Asien
Nordkorea
Nordkorea hat rund 26,6 Millionen Einwohner auf 120.540 Quadratkilometern. Hauptstadt ist Pjöngjang. Erfasst sind 34 Orte mit Koordinaten, verteilt auf 13 Regionen.
Der geografische Mittelpunkt von Nordkorea liegt bei 40° 07′ 15″ N und 127° 10′ 33″ E, in Dezimalgrad 40,1207 und 127,1758. Der nächstgelegene erfasste Ort ist Hamhung, 38,0 Kilometer entfernt. Berechnet als Flächenschwerpunkt des Staatsgebiets. Amtlich benannte Mittelpunkte weichen je nach Rechenweise ab, bei kompakten Ländern um wenige Kilometer, bei sehr großen und zerklüfteten um mehr.
Selbst berechnet als Flächenschwerpunkt aus den Landesgrenzen. Amtliche Punkte weichen je nach Rechenweise ab.
Nordkorea umfasst den nördlichen Teil der Koreanischen Halbinsel in Ostasien. Im Norden bilden die Flüsse Amnok, besser bekannt unter seinem chinesischen Namen Yalu, und Tumen die Grenze zu China. Ganz im Nordosten kommt entlang des Tumen ein nur etwa 19 Kilometer langes Grenzstück zu Russland hinzu, bis zur Mündung ins Meer. Im Süden trennt die Demilitarisierte Zone das Land von Südkorea, in ihrer Mitte verläuft die militärische Demarkationslinie als faktische Grenze. Die Westküste liegt an der Koreabucht, einem Teil des Gelben Meeres, die Ostküste am Japanischen Meer, das in Nordkorea Koreanisches Ostmeer heißt. Jenseits davon liegt Japan.
Nordkorea in Zahlen
Die jüngste Volkszählung fand im Oktober 2008 statt, durchgeführt vom nordkoreanischen Zentralamt für Statistik. Nach diesen Angaben aus Nordkorea lebten im Land 24.052.231 Menschen, davon 702.372 in Militärlagern. Bei der vorigen Zählung 1993 waren es 21.213.478. Neuere amtliche Zahlen hat Nordkorea nicht veröffentlicht, alle späteren Werte sind Schätzungen von außen. Die Weltbank schätzt die Bevölkerung für 2025 auf 26.571.036. Die Fläche wird mit 120.538 Quadratkilometern angegeben, etwa ein Drittel der Fläche Deutschlands.
Das Land ist gebirgig, das Innere nur dünn besiedelt. Die Menschen leben vor allem in den Ebenen an der West- und an der Ostküste, dort liegen auch die großen Städte. Höchster Berg ist der Paektusan mit 2.744 Metern an der Grenze zu China, in China heißt er meist Changbai Shan, „immerweißer Berg“. Der koreanische Name Paektusan bedeutet etwa „Weißkopf-Berg“, dasselbe meint die seltenere chinesische Form Baitou Shan.
Die Grad-Archive mit nordkoreanischen Orten laufen vom 38. Breitengrad Nord mit Kaesŏng und Haeju bis zum 42. mit Ch’ŏngjin, Hoeryŏng und Rajin. Pjöngjang steht beim 39., Hamhŭng beim 40. Breitengrad. Bei den Längengraden reichen die Archive vom 124. Grad Ost mit Sinŭiju am Amnok bis zum 130. mit Ch’ŏngjin und Rajin, Pjöngjang steht beim 126. Kaesŏng gilt als südlichste Stadt des Landes. Sie ist zugleich die einzige Stadt, die durch den Koreakrieg von Süd- an Nordkorea fiel.
Nordkorea oder Demokratische Volksrepublik Korea?
Kurzantwort. Der amtliche Name ist Demokratische Volksrepublik Korea, kurz DVRK, koreanisch Chosŏn Minjujuŭi Inmin Konghwaguk. So bezeichnen den Staat auch Deutschland, Österreich und die Schweiz offiziell. Nordkorea selbst bevorzugte bis Mitte Dezember 2007 die in der DDR eingeführte Form Koreanische Demokratische Volksrepublik, kurz KDVR. Im Land ist die Kurzform Chosŏn üblich, in Südkorea heißt der Nachbar Bukhan, „Nordkorea“. Im Deutschen steht Nordkorea beim Land mit N, die Halbinsel als Ganzes heißt Korea.
Pjöngjang oder Pyongyang?
