Haut-Uele 2° 47′ 00″ N 27° 37′ 00″ E 750 m 157.200
Gandajika Lomami 6° 45′ 00″ S 23° 58′ 00″ E 782 m 154.400
Moanda Kongo Central 5° 55′ 22″ S 12° 21′ 18″ E 26 m 153.900
Wamba Haut-Uele 2° 08′ 25″ N 27° 59′ 24″ E 778 m 146.900
Kamina Haut-Lomami 8° 43′ 48″ S 25° 00′ 36″ E 1.126 m 128.800
Bandundu Kwilu 3° 18′ 36″ S 17° 22′ 48″ E 321 m 118.200
Kipushi Haut-Katanga 11° 45′ 36″ S 27° 15′ 00″ E 1.350 m 113.300
Ilebo Kasaï 4° 19′ 00″ S 20° 36′ 00″ E 421 m 107.100
Bumba Mongala 2° 11′ 24″ N 22° 27′ 36″ E 363 m 103.300
Bunia Ituri 1° 33′ 37″ N 30° 14′ 24″ E 1.236 m 96.800
Lisala Mongala 2° 08′ 24″ N 21° 30′ 36″ E 341 m 79.200
Lodja Sankuru 3° 29′ 24″ S 23° 25′ 12″ E 431 m 68.200
Binga Mongala 2° 23′ 00″ N 20° 25′ 12″ E 408 m 64.600
Kasongo Maniema 4° 27′ 00″ S 26° 39′ 36″ E 648 m 63.000
Idiofa Kwilu 4° 57′ 35″ S 19° 35′ 55″ E 668 m 61.100
Kabinda Lomami 6° 07′ 47″ S 24° 28′ 48″ E 798 m 59.000
Aketi Bas-Uele 2° 44′ 26″ N 23° 46′ 48″ E 383 m 58.600
Basankusu Équateur 1° 13′ 20″ N 19° 48′ 10″ E 334 m 52.200

Rekorde im Bestand

Bezogen auf die 68 hier erfassten Orte, nicht auf das gesamte Staatsgebiet.