Südamerika
Ecuador
Ecuador hat rund 16,9 Millionen Einwohner auf 257.204 Quadratkilometern. Hauptstadt ist Quito. Erfasst sind 49 Orte mit Koordinaten, verteilt auf 24 Provinzen.
Der geografische Mittelpunkt von Ecuador liegt bei 1° 26′ 51″ S und 78° 23′ 43″ W, in Dezimalgrad -1,4475 und -78,3952. Der nächstgelegene erfasste Ort ist Banos, 6,6 Kilometer entfernt. Berechnet als Flächenschwerpunkt des Staatsgebiets. Amtlich benannte Mittelpunkte weichen je nach Rechenweise ab, bei kompakten Ländern um wenige Kilometer, bei sehr großen und zerklüfteten um mehr.
Selbst berechnet als Flächenschwerpunkt aus den Landesgrenzen. Amtliche Punkte weichen je nach Rechenweise ab.
Ecuador liegt im Nordwesten Südamerikas am Pazifik, zwischen Kolumbien im Norden und Peru im Osten und Süden. Mehr Nachbarn hat das Land nicht, mit Brasilien ist es neben Chile das einzige Land Südamerikas ohne gemeinsame Grenze. Der Name kommt vom Äquator, spanisch ecuador, der durch den Norden des Landes läuft, gut 20 Kilometer nördlich der Hauptstadt. Im Deutschen ist auch die Schreibweise Ekuador zulässig. Rund 1.000 Kilometer vor der Küste gehören die Galápagos-Inseln im Pazifik ebenfalls zu Ecuador.
Ecuador in Zahlen
Die letzte Volkszählung, der Censo 2022 des Statistikamts INEC, begann am 7. November 2022 und lief bis kurz vor Weihnachten. Sie ergab 16.938.986 Einwohner. Geplant war sie eigentlich für November 2020, wegen der Pandemie wurde sie verschoben. Erstmals zählte Ecuador dabei nach dem Wohnort, an dem die Menschen den größten Teil der Woche verbringen. Das Ergebnis lag deutlich unter den älteren Fortschreibungen, die für 2020 schon mit rund 17,6 Millionen gerechnet hatten. Größte Provinz nach Einwohnern ist Guayas mit 4.391.923, am kleinsten ist die Inselprovinz Galápagos mit 28.583. Die Fläche wird je nach Quelle unterschiedlich angegeben, die deutsche Wikipedia nennt 256.370 Quadratkilometer, die Summe der Provinzflächen liegt mit gut 283.000 höher. Bezahlt wird seit 2000 mit dem US-Dollar, vorher war der Sucre die Landeswährung.
Höchster Berg ist der Chimborazo mit 6.263 Metern, ein Vulkan in der Westkordillere der Anden bei Riobamba. Zweithöchster ist der Cotopaxi mit 5.897 Metern, einer der höchsten aktiven Vulkane der Erde. Das Festland liegt in den Grad-Archiven zwischen dem 1. Breitengrad Nord mit Esmeraldas und Tulcán an der Grenze zu Kolumbien und dem 4. Breitengrad Süd mit Loja, Zamora und Piñas. Quito steht beim Breitengrad 0° Süd, nördlich des Äquators liegen beim Breitengrad 0° Nord unter anderem Ibarra, Otavalo und Nueva Loja. Bei den Längengraden reicht das Festland vom 77. Grad West mit Nueva Loja bis zum 81. mit Manta und Salinas an der Küste. Die Galápagos-Inseln stehen weit draußen beim 90. und 91. Längengrad West.
Quito oder Guayaquil?
Kurzantwort. Hauptstadt ist Quito, die größte Stadt ist Guayaquil. Beim Censo 2022 hatte die Stadt Guayaquil 2.650.288 Einwohner, die Stadt Quito 1.763.275. Rechnet man den ganzen Distrito Metropolitano von Quito mit seinen ländlichen Gemeinden, sind es 2.679.722 und damit etwas weniger als der Kanton Guayaquil mit 2.746.403. Quito liegt auf rund 2.850 Metern in einem Andental und ist die höchstgelegene amtliche Hauptstadt der Welt, vor Sucre in Bolivien. Guayaquil ist die Hafenstadt im heißen Tiefland am Río Guayas, über sie laufen Bananen, Kakao und Garnelen in die Welt. Die beiden Städte stehen seit der Unabhängigkeit für die zwei Seiten des Landes, Küste und Hochland.
Ist der Chimborazo höher als der Mount Everest?