Kurzantwort. Beides meint die Hauptstadt. Im Deutschen ist Pjöngjang üblich, seltener Pjongjang, in der DDR schrieb man Phjöngjang. Pyongyang ist die englische Form, in wissenschaftlicher Umschrift P’yŏngyang. Faktisch ist die Stadt seit 1948 Hauptstadt, in der Verfassung steht sie erst seit 1972, vorher nannte die nordkoreanische Verfassung Seoul. Pjöngjang untersteht als regierungsunmittelbare Stadt direkt der Zentralregierung und gehört zu keiner Provinz. Im Rätsel wird aus dem Ö ein OE, PJOENGJANG hat dann zehn Kästchen, abgelesen sind es neun.
Wie viele Einwohner hat Nordkorea wirklich?
Kurzantwort. Gezählt wurden 2008 rund 24 Millionen, heute dürften es nach Schätzungen knapp 26,6 Millionen sein. Eine genaue Zahl gibt es nicht, weil das Land seit 2008 keine Zählung mehr durchgeführt oder veröffentlicht hat. Zwischen 1963 und 1989 veröffentlichte Nordkorea gar keine Bevölkerungszahlen, Fachleute rechneten sie damals auf Umwegen hoch, etwa aus der Zahl der Abgeordneten der Obersten Volksversammlung. Für die Städte gilt dasselbe: Die Einwohnerzahlen auf den Ortsseiten stammen aus der Zählung von 2008 und beziehen sich auf den Gebietsstand von damals.
Neun Provinzen und vier Städte
Die oberste Ebene der Verwaltung bilden neun Provinzen, koreanisch do, und vier Städte mit eigenem Rang. Pjöngjang ist die direkt verwaltete Hauptstadt. Rasŏn im Nordosten, bis 2000 Rajin-Sŏnbong genannt, ist seit dem 4. Januar 2010 eine Sonderstadt. Sie liegt am Tumen und grenzt als einzige Stadt des Landes an zwei Nachbarstaaten. Namp’o, der Hafen der Hauptstadt, ist ebenfalls seit 2010 Sonderstadt. Kaesŏng gehörte von 2003 an zur Provinz Hwanghae-pukto und wurde im Oktober 2019 zur Sonderstadt erhoben. Die Provinzen gehen auf die alten Provinzen Koreas zurück, mehrere sind in einen Nord- und einen Südteil geteilt: pukto heißt Nordprovinz, namdo Südprovinz. Daneben gibt es Sonderzonen wie das Industriegebiet Kaesŏng und das Touristengebiet Kŭmgang-san. Hŭngnam ist seit 2005 keine eigene Stadt mehr, sondern ein Bezirk von Hamhŭng.
| Provinz oder Stadt | Hauptstadt | Weitere Orte |
|---|---|---|
| Pjöngjang (Hauptstadt) | Pjöngjang | |
| Rasŏn (Sonderstadt) | Rajin | Sŏnbong |
| Namp’o (Sonderstadt) | Namp’o | |
| Kaesŏng (Sonderstadt) | Kaesŏng | |
| P’yŏngan-namdo | P’yŏngsŏng | Anju, Sunch’ŏn, Kaech’ŏn |
| P’yŏngan-pukto | Sinŭiju | Kusŏng, Chŏngju |
| Chagang-do | Kanggye | Hŭich’ŏn, Manp’o |
| Hwanghae-namdo | Haeju | |
| Hwanghae-pukto | Sariwŏn | Songnim |
| Kangwŏn-do | Wŏnsan | Munch’ŏn |
| Hamgyŏng-namdo | Hamhŭng | Hŭngnam, Tanch’ŏn, Sinpo |
| Hamgyŏng-pukto | Ch’ŏngjin | Hoeryŏng |
| Ryanggang-do | Hyesan |
Staat, Kalender und Uhrzeit
Laut Verfassung ist Nordkorea ein sozialistischer Staat, regiert von der Partei der Arbeit Koreas. Erster Staatschef war Kim Il-sung, nach seinem Tod 1994 folgten sein Sohn Kim Jong-il und 2011 dessen Sohn Kim Jong-un. Lange beanspruchte Nordkorea wie Südkorea, die einzige rechtmäßige Regierung ganz Koreas zu sein. Seit den 2020er Jahren rückt die Führung vom Ziel der Wiedervereinigung ab.
