Gloggnitz
47° 40′ 33″ N 15° 56′ 18″ E
Gloggnitz liegt im Bundesland Niederösterreich in Österreich auf dem 48. Breitengrad, rund 5.301 Kilometer nördlich des Äquators und 1.191 Kilometer östlich des Nullmeridians. In der kleinen Gemeinde leben etwa 5.800 Einwohner.
Gloggnitz liegt im Bezirk Neunkirchen im südlichen Niederösterreich, in der Gloggnitzer Bucht am südwestlichen Zipfel des Wiener Beckens. Hier, am Fuß des Semmerings, beginnt die Semmeringbahn. Weil die Stadt von einem Kranz bewaldeter Berge umgeben ist, nennt sie sich „Stadt in den Bergen“.
Gloggnitz in Zahlen
Am 1. Jänner 2026 hatte Gloggnitz 5.824 Einwohner auf 19,58 Quadratkilometern. Die Stadt liegt auf rund 442 Metern Seehöhe, nach Wien sind es über die Straße gut 70 Kilometer. Zum Gemeindegebiet gehören zehn Ortschaften, darunter Aue, Stuppach, Weißenbach, Eichberg und Abfaltersbach. Das Kfz-Kennzeichen des Bezirks Neunkirchen lautet NK.
Hat Gloggnitz etwas mit Glocken zu tun?
Nur im Wappen. Der Name ist wegen der Endung -itz slawischen Ursprungs, gedeutet wird er als „glucksender Bach“ oder als Hinweis auf den Schlehdorn. Als Gloggnitz 1926 Stadt wurde und ein Wappen bekam, nahm man trotzdem eine Glocke hinein, jene Glocke, die schon die Benediktinermönche benützten. Der Ortsname wurde also im Sinne einer Volksetymologie gedeutet.
Schwarza und Semmering
Gloggnitz liegt im Industrieviertel an der Einmündung des Weißenbachs in die Schwarza, im oberen Schwarzatal. Rund um die Stadt stehen Raxalpe, Schneeberg, Sonnwendstein und Otter, näher die Hausberge wie Silbersberg und Eichberg. Die Gräben der Umgebung entwässern in das Auetal und das Schwarzatal. 1854 ging die Bergstrecke über den Semmering nach Mürzzuschlag in Betrieb, gebaut nach Plänen von Carl Ritter von Ghega. Seit 1954 erinnert ein Gedenkstein in der Stadt an ihn.
Kloster, Renner und Stadtrecht
Urkundlich erwähnt wird Gloggnitz erstmals 1094 in einer Schenkungsurkunde des Grafen Ekbert I. von Formbach. Die ersten Benediktiner kamen 1084, ihr Kloster prägte den Ort bis zur Aufhebung 1803. 1926 erhielt Gloggnitz das Stadtrecht. In Gloggnitz bestand bei Kriegsende die erste Kommandantur der Roten Armee, und am 3. April 1945 nahm der hier wohnende Karl Renner Kontakt mit der Besatzungsmacht zur Gründung der Zweiten Republik auf. Seine Villa ist heute ein Museum, der Hauptplatz heißt seit 1970 Dr.-Karl-Renner-Platz. Im Ortsteil Aue wurde Michael Hainisch geboren, Bundespräsident von 1920 bis 1928.
Gloggnitz im Kreuzworträtsel
Gloggnitz hat neun Buchstaben, genauso viele wie der Semmering. Die Nachbarorte stammen aus Wikidata.
| Frage im Rätsel | Lösung | Buchstaben |
|---|---|---|
| Stadt am Semmering | GLOGGNITZ | 9 |
| Fluss durch Gloggnitz | SCHWARZA | 8 |
| Kfz-Kennzeichen von Gloggnitz | NK | 2 |
| Pass bei Gloggnitz | SEMMERING | 9 |
| Politiker mit Villa in Gloggnitz | RENNER | 6 |
| Ort bei Gloggnitz | RAACH | 5 |
| Ort bei Gloggnitz | BUCHBACH | 8 |
| Ort bei Gloggnitz | PAYERBACH, PRIGGLITZ | 9 |
| Ort bei Gloggnitz | ENZENREITH, SCHOTTWIEN | 10 |
| Ort bei Gloggnitz | BREITENSTEIN | 12 |
Raach heißt vollständig Raach am Hochgebirge. Im Nordosten folgen Ternitz und die Bezirkshauptstadt Neunkirchen.
Auf demselben Breitengrad
Der 48. Breitengrad läuft von Gloggnitz aus einmal um die Erde. Diese Orte liegen auf derselben Linie.
Auf demselben Längengrad
Der 16. Längengrad Ost verläuft von Pol zu Pol. Diese Orte liegen darauf.