Asien
Nepal
Nepal hat rund 29,2 Millionen Einwohner auf 147.181 Quadratkilometern. Hauptstadt ist Kathmandu. Erfasst sind 27 Orte mit Koordinaten, verteilt auf 7 Provinzen.
Der geografische Mittelpunkt von Nepal liegt bei 28° 14′ 11″ N und 83° 55′ 53″ E, in Dezimalgrad 28,2365 und 83,9314. Der nächstgelegene erfasste Ort ist Pokhara, 6,1 Kilometer entfernt. Berechnet als Flächenschwerpunkt des Staatsgebiets. Amtlich benannte Mittelpunkte weichen je nach Rechenweise ab, bei kompakten Ländern um wenige Kilometer, bei sehr großen und zerklüfteten um mehr.
Selbst berechnet als Flächenschwerpunkt aus den Landesgrenzen. Amtliche Punkte weichen je nach Rechenweise ab.
Nepal ist ein Binnenstaat in Südasien zwischen zwei sehr großen Nachbarn: Im Norden liegt die zu China gehörende Region Tibet, im Westen, Süden und Osten Indien. Von West nach Ost misst das Land rund 885 Kilometer, von Nord nach Süd an der breitesten Stelle nur etwa 241. Auf dieser schmalen Fläche steigt es vom Tiefland am Rand der Gangesebene bis zum höchsten Gipfel der Erde an. Bis 2008 war Nepal ein Königreich, seit dem 28. Mai 2008 ist es eine Republik, seit der Verfassung von 2015 eine Bundesrepublik mit sieben Provinzen.
Nepal in Zahlen
Die letzte Volkszählung fand vom 11. bis 25. November 2021 statt, es war die zwölfte landesweite Zählung und die erste nach der Neugliederung in Provinzen. Das Statistikamt zählte 29.164.578 Einwohner. Neuere Zahlen sind Fortschreibungen dieser Zählung. Nepali ist Amtssprache und nach dem Zensus 2021 für 44,9 Prozent der Menschen die Muttersprache, es folgen Maithili mit 11 Prozent, Bhojpuri mit 6,2 und Tharu mit 5,9 Prozent. Bezahlt wird mit der Nepalesischen Rupie, die Zeitzone liegt eine Viertelstunde neben dem üblichen Raster bei UTC plus 5 Stunden 45 Minuten.
Das Land reicht ungefähr vom 26. bis zum 30. Grad Nord und vom 80. bis zum 88. Grad Ost. Die Ortsseiten verteilen sich auf vier Breitengrade: Beim 26. steht Biratnagar im Tiefland ganz im Südosten, beim 27. liegen die übrigen Städte des östlichen Terai, beim 28. Kathmandu und Pokhara, beim 29. Breitengrad der äußerste Westen mit Dhangadhi und Birendranagar. Bei den Längengraden laufen die Archive vom 81. mit Tikapur und Gulariya bis zum 88. Grad Ost mit Ilam nahe der Grenze zu Westbengalen und Sikkim. Kathmandu steht beim 85., Pokhara beim 84. Längengrad.
Der höchste Punkt ist der Gipfel des Mount Everest, den Nepal und China 2020 gemeinsam auf 8.848,86 Meter vermessen haben. Über den Gipfel läuft die Grenze zu Tibet. Der tiefste Punkt liegt nur 70 Meter über dem Meer bei Kechana Kalan im Distrikt Jhapa im äußersten Südosten. Mehr als 40 Prozent der Landesfläche liegen über 3.000 Metern. Von den zehn höchsten Bergen der Erde stehen acht ganz oder teilweise in Nepal, darunter Kangchendzönga, Lhotse, Makalu, Cho Oyu, Dhaulagiri, Manaslu und Annapurna.
Mount Everest oder Sagarmatha?
Kurzantwort. Beides meint denselben Berg. Sagarmatha ist der nepalesische Name und wird meist mit „Stirn des Himmels“ übersetzt. Auf Tibetisch heißt er Qomolangma, gesprochen etwa Tschomolangma, und das wird oft als „Mutter des Universums“ wiedergegeben. Der englische Name geht auf George Everest zurück, den früheren Leiter der britischen Landesvermessung in Indien. Auf nepalesischer Seite liegt der Gipfel im Sagarmatha-Nationalpark in der Region Khumbu, der zum UNESCO-Welterbe gehört. Im Rätsel passt EVEREST in sieben Felder, SAGARMATHA in zehn.
Wie groß ist Nepal?
Kurzantwort. Das hängt von einer Grenzfrage ab. Lange galt eine Fläche von 147.181 Quadratkilometern. Im Mai 2020 gab Nepal eine neue amtliche Karte heraus, die das Gebiet um Kalapani, den Lipulekh-Pass und Limpiyadhura im äußersten Nordwesten einschließt, im Juni 2020 nahm das Parlament die Karte einstimmig in die Verfassung auf. Seitdem nennt Nepal 147.516 Quadratkilometer. Das Gebiet wird von Indien als Teil des Distrikts Pithoragarh im Bundesstaat Uttarakhand verwaltet, Nepal rechnet es zum Distrikt Darchula in der Provinz Sudurpashchim. Den Anspruch erhebt Nepal seit 1997. Über das Tal von Kalapani führt die indische Route zum Pilgerberg Kailash in Tibet.
Die sieben Provinzen
Die Verfassung vom 20. September 2015 hat Nepal in sieben Provinzen gegliedert. Zunächst trugen sie nur Nummern, Namen und Hauptstädte legten die Provinzparlamente nach und nach selbst fest. Als erste wählte die Provinz Nr. 6 im Februar 2018 den Namen Karnali, als letzte erhielt die Provinz Nr. 1 im März 2023 den Namen Koshi. Unter den Provinzen bestehen die 77 Distrikte weiter, darunter 753 Gemeinden.
| Provinz | Hauptstadt |
|---|---|
| Koshi | Biratnagar |
| Madhesh | Janakpur |
| Bagmati | Hetauda |
| Gandaki | Pokhara |
| Lumbini | Deukhuri |
| Karnali | Birendranagar |
| Sudurpashchim | Godawari |
Die Hauptstadt des Landes ist nicht Hauptstadt ihrer Provinz: Kathmandu liegt in Bagmati, Provinzhauptstadt ist aber Hetauda südlich der Mahabharata-Kette. Nach dem Zensus 2021 sind Bagmati mit 6.116.866 und Madhesh mit 6.114.600 Einwohnern fast gleich groß. Madhesh ist dabei mit 9.661 Quadratkilometern die kleinste Provinz und mit 633 Einwohnern je Quadratkilometer die am dichtesten besiedelte. Karnali ist mit 27.984 Quadratkilometern die größte und mit 1.688.412 Einwohnern die am dünnsten besiedelte. In Sudurpashchim war Dhangadhi bis 2018 vorläufige Hauptstadt, dann wählte das Provinzparlament das rund 20 Kilometer entfernte