Maradi
13° 30′ 00″ N 7° 06′ 00″ E
Maradi liegt in der Region Maradi im Niger auf dem 14. Breitengrad, rund 1.501 Kilometer nördlich des Äquators und 768 Kilometer östlich des Nullmeridians. In der Großstadt leben etwa 267.200 Einwohner.
Maradi liegt im Süden von Niger, nahe der Grenze zu Nigeria, und ist Hauptstadt der Region Maradi. Nach Niamey und Zinder ist sie die drittgrößte Stadt des Landes. Maradi gilt neben der Hauptstadt als wichtigstes Handelszentrum Nigers, vor allem wegen der Geschäfte mit dem großen Nachbarn im Süden.
Maradi in Zahlen
Bei der Volkszählung 2012 hatte Maradi 267.249 Einwohner in 37.270 Haushalten. Neuere Zahlen liegen nur als Schätzungen vor. Verwaltungsrechtlich ist Maradi eine Stadt mit besonderem Status und gliedert sich in drei Arrondissements, Maradi I, II und III, mit zusammen 26 Stadtvierteln. Die Stadt liegt auf rund 350 Metern Höhe. Die Bevölkerung besteht überwiegend aus Hausa, dazu kommen Fulbe, Tuareg sowie Yoruba und Igbo aus dem Nachbarland.
Woher hat Maradi seinen Namen?
Von einem Hoftitel aus Katsina. Gegründet wurde der Ort um 1790 von einem Mann namens Barki. Um 1820 kam eine Gruppe aus dem Hausa-Staat Katsina dazu, deren Anführer Gomki am Hof des Herrschers von Katsina den Titel maradi getragen hatte. Dieser Titel wurde zum Namen der Siedlung.
Goulbi de Maradi und Erdnussfelder
Die Stadt liegt am Goulbi de Maradi, einem Fließgewässer, das in den westlichen Stadtvierteln immer wieder Überschwemmungen verursacht. Klimatisch liegt Maradi am Übergang von der feuchteren Sudanzone im Süden zur trockenen Sahelzone im Norden. Die Region ist das Zentrum des Erdnussanbaus in Niger. Die Franzosen hatten die Erdnuss in der Kolonialzeit als Exportpflanze eingeführt, 1943 nahm in Maradi die erste Ölmühle des Landes den Betrieb auf. Bis heute werden hier Erdnüsse in großem Stil geröstet und zu Öl oder Seife verarbeitet.
Erbe von Katsina und Handelsstadt
Nachdem die Fulbe 1812 den Hausa-Staat Katsina erobert hatten, flohen viele seiner Bewohner nach Maradi. 1819 wurde der Statthalter der Fulbe in Maradi bei einer Revolte getötet, und dort entstand ein unabhängiger Staat, der das Erbe Katsinas fortführte. 1835 verlor Maradi die Schlacht von Dakourawa, entwickelte sich aber bis etwa 1880 trotzdem zu einem wichtigen Handelsplatz mit Stadtmauer. 1898 sprach ein Abkommen zwischen Frankreich und Großbritannien Maradi den Franzosen zu.
Nach schweren Überschwemmungen 1945 wurde die alte Stadt weitgehend abgerissen und in rechtwinkligen Planquadraten neu gebaut. 1955 wurde Maradi nach Niamey und Zinder als dritter Ort Nigers eine eigenständige Gemeinde. In den 1970er und 1980er Jahren wurde die Stadt zum Umschlagplatz für Waren aus Kano und Lagos, später liefen Güter aus dem Norden Nigerias über Maradi zu den Häfen von Cotonou und Lomé. Im Sultanspalast von Maradi-Katsina wird bis heute das traditionelle Hofzeremoniell gepflegt, 2010 erhob die Regierung den traditionellen Herrscher wieder zum Sultan.
Maradi im Kreuzworträtsel
MARADI hat sechs Kästchen, genau wie ZINDER und NIAMEY, die beiden größeren Städte des Landes. Die nächste Großstadt jenseits der Grenze ist KATSINA mit sieben Kästchen, rund 80 Kilometer südöstlich.
| Frage im Rätsel | Lösung | Buchstaben |
|---|---|---|
| Stadt in Niger | MARADI | 6 |
| Fluss bei Maradi (… de Maradi) | GOULBI | 6 |
| Größtes Volk in Maradi | HAUSA | 5 |
| Feldfrucht rund um Maradi | ERDNUSS | 7 |
| Nachbarland von Niger im Süden | NIGERIA | 7 |
| Großstadt in Nordnigeria | KANO | 4 |
| Stadt in Niger östlich von Maradi | ZINDER | 6 |
| Ort bei Maradi | KATSINA | 7 |
Sieben Kästchen haben ERDNUSS, NIGERIA und KATSINA. Wer nach dem Hausa-Staat fragt, aus dem die Gründer von Maradi kamen, sucht ebenfalls KATSINA.
Im Kreuzworträtsel
Maradi kommt in dieser Rätselfrage vor, die in Rätselheften immer wieder auftaucht.
Auf demselben Breitengrad
Der 14. Breitengrad läuft von Maradi aus einmal um die Erde. Diese Orte liegen auf derselben Linie.
Auf demselben Längengrad
Der 7. Längengrad Ost verläuft von Pol zu Pol. Diese Orte liegen darauf.