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Chartres

48° 27′ 22″ N  1° 29′ 02″ E

Chartres liegt in der Region Centre-Val de Loire in Frankreich auf dem 48. Breitengrad, rund 5.388 Kilometer nördlich des Äquators und 109 Kilometer östlich des Nullmeridians. In der Stadt leben etwa 38.300 Einwohner.

Chartres liegt rund 90 Kilometer südwestlich von Paris am Fluss Eure, am Rand der weiten Getreideebene der Beauce. Die Stadt ist Präfektur des Départements Eure-et-Loir in der Region Centre-Val de Loire. Weltbekannt ist sie für ihre gotische Kathedrale, die seit 1979 zum UNESCO-Welterbe gehört und schon von weitem über der flachen Landschaft zu sehen ist.

Chartres in Zahlen

In der Gemeinde Chartres lebten Anfang 2023 nach der Zählung der Statistikbehörde INSEE 38.324 Menschen. Damit ist sie die größte Gemeinde im Eure-et-Loir und die sechstgrößte der Region nach Tours, Orléans, Bourges, Blois und Châteauroux. Die Fläche beträgt 16,85 Quadratkilometer, die Höhe reicht von 121 bis 161 Metern. Die zusammenhängend bebaute Unité urbaine zählt 88.862 Einwohner.

Ein festes Ortskennzeichen gibt es in Frankreich seit 2009 nicht mehr. Wer freiwillig eine Nummer ins Schild setzt, wählt in Chartres die 28 für das Eure-et-Loir.

Was ist das Besondere an der Kathedrale von Chartres?

Sie ist fast vollständig im Zustand des 13. Jahrhunderts erhalten. Der gotische Neubau begann kurz nach 1194, das Mittelschiff war 1220 fertig, geweiht wurde die Kirche 1260. Anders als an vielen anderen Kathedralen überstanden Figurenschmuck und Glasfenster Hugenottenkriege und Revolution, von den 176 Fenstern ist nahezu jedes erhalten. Die Kirche ist über 130 Meter lang, das Mittelschiff mit 16,40 Metern das breiteste Frankreichs. Der Nordturm erreicht 115 Meter. Im Boden liegt ein Labyrinth von etwa 12,5 Metern Durchmesser aus der Zeit um 1200, das größte in einer französischen Kirche. Rodin nannte den Bau die „Akropolis Frankreichs“.

Eure und Beauce

Der Kern der Stadt steht auf einem felsigen Vorsprung der Beauce-Hochfläche, um den die Eure einen Bogen schlägt. Die Unterstadt erstreckt sich auf einer Landzunge zwischen zwei Armen des Flusses, der weiter nördlich in die Seine mündet. Dazu kommen die Bäche Petit Bouillon und Rigeard. Ringsum liegt die Beauce, eine flache Ackerlandschaft mit viel Getreidebau. Chartres war lange ihr Marktort für Getreide, Vieh und Wolle.

Von den Karnuten bis zur Befreiung

Der Name geht auf die Karnuten zurück, ein gallisches Volk, dessen Hauptort die Stadt unter dem Namen Autricum war. Caesar berichtet, dass sich in ihrem Gebiet jedes Jahr die Druiden ganz Galliens versammelten. Bischofssitz ist Chartres seit dem 4. Jahrhundert, im Mittelalter machte Bischof Fulbert die Domschule zu einem Zentrum der Gelehrsamkeit. 1594 ließ sich Heinrich IV. in der Kathedrale krönen.

Im Juni 1940 war Jean Moulin Präfekt in Chartres. Bei einem Bombenangriff am 26. Mai 1944 wurde die Stadt teilweise zerstört, im August 1944 befreiten amerikanische Truppen sie. Von 1945 bis 1947 bestand hier das „Stacheldrahtseminar“ für deutsche Kriegsgefangene, geleitet vom Priester Franz Stock. Partnerstadt in Deutschland ist Speyer, ebenfalls eine Domstadt.

Chartres im Kreuzworträtsel

Chartres hat acht Buchstaben, die Eure vier. Die Stadt steht bei den Städten mit C, der Fluss bei den Flüssen mit E.

Frage im RätselLösungBuchstaben
Französische KathedralstadtCHARTRES8
Fluss durch ChartresEURE4
Landschaft um ChartresBEAUCE6
Gallisches Volk um ChartresKARNUTEN8
Partnerstadt am RheinSPEYER6
Stadt bei ChartresETAMPES, ORLEANS7
Stadt bei ChartresRAMBOUILLET11

Rambouillet liegt gut 30 Kilometer nordöstlich, Étampes rund 50 Kilometer östlich. Orléans ist etwa 80 Kilometer entfernt, im Gitter fallen bei Étampes und Orléans die Akzente weg.

Auf demselben Breitengrad

Der 48. Breitengrad läuft von Chartres aus einmal um die Erde. Diese Orte liegen auf derselben Linie.

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Der 1. Längengrad Ost verläuft von Pol zu Pol. Diese Orte liegen darauf.