Kurzantwort. Über dem Meeresspiegel nicht, vom Erdmittelpunkt aus gemessen schon. Weil die Erde am Äquator dicker ist als an den Polen, ist der Gipfel des Chimborazo der Punkt der Erdoberfläche, der vom Erdmittelpunkt am weitesten entfernt liegt. Über dem Meer misst er 6.263 Meter, der Everest fast 2.600 Meter mehr. In der Überlieferung der Puruhá ist er ein heiliger Berg, Taita Chimborazo, auf Kichwa Vater Chimborazo. Alexander von Humboldt versuchte am 23. Juni 1802 den Aufstieg und kam bis auf rund 5.600 Meter, erstmals auf dem Gipfel standen 1880 Edward Whymper sowie Jean-Antoine und Louis Carrel.
Gehören die Galápagos-Inseln zu Ecuador?
Kurzantwort. Ja, seit dem 12. Februar 1832. An diesem Tag nahm General José de Villamil die Inseln für Ecuador in Besitz. Sie liegen am Äquator rund 1.000 Kilometer vor der Küste und bilden die Provinz Galápagos. Hauptstadt ist Puerto Baquerizo Moreno auf San Cristóbal, größter Ort ist aber Puerto Ayora auf Santa Cruz, wo auch die Nationalparkverwaltung sitzt. Drittgrößter Ort ist Puerto Villamil. Nur fünf Inseln sind besiedelt, Santa Cruz, San Cristóbal, Isabela, Floreana und Baltra, wobei auf Baltra nur ein Militärstützpunkt liegt. 1835 besuchte Charles Darwin die Inseln. Der Name kommt vom spanischen galápago und spielt auf den Panzer der Riesenschildkröten an, der bei einigen Arten im Nacken wie ein Sattel aufgewölbt ist. Im Januar 2022 wurde das Meeresschutzgebiet um die Inseln auf 198.000 Quadratkilometer erweitert.
Die 24 Provinzen
Ecuador gliedert sich in 24 Provinzen, darunter in Kantone und Gemeinden, die Parroquias. Die ältesten Provinzen wie Pichincha, Guayas, Azuay und Manabí bestehen seit 1824, die jüngsten sind Santa Elena und Santo Domingo de los Tsáchilas von 2007. Die Hauptstadt ist nicht immer die größte Stadt der Provinz: In Manabí ist Manta größer als Portoviejo, in Los Ríos Quevedo größer als Babahoyo. Die Einwohnerzahlen stammen aus dem Censo 2022.
| Provinz | Hauptstadt | Einwohner 2022 |
|---|---|---|
| Azuay | Cuenca | 801.609 |
| Bolívar | Guaranda | 199.078 |
| Cañar | Azogues | 227.578 |
| Carchi | Tulcán | 172.828 |
| Chimborazo | Riobamba | 471.933 |
| Cotopaxi | Latacunga | 470.210 |
| El Oro | Machala | 714.592 |
| Esmeraldas | Esmeraldas | 553.900 |
| Galápagos | Puerto Baquerizo Moreno | 28.583 |
| Guayas | Guayaquil | 4.391.923 |
| Imbabura | Ibarra | 469.879 |
| Loja | Loja | 485.421 |
| Los Ríos | Babahoyo | 898.652 |
| Manabí | Portoviejo | 1.592.840 |
| Morona Santiago | Macas | 192.508 |
| Napo | Tena | 131.675 |
| Orellana | Puerto Francisco de Orellana | 182.166 |
| Pastaza | Puyo | 111.915 |
| Pichincha | Quito | 3.089.473 |
| Santa Elena | Santa Elena | 385.735 |
| Santo Domingo de los Tsáchilas | Santo Domingo | 492.969 |
| Sucumbíos | Nueva Loja | 199.014 |
| Tungurahua | Ambato | 563.532 |
| Zamora Chinchipe | Zamora | 110.973 |
Zu Pichincha gehören neben Quito auch Sangolquí und Puerto Quito, das trotz seines Namens nicht am Meer liegt, sondern im feuchten Tiefland am Westhang der Anden. In Guayas liegen außer Guayaquil Milagro, Daule und Naranjito, in El Oro Pasaje, in Tungurahua Pelileo und Baños. In der Provinz Cotopaxi gehören Salcedo und La Maná dazu, in Los Ríos Valencia, in Santo Domingo La Concordia, in Esmeraldas Rosa Zárate, in Chimborazo Alausí und in Morona Santiago Yaupi.
Costa, Sierra, Oriente
Das Festland teilt sich in drei Großlandschaften, dazu kommen die Inseln. Im Westen liegt die Costa, eine Küstenebene aus Schwemmland mit einem niedrigen Küstengebirge, geprägt vom Río Guayas. Er entsteht bei Guayaquil aus dem Río Daule und dem Río Babahoyo und mündet in den Golf von Guayaquil. In der Küstenprovinz Manabí liegen Manta, Bahía de Caráquez, Pedernales, Chone und die Provinzhauptstadt Portoviejo, in Los Ríos Babahoyo und Quevedo, in El Oro die Provinzhauptstadt Machala.
In der Mitte ziehen die Anden als Sierra durch das Land: zwei vulkanreiche Gebirgsketten, die West- und die Ostkordillere, mit einem Hochtal dazwischen. Hier liegen Quito, Latacunga in der Provinz Cotopaxi, Ambato, Riobamba und weiter südlich Cuenca, die drittgrößte Stadt des Landes. Ihre Altstadt ist seit 1999 Welterbe der UNESCO, die von Quito seit 1978, sie gehörte zu den allerersten Stätten auf der Liste. Rund um Cuenca werden die Hüte aus Toquilla-Stroh geflochten, die die Welt als Panamahut kennt. Nach der Höhe unterscheidet man in Ecuador Tierra Caliente bis 1.000 Meter, Tierra Templada bis 2.000, Tierra Fría bis 3.000, Tierra Helada bis 4.800 und darüber die Tierra Nevada.
Im Osten beginnt an den Hängen der Anden der Oriente, das Tiefland des Amazonasbeckens. Er ist fast 100.000 Quadratkilometer groß, aber nur dünn besiedelt, größere Orte sind Puyo, Tena, Macas und Puerto Francisco de Orellana. Alle Flüsse dort fließen zum Amazonas, der längste ist der Napo mit 850 Kilometern, dazu kommen Pastaza, Coca, Aguarico und der Putumayo an der Grenze zu Kolumbien. Nach dem Krieg mit Peru 1941 und 1942 musste Ecuador ein rund 200.000 Quadratkilometer großes Gebiet im Amazonas abtreten, etwa 40 Prozent der damaligen Fläche, und verlor damit den Zugang zum Amazonas selbst. Das Gebiet hatte allerdings vorher nie unter wirksamer staatlicher Verwaltung gestanden.
Ecuador im Kreuzworträtsel
Im Gitter fallen Akzente auf den Grundbuchstaben, aus Galápagos wird GALAPAGOS mit neun Feldern. Für das Land selbst passen beide Schreibweisen, ECUADOR und EKUADOR, in sieben Felder.
| Frage im Rätsel | Lösung | Buchstaben |
|---|---|---|
| Staat in Südamerika | ECUADOR, EKUADOR | 7 |
| Kfz-Kennzeichen Ecuadors | EC | 2 |
| Hauptstadt Ecuadors | QUITO | 5 |
| Größte Stadt Ecuadors | GUAYAQUIL | 9 |
| Stadt im Hochland von Ecuador | CUENCA | 6 |
| Währung Ecuadors | DOLLAR | 6 |
| Frühere Währung Ecuadors | SUCRE | 5 |
| Höchster Berg Ecuadors | CHIMBORAZO | 10 |
| Vulkan in Ecuador | COTOPAXI | 8 |
| Gebirge in Ecuador | ANDEN | 5 |
| Inselgruppe Ecuadors | GALAPAGOS | 9 |
| Forscher auf den Galápagos-Inseln | DARWIN | 6 |
| Strom bei Guayaquil | GUAYAS | 6 |
| Fluss im Osten Ecuadors | NAPO | 4 |
| Sprache der Anden | KICHWA | 6 |
| Strohhut aus Ecuador | PANAMAHUT | 9 |
| Nachbarland Ecuadors | PERU | 4 |
| Nachbarland Ecuadors | KOLUMBIEN | 9 |
Bei fünf Kästchen konkurrieren QUITO, SUCRE und ANDEN, bei sechs CUENCA, DOLLAR, DARWIN, GUAYAS und KICHWA. Neun Felder haben GUAYAQUIL, GALAPAGOS, PANAMAHUT und KOLUMBIEN, hier entscheidet ein Kreuzungsbuchstabe. Vier Felder teilen sich der Fluss NAPO und das Nachbarland PERU. Fragt das Rätsel nach dem Berg, der vom Erdmittelpunkt am weitesten entfernt ist, passt CHIMBORAZO in zehn Felder.
Die größten Orte in Ecuador
| Ort | Provinz | Breite | Länge | Höhe | Einwohner |
|---|---|---|---|---|---|
| Guayaquil | Guayas | 2° 11′ 00″ S | 79° 53′ 00″ W | 15 m | 2.650.300 |
| Quito | Pichincha | 0° 13′ 07″ S | 78° 30′ 35″ W | 2.809 m | 1.763.300 |
| Cuenca | Azuay | 2° 53′ 51″ S | 79° 00′ 16″ W | 2.547 m | 361.500 |
| Santo Domingo de los Colorados | Santo Domingo de los Tsáchilas | 0° 15′ 15″ S | 79° 10′ 19″ W | 560 m | 270.900 |
| Machala | El Oro | 3° 16′ 00″ S | 79° 58′ 00″ W | 3 m | 231.300 |
| Manta | Manabí | 0° 57′ 00″ S | 80° 42′ 58″ W | 2 m | 217.600 |
| Portoviejo | Manabí | 1° 03′ 16″ S | 80° 27′ 16″ W | 44 m | 206.700 |
| Loja | Loja | 3° 59′ 26″ S | 79° 12′ 18″ W | 2.059 m | 170.300 |
| Ambato | Tungurahua | 1° 14′ 30″ S | 78° 37′ 11″ W | 2.599 m | 165.200 |
| Esmeraldas | Esmeraldas | 0° 57′ 00″ N | 79° 40′ 00″ W | 195 m | 154.000 |
| Quevedo | Los Ríos | 1° 02′ 00″ S | 79° 27′ 00″ W | 49 m | 150.800 |
| Riobamba | Chimborazo | 1° 40′ 27″ S | 78° 38′ 54″ W | 2.754 m | 146.300 |
| Milagro | Guayas | 2° 08′ 05″ S | 79° 35′ 14″ W | 10 m | 133.500 |
| Ibarra | Imbabura | 0° 21′ 46″ N | 78° 07′ 48″ W | 2.226 m | 131.900 |
| Babahoyo | Los Ríos | 1° 49′ 00″ S | 79° 31′ 00″ W | 6 m | 90.200 |
| Sangolquí | Pichincha | 0° 20′ 04″ S | 78° 26′ 51″ W | 2.511 m | 75.100 |
| Pelileo | Tungurahua | 1° 19′ 50″ S | 78° 32′ 34″ W | 2.595 m | 66.800 |
| Daule | Guayas | 1° 52′ 00″ S | 79° 59′ 00″ W | 9 m | 65.100 |
| Latacunga | Cotopaxi | 0° 56′ 00″ S | 78° 37′ 00″ W | 2.773 m | 63.800 |
| Tulcán | Carchi | 0° 48′ 42″ N | 77° 43′ 07″ W | 2.961 m | 53.600 |
| Chone | Manabí | 0° 41′ 00″ S | 80° 06′ 00″ W | 26 m | 52.800 |
| Pasaje | El Oro | 3° 19′ 37″ S | 79° 48′ 18″ W | 31 m | 52.700 |
| Nueva Loja | Sucumbíos | 0° 05′ 04″ N | 76° 53′ 28″ W | 303 m | 48.600 |
| Puerto Francisco de Orellana | Orellana | 0° 27′ 45″ S | 76° 59′ 03″ W | 259 m | 40.700 |
| Santa Elena | Santa Elena | 2° 13′ 36″ S | 80° 51′ 30″ W | 48 m | 39.700 |
| Otavalo | Imbabura | 0° 14′ 00″ N | 78° 16′ 00″ W | 2.536 m | 39.400 |
| Salinas | Guayas | 2° 12′ 30″ S | 80° 58′ 05″ W | 6 m | 34.700 |
| Azogues | Cañar | 2° 44′ 00″ S | 78° 50′ 00″ W | 2.700 m | 33.800 |
| La Concordia | Santo Domingo de los Tsáchilas | 0° 00′ 25″ N | 79° 23′ 45″ W | 216 m | 29.000 |
| Rosa Zárate | Esmeraldas | 0° 19′ 38″ N | 79° 28′ 08″ W | 73 m | 28.900 |
| Naranjito | Guayas | 2° 10′ 00″ S | 79° 27′ 55″ W | 30 m | 28.500 |
| Puerto Quito | Pichincha | 0° 07′ 38″ N | 79° 15′ 11″ W | 195 m | 25.100 |
| Puyo | Pastaza | 1° 28′ 59″ S | 77° 59′ 13″ W | 987 m | 24.900 |
| Guaranda | Bolívar | 1° 36′ 20″ S | 79° 00′ 11″ W | 2.562 m | 23.900 |
| La Maná | Cotopaxi | 0° 56′ 30″ S | 79° 14′ 05″ W | 196 m | 23.800 |
| Tena | Napo | 0° 59′ 20″ S | 77° 48′ 57″ W | 514 m | 23.300 |
| Pedernales | Manabí | 0° 04′ 19″ N | 80° 03′ 03″ W | 31 m | 21.900 |
| Bahía de Caráquez | Manabí | 0° 36′ 00″ S | 80° 25′ 30″ W | 8 m | 20.900 |
| Macas | Morona Santiago | 2° 18′ 00″ S | 78° 07′ 00″ W | 1.034 m | 19.000 |
| Valencia | Los Ríos | 0° 57′ 09″ S | 79° 21′ 11″ W | 103 m | 17.000 |
Provinzen mit den meisten Orten
Rekorde im Bestand
Bezogen auf die 49 hier erfassten Orte, nicht auf das gesamte Staatsgebiet.