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Kaposvár

46° 22′ 00″ N  17° 47′ 00″ E

Kaposvár liegt im Komitat Somogy in Ungarn auf dem 46. Breitengrad, rund 5.156 Kilometer nördlich des Äquators und 1.362 Kilometer östlich des Nullmeridians. In der Stadt leben etwa 58.500 Einwohner.

Kaposvár, deutsch Kopisch, liegt im Südwesten Ungarns im Tal der Kapos, knapp 160 Kilometer Luftlinie südwestlich von Budapest. Bis zum Balaton sind es rund 50 Kilometer, bis Pécs etwa 60. Die Stadt ist Sitz des Komitats Somogy, Bischofssitz und Universitätsstadt.

Kaposvár in Zahlen

Am 1. Januar 2025 hatte Kaposvár nach dem Ortsverzeichnis des Ungarischen Statistikamts 58.459 Einwohner. Die ungarische Wikipedia nennt es die zweitgrößte Stadt in Südtransdanubien nach Pécs. Das Stadtgebiet umfasst knapp 114 Quadratkilometer, nachdem 1950 Kaposszentjakab und 1973 Toponár, Kaposfüred und Töröcske eingemeindet wurden. Seit 1990 hat Kaposvár Komitatsrecht, seit 1993 ist es Sitz eines Bistums, 2000 wurde die Universität gegründet. Der höchste Punkt des Stadtgebiets liegt auf etwa 260 Metern, rund einen Kilometer südlich von Töröcske.

Was bedeutet der Name Kaposvár?

Tor und Burg. Die ungarische Wikipedia leitet den Namen aus kapu, Tor, und vár, Burg, ab. Er erinnert an die mittelalterliche Burg im sumpfigen Tal der Kapos. Erstmals erwähnt wurde der Ort 1009 als Kapos in der Gründungsurkunde des Bistums Pécs. Im Deutschen hieß die Stadt früher Kopisch, Ruppertsberg oder Ruppertsburg.

Ist das Kaposi-Sarkom nach Kaposvár benannt?

Indirekt, ja. Die Krankheit trägt den Namen des Hautarztes Moriz Kaposi, der 1837 in Kaposvár geboren wurde und eigentlich Kohn hieß. Um in Wien nicht mit den vielen anderen Ärzten namens Kohn verwechselt zu werden, nannte er sich nach seinem Geburtsort am Fluss Kapos. Auch der Maler József Rippl-Rónai und Imre Nagy, Ministerpräsident während des Volksaufstands von 1956, stammen aus Kaposvár.

Kapos, Zselic und Deseda

Die Stadt liegt im Tal der Kapos, die hier die Hügelländer Äußeres Somogy im Norden und Zselic im Süden trennt. Aus dem Zselic fließen fünf Bäche in die Kapos, von Norden kommen vier weitere. Am Südrand beginnt das Landschaftsschutzgebiet Zselic. Wie Rom soll Kaposvár der Legende nach auf sieben Hügeln gegründet worden sein, die heute die südlichen Stadtteile bilden. Im Norden der Stadt liegt der acht Kilometer lange Deseda-See mit einem 30 Hektar großen Arboretum.

Von der Burg zur Komitatsstadt

Besiedelt war die Gegend schon um 5000 vor Christus. Mitte des 14. Jahrhunderts errichtete die Familie Rupoly dort eine Burg, die als Neuburg bekannt wurde. 1555 eroberten die Osmanen nach fünftägiger Belagerung Festung und Benediktinerkloster, erst 1686 endete ihre Herrschaft. Ab 1690 gehörte der Ort den Esterházy, die ihn zum Mittelpunkt ihrer Güter in Somogy machten. 1703 erhielt er das Marktrecht, 1749 wurde er Sitz des Komitats. Mit der Bahnlinie zwischen Budapest und Zagreb wuchs Kaposvár im 19. Jahrhundert zur Industriestadt, bis zum Ersten Weltkrieg war es Garnisonsstadt. Weil Kriege und Brände viel zerstört haben, sind nur wenige Gebäude älter als das 19. Jahrhundert.

Kaposvár im Kreuzworträtsel

Kaposvár hat acht Buchstaben, der Akzent auf dem a fällt im Gitter weg. Ein Kfz-Kennzeichen mit Ortsbezug gibt es in Ungarn nicht, deshalb fehlt diese Zeile.

Frage im RätselLösungBuchstaben
Stadt in SüdwestungarnKAPOSVAR8
Alter deutscher Name von KaposvárKOPISCH7
Fluss durch KaposvárKAPOS5
Komitat mit dem Hauptort KaposvárSOMOGY6
Arzt aus KaposvárKAPOSI6
Ort bei KaposvárMARCALI7
Ort bei KaposvárDOMBOVAR, NAGYATAD8
Ort bei KaposvárSZIGETVAR9

Dombóvár liegt rund 27 Kilometer östlich, die anderen drei Orte zwischen 35 und 38 Kilometer entfernt. Der nächste Ort am Balaton mit eigener Seite ist Siófok, gut 60 Kilometer nordöstlich.

Auf demselben Breitengrad

Der 46. Breitengrad läuft von Kaposvár aus einmal um die Erde. Diese Orte liegen auf derselben Linie.

Auf demselben Längengrad

Der 18. Längengrad Ost verläuft von Pol zu Pol. Diese Orte liegen darauf.