Seit 1997 gilt neben dem gregorianischen Kalender der Chuch’e-Kalender, benannt nach der Staatsideologie. Er zählt die Jahre ab 1912, dem Geburtsjahr Kim Il-sungs, das Jahr 2026 ist danach das Jahr Chuch’e 115. Meist stehen beide Jahreszahlen nebeneinander. Auch bei der Uhrzeit ging Nordkorea eine Zeit lang eigene Wege: Im August 2015, zum 70. Jahrestag des Endes der japanischen Herrschaft, stellte das Land auf eine eigene Pjöngjang-Zeit um, eine halbe Stunde hinter Südkorea und Japan. Zum 5. Mai 2018 wurde die Umstellung zurückgenommen, seitdem gilt auf der ganzen Halbinsel wieder dieselbe Zeit. Bezahlt wird mit dem nordkoreanischen Won, der in 100 Chon unterteilt ist.
Im Westen liegen die beiden großen Ebenen des Landes, in einer davon Pjöngjang am Fluss Taedong. Bei Namp’o mündet der Taedong ins Gelbe Meer, seit 1986 riegelt dort das Westmeer-Sperrwerk die Mündung ab. Im Osten liegen die Industriestädte Wŏnsan, Hamhŭng mit seinem Hafen Hŭngnam und Ch’ŏngjin. Der Norden mit Chagang-do und Ryanggang-do ist das Bergland an der Grenze zu China, dort liegt Hyesan, die Hauptstadt von Ryanggang-do. Das Klima ist gemäßigt kontinental mit vier deutlichen Jahreszeiten, der meiste Regen fällt im Sommermonsun von Juni bis August, die Winter sind kalt und trocken.
Nordkorea im Kreuzworträtsel
Im Rätsel tauchen der Staat unter mehreren Namen und vor allem seine Grenzflüsse auf. Apostrophe und Bögen über den Vokalen fallen im Gitter weg, aus Kaesŏng wird KAESONG, aus Namp’o NAMPO.
| Frage im Rätsel | Lösung | Buchstaben |
|---|---|---|
| Staat in Ostasien | NORDKOREA | 9 |
| Abkürzung des amtlichen Namens | DVRK | 4 |
| Nordkorea in der Landessprache, kurz | CHOSON | 6 |
| Hauptstadt Nordkoreas | PJOENGJANG | 9 10 |
| Hauptstadt Nordkoreas, englisch | PYONGYANG | 9 |
| Währung Nordkoreas | WON | 3 |
| Grenzfluss zu China | YALU | 4 |
| Grenzfluss zu China, koreanisch | AMNOK | 5 |
| Grenzfluss zu China und Russland | TUMEN | 5 |
| Fluss durch Pjöngjang | TAEDONG | 7 |
| Höchster Berg Nordkoreas | PAEKTUSAN | 9 |
| Hafenstadt am Gelben Meer | NAMPO | 5 |
| Sonderstadt im Nordosten | RASON | 5 |
| Südlichste Stadt Nordkoreas | KAESONG | 7 |
| Stadt an der Ostküste Nordkoreas | WONSAN | 6 |
Bei fünf Kästchen ist Vorsicht geboten: AMNOK, TUMEN, NAMPO und RASON sind gleich lang, zwei Flüsse und zwei Städte. Fragt das Rätsel nach dem Grenzfluss mit vier Feldern, ist der YALU gemeint, mit fünf der koreanische Name AMNOK oder der TUMEN. Neun Felder teilen sich NORDKOREA, PYONGYANG und PAEKTUSAN. Die Hauptstadt mit ihrer deutschen Schreibweise braucht im Gitter zehn Felder, weil das Ö zu OE wird. Sieben Kästchen führen zu KAESONG oder zum Fluss TAEDONG.
Die größten Orte in Nordkorea
| Ort | Provinz | Breite | Länge | Höhe | Einwohner |
|---|---|---|---|---|---|
| Pjöngjang | Pjöngjang | 39° 01′ 48″ N | 125° 43′ 48″ E | 12 m | 3.255.300 |
| Hamhung | Hamgyŏng-namdo | 39° 55′ 00″ N | 127° 32′ 00″ E | 15 m | 668.600 |
| Ch’ŏngjin | Hamgyŏng-pukto | 41° 48′ 00″ N | 129° 46′ 59″ E | 6 m | 667.900 |
| Namp’o | Namp’o | 38° 44′ 00″ N | 125° 24′ 00″ E | 10 m | 366.800 |
| Wŏnsan | Kangwŏn-do | 39° 08′ 51″ N | 127° 26′ 46″ E | 16 m | 363.100 |
| Sinŭiju | P’yŏngan-pukto | 40° 06′ 00″ N | 124° 24′ 00″ E | 7 m | 359.300 |
| Tanch'on | Hamgyŏng-namdo | 40° 27′ 29″ N | 128° 54′ 40″ E | 7 m | 345.900 |
| Kaesong | Kaesŏng | 37° 57′ 50″ N | 126° 33′ 52″ E | 36 m | 338.200 |
| Kaech'on | P’yŏngan-namdo | 39° 41′ 55″ N | 125° 54′ 22″ E | 68 m | 319.600 |
| Sariwon | Hwanghae-pukto | 38° 30′ 14″ N | 125° 45′ 32″ E | 18 m | 307.800 |
| Sunch'on | P’yŏngan-namdo | 39° 25′ 00″ N | 125° 56′ 00″ E | 43 m | 297.300 |
| P'yongsong | P’yŏngan-namdo | 39° 14′ 47″ N | 125° 52′ 19″ E | 53 m | 284.400 |
| Haeju | Hwanghae-namdo | 38° 02′ 00″ N | 125° 43′ 00″ E | 64 m | 273.300 |
| Kanggye | Chagang-do | 40° 58′ 00″ N | 126° 36′ 00″ E | 324 m | 252.000 |
| Anju | P’yŏngan-namdo | 39° 37′ 00″ N | 125° 40′ 00″ E | 41 m | 240.100 |
| P'yong-dong | Pjöngjang | 39° 15′ 00″ N | 125° 51′ 00″ E | 66 m | 236.600 |
| Rajin | Rasŏn | 42° 20′ 40″ N | 130° 23′ 04″ E | 11 m | 197.000 |
| Kusong | P’yŏngan-pukto | 39° 58′ 00″ N | 125° 10′ 00″ E | 300 m | 196.500 |
| Hyesan | Ryanggang-do | 41° 24′ 00″ N | 128° 11′ 00″ E | 719 m | 192.700 |
| Chongju | P’yŏngan-pukto | 39° 39′ 00″ N | 125° 20′ 00″ E | 46 m | 189.700 |
| Chaedok | Hamgyŏng-pukto | 40° 40′ 20″ N | 129° 12′ 10″ E | 7 m | 187.300 |
| Huich'on | Chagang-do | 40° 10′ 16″ N | 126° 16′ 33″ E | 135 m | 168.200 |
| Hoeryong | Hamgyŏng-pukto | 42° 26′ 00″ N | 129° 45′ 00″ E | 234 m | 153.500 |
| Sinp'o | Hamgyŏng-namdo | 40° 05′ 00″ N | 128° 15′ 00″ E | 6 m | 152.800 |
| Songnim | Hwanghae-pukto | 38° 44′ 00″ N | 125° 38′ 00″ E | 11 m | 128.800 |
| Munch'on | Kangwŏn-do | 39° 15′ 32″ N | 127° 21′ 22″ E | 7 m | 122.900 |
| Manp'o | Chagang-do | 41° 09′ 25″ N | 126° 17′ 24″ E | 192 m | 116.800 |
| Hŭngnam | Hamgyŏng-namdo | 39° 49′ 23″ N | 127° 37′ 24″ E | 0 m | 100.000 |
| Namsan | Hamgyŏng-pukto | 42° 13′ 49″ N | 129° 13′ 49″ E | 466 m | 80.100 |
| Ongjang | Hwanghae-namdo | 37° 56′ 14″ N | 125° 21′ 26″ E | 16 m | 69.200 |
| P'yongsan | Hwanghae-pukto | 38° 20′ 12″ N | 126° 23′ 12″ E | 40 m | 66.300 |
| Sonbong | Rasŏn | 42° 20′ 16″ N | 130° 24′ 10″ E | 9 m | 60.900 |
| P'ungsan | Ryanggang-do | 40° 49′ 03″ N | 128° 09′ 19″ E | 1.141 m | 3.800 |
| Tae-dong | P’yŏngan-pukto | 40° 37′ 02″ N | 125° 27′ 00″ E | 166 m | 1.900 |
Provinzen mit den meisten Orten
Rekorde im Bestand
Bezogen auf die 34 hier erfassten Orte, nicht auf das gesamte Staatsgebiet.