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Afrika

Somalia

Somalia hat rund 20,3 Millionen Einwohner auf 637.657 Quadratkilometern. Hauptstadt ist Mogadischu. Erfasst sind 26 Orte mit Koordinaten, verteilt auf 18 Regionen.

Der geografische Mittelpunkt von Somalia liegt bei 4° 43′ 33″ N und 45° 41′ 36″ E, in Dezimalgrad 4,7259 und 45,6933. Der nächstgelegene erfasste Ort ist Beledweyne, 54,2 Kilometer entfernt. Berechnet als Flächenschwerpunkt des Staatsgebiets. Amtlich benannte Mittelpunkte weichen je nach Rechenweise ab, bei kompakten Ländern um wenige Kilometer, bei sehr großen und zerklüfteten um mehr.

Selbst berechnet als Flächenschwerpunkt aus den Landesgrenzen. Amtliche Punkte weichen je nach Rechenweise ab.

Somalia liegt am Horn von Afrika im äußersten Osten des Kontinents. Im Norden grenzt das Land an den Golf von Aden, im Osten an den Indischen Ozean, im Nordwesten an Dschibuti, im Westen an Äthiopien und im Südwesten an Kenia. Die Küste ist mehr als 3.300 Kilometer lang und damit die längste auf dem afrikanischen Festland. Entstanden ist der Staat am 1. Juli 1960 aus zwei Kolonien: Britisch-Somaliland im Norden, das fünf Tage zuvor unabhängig geworden war, und dem italienisch verwalteten Treuhandgebiet im Süden. Seit dem Sturz von Siad Barre 1991 ist das Land politisch zerrissen, seit 2012 ist es eine Bundesrepublik.

Somalia in Zahlen

Die letzte Volkszählung mit veröffentlichten Ergebnissen fand 1975 statt. Eine weitere Zählung von 1985 bis 1986 wurde nie amtlich bekannt gemacht. Alle Zahlen seither sind Schätzungen, und sie liegen weit auseinander. Die wichtigste Grundlage ist die Population Estimation Survey, die der UN-Bevölkerungsfonds UNFPA 2014 gemeinsam mit den somalischen Behörden erhob. Sie kam für die 18 Regionen aus der Zeit vor dem Bürgerkrieg, also einschließlich Somaliland, auf 12.316.895 Menschen. Rund 42 Prozent lebten in Städten, ein knappes Viertel auf dem Land und etwa ein Viertel als Nomaden, dazu kamen rund 1,1 Millionen Binnenvertriebene.

Neuere Werte sind Fortschreibungen. Die Vereinten Nationen rechneten für 2021 mit 17,1 Millionen Einwohnern, das UN-Nothilfebüro OCHA kommt für 2026 auf 20.305.907. Die Fläche beträgt 637.657 Quadratkilometer, fast 1,8-mal so viel wie Deutschland, beide Zahlen schließen Somaliland ein. Der Äquator läuft durch den Süden des Landes zwischen Jamaame und Kismaayo. Deshalb gibt es Ortsseiten sowohl im Archiv 0 Grad Nord als auch in 0 Grad Süd, ganz im Süden steht Buur Gaabo beim 1. Grad Süd. Nach Norden laufen die Archive bis zum 11. Breitengrad mit Boosaaso und Ceerigaabo. Bei den Längengraden reicht das Land vom 42. mit Garbahaarrey bis zum 51. Grad Ost mit Bandarbeyla, die Hauptstadt Mogadischu steht beim 2. Breitengrad und beim 45. Längengrad.

Der höchste Berg ist der Shimbiris mit 2.460 Metern im Somali-Hochland nordwestlich von Ceerigaabo in der Region Sanaag. Sein Name bedeutet „Ort der Vögel“, und er liegt auf dem Gebiet, das Somaliland verwaltet. Der Norden ist bergig, nach Süden fällt das Land zu einer weiten Ebene ab. Zum Staat gehört auch Ras Hafun im Nordosten, der östlichste Punkt des afrikanischen Festlands, nicht weit vom Kap Guardafui an der Spitze des Horns. Amtssprachen sind Somali und Arabisch, bezahlt wird mit dem Somalia-Schilling.

Gehört Somaliland zu Somalia?

Kurzantwort. Völkerrechtlich ja, tatsächlich verwaltet Somaliland sich selbst. Das Gebiet entspricht dem früheren Britisch-Somaliland im Nordwesten. Am 26. Juni 1960 wurde es von Großbritannien unabhängig, fünf Tage später vereinigte es sich mit dem Süden zu Somalia. Am 18. Mai 1991, nach dem Sturz der Regierung in Mogadischu, erklärte es sich einseitig für unabhängig. Seitdem hat es eine eigene Regierung mit der Hauptstadt Hargeysa. Somalia erkennt die Abspaltung nicht an und betrachtet Somaliland als Teil seines Staatsgebiets. Als bisher einziger Mitgliedstaat der Vereinten Nationen hat Israel Somaliland am 26. Dezember 2025 als unabhängigen Staat anerkannt. Zu Somaliland zählen unter anderem Burao und Boorama. Um Laascaanood im Osten verlor Somaliland ab 2023 die Kontrolle an eine Verwaltung, die zu Somalia gehören will.

Wie viele Einwohner hat Somalia?

Kurzantwort. Das weiß niemand genau, die Schätzungen reichen von gut 12 bis über 20 Millionen. Der Grund ist die fehlende Zählung: Seit 1975 gibt es keine veröffentlichte Volkszählung mehr, und viele Menschen ziehen als Nomaden mit ihren Herden oder sind vor Dürren und Kämpfen geflohen. Die Erhebung von 2014 ergab 12,3 Millionen, neuere UN-Schätzungen liegen deutlich höher. Bei Städten ist es noch unsicherer, für die meisten nennt keine amtliche Quelle eine eigene Zahl. Für die Region Banaadir, die ungefähr der Hauptstadt entspricht, schätzt OCHA für 2025 gut 3,2 Millionen Menschen.

Die 18 Regionen

Die Gliederung in 18 Regionen stammt aus der Zeit vor dem Bürgerkrieg, die jüngsten entstanden 1974 und 1975 unter Siad Barre. Die Regionen sind weiter die Grundlage der Statistik, auch die Erhebung von 2014 ist danach geordnet. Politisch liegen darüber heute die Bundesstaaten.

RegionHauptstadt
AwdalBoorama
BakoolXuddur
BanaadirMogadischu
BariBoosaaso
BayBaidoa
GalguduudDhuusamarreeb
GedoGarbahaarrey
HiiraanBeledweyne
Jubbada DhexeBu’aale
Jubbada HooseKismaayo
MudugGaalkacyo
NugaalGaroowe
SanaagCeerigaabo
Shabeellaha DhexeJawhar
Shabeellaha HooseMerka
SoolLaascaanood
TogdheerBurao
Woqooyi GalbeedHargeysa

Die Namen sind Somali: Dhexe heißt Mitte, Hoose unten, Jubbada Hoose ist also Unter-Jubba und Shabeellaha Dhexe Mittel-Shabeelle. Woqooyi Galbeed bedeutet Nordwesten. Nach der OCHA-Schätzung für 2025 hat Banaadir mit gut 3,26 Millionen die meisten Einwohner, es folgen Shabeellaha Hoose mit 1,64 und Mudug mit 1,52 Millionen. Die Regionalhauptstadt ist nicht immer die größte Stadt der Region: In Bari ist der Hafen Boosaaso Hauptstadt, in Nugaal liegt mit Garoowe der Sitz der Regierung von Puntland, zur selben Region gehört der Küstenort Eyl. In Bay liegt neben Baidoa auch Buurhakaba, in Bari Qardho, in Gedo Luuq am Jubba, in Galguduud Mereeg.

Über den Regionen stehen die Bundesstaaten der Verfassung von 2012. Puntland im Nordosten besteht seit 1998 und erkennt seit 2024 die Autorität der Bundesregierung nicht mehr an, versteht sich aber weiter als Teil Somalias. Jubaland mit Gedo und den beiden Jubba-Regionen wurde 2013 als erster Bundesstaat anerkannt, dazu kommen der Südweststaat mit Sitz in Baidoa, Hirshabelle mit der Hauptstadt Jawhar und Galmudug mit Dhuusamarreeb. Seit Juli 2025 führt die Bundesregierung außerdem den North Eastern State mit der Hauptstadt Laascaanood, der frühere Khatumo-Staat. Die Hauptstadtregion Banaadir gehört zu keinem Bundesstaat.

Jubba, Shabeelle und die Trockengebiete

Somalia hat nur zwei größere Flüsse, beide kommen aus dem äthiopischen Hochland. Der Jubba fließt durch Gedo und die beiden Jubba-Regionen an Bu’aale und Jamaame vorbei und mündet nördlich von Kismaayo in den Indischen Ozean. Der Shabeelle, dessen Name auf Somali „Leopard“ bedeutet, zieht an Beledweyne und Jawhar vorbei auf Mogadischu zu, ohne die Stadt zu berühren. Dann wendet er sich nach Südwesten und begleitet die Küste über 400 Kilometer im Abstand von 20 bis 30 Kilometern. In der Trockenzeit versandet er auf weiten Strecken, den Jubba erreicht er nur in besonders regenreichen Zeiten. Zwischen den beiden Flüssen liegt das fruchtbarste Ackerland des Landes, hier leben Bauern, die Mais, Hirse, Zuckerrohr und Bananen anbauen.

Der größte Teil des Landes ist trocken. Das Klima wird von Monsunwinden bestimmt, die Regenfälle sind unregelmäßig, Dürren kehren immer wieder. Außerhalb der Berg- und Küstengebiete erreicht die Tageshöchsttemperatur meist 30 bis 40 Grad. Viele Menschen leben deshalb ganz oder teilweise als Nomaden mit Kamelen, Schafen und Ziegen. Mehrere schwere Hungersnöte trafen vor allem den Süden, zuletzt 2011 und erneut nach den Dürren ab 2015.

Bürgerkrieg und al-Shabaab

Nach dem Sturz von Siad Barre 1991 zerfiel Somalia in Machtbereiche von Clans und Milizen. Ab 2000 gab es eine international anerkannte Übergangsregierung, die lange nur Teile von Mogadischu hielt. Am 1. August 2012 nahm das Parlament eine vorläufige Verfassung an, seitdem ist Somalia offiziell eine Bundesrepublik. Das Parlament wird nicht direkt gewählt: Clan-Älteste bestimmen Wahlkollegien, die wiederum die Abgeordneten wählen.

Die islamistische Miliz al-Shabaab entstand Mitte der 2000er-Jahre aus dem Umfeld der Union islamischer Gerichte. Sie hat sich al-Qaida angeschlossen, viele Staaten und die Vereinten Nationen stufen sie als Terrororganisation ein oder belegen sie mit Sanktionen. Al-Shabaab kontrolliert vor allem ländliche Gebiete im Süden und in der Mitte des Landes und verübt Anschläge, auch in der Hauptstadt. Gegen die Miliz kämpfen die somalische Armee und eine Truppe der Afrikanischen Union.

Somalia im Kreuzworträtsel

Im Gitter fallen Apostroph und Leerzeichen weg, aus Bu’aale wird BUAALE mit sechs Feldern. Bei den Flüssen gibt es zwei Schreibweisen: JUBA und JUBBA, SHABELLE und SHABEELLE.

Frage im RätselLösungBuchstaben
Kfz-Kennzeichen SomaliasSO2
Staat in OstafrikaSOMALIA7
Hauptstadt SomaliasMOGADISCHU10
Mogadischu auf SomaliMUQDISHO8
Volk und Sprache am Horn von AfrikaSOMALI6
Währung SomaliasSCHILLING9
Fluss in SomaliaJUBA4
Fluss in SomaliaSHABELLE8
Höchster Berg SomaliasSHIMBIRIS9
Abgespaltenes Gebiet im NordenSOMALILAND10
Hauptstadt SomalilandsHARGEYSA8
Bundesstaat im Nordosten SomaliasPUNTLAND8
Hafenstadt im Süden SomaliasKISMAAYO8
Hafenstadt am Golf von AdenBOOSAASO8
Nachbarstaat SomaliasKENIA5

Bei acht Kästchen ist Somalia ein schwieriges Land: MUQDISHO, SHABELLE, HARGEYSA, PUNTLAND, KISMAAYO und BOOSAASO sind gleich lang, hier hilft nur ein Buchstabe aus der Kreuzung. Bei zehn Feldern stehen MOGADISCHU und SOMALILAND zur Wahl. Fragt das Rätsel nach einem Staat in Ostafrika mit sieben Buchstaben, ist SOMALIA eine von mehreren Lösungen, gleich lang sind auch ERITREA und BURUNDI. Die Hauptstadt von Somaliland wird auch Hargeisa geschrieben, die Zahl der Felder bleibt bei acht.

Die größten Orte in Somalia

Alle 26 Orten
OrtRegionBreiteLängeHöheEinwohner
Mogadischu Banaadir 2° 02′ 27″ N 45° 20′ 33″ E 20 m 1.650.200
Baidoa Bay 3° 07′ 00″ N 43° 39′ 00″ E 445 m 129.800
Jawhar Shabeellaha Dhexe 2° 46′ 01″ N 45° 31′ 00″ E 105 m 111.300
Kismaayo Jubbada Hoose 0° 21′ 37″ S 42° 32′ 56″ E 3 m 73.300
Beledweyne Hiiraan 4° 44′ 10″ N 45° 12′ 14″ E 183 m 62.900
Gaalkacyo Mudug 6° 46′ 11″ N 47° 25′ 51″ E 289 m 61.200
Boosaaso Bari 11° 16′ 48″ N 49° 10′ 48″ E 12 m 47.000
Garbahaarrey Gedo 3° 21′ 00″ N 42° 16′ 00″ E 186 m 43.000
Luuq Gedo 3° 48′ 02″ N 42° 33′ 00″ E 156 m 33.800
Buurhakaba Bay 2° 47′ 01″ N 44° 05′ 00″ E 192 m 31.300
Eyl Nugaal 7° 58′ 00″ N 49° 51′ 00″ E 7 m 18.900
Bandarbeyla Bari 9° 29′ 00″ N 50° 49′ 00″ E 123 m 13.800
Buur Gaabo Jubbada Hoose 1° 12′ 03″ S 41° 51′ 07″ E 9 m 3.100
Garoowe Nugaal 8° 24′ 00″ N 48° 29′ 00″ E 465 m 2.600
Xuddur Bakool 4° 07′ 12″ N 43° 53′ 16″ E 493 m 1.600
Bu'aale Jubbada Dhexe 1° 05′ 00″ N 42° 35′ 00″ E 44 m 1.500
Qardho Bari 9° 30′ 01″ N 49° 09′ 58″ E 764 m 1.300
Mereeg Galguduud 3° 46′ 00″ N 47° 18′ 00″ E 24 m 500
Dhuusamarreeb Galguduud 5° 32′ 15″ N 46° 23′ 15″ E 252 m 400
Boorama Awdal 9° 56′ 10″ N 43° 10′ 58″ E 1.466 m
Burao Togdheer 9° 31′ 20″ N 45° 32′ 01″ E 1.041 m
Ceerigaabo Sanaag 10° 36′ 58″ N 47° 22′ 04″ E 1.786 m
Hargeysa Woqooyi Galbeed 9° 33′ 36″ N 44° 03′ 54″ E 1.261 m
Jamaame Jubbada Hoose 0° 04′ 20″ N 42° 45′ 02″ E 13 m
Laascaanood Sool 8° 28′ 39″ N 47° 21′ 35″ E 691 m
Merka Shabeellaha Hoose 1° 42′ 56″ N 44° 46′ 13″ E 20 m

Rekorde im Bestand

Bezogen auf die 26 hier erfassten Orte, nicht auf das gesamte Staatsgebiet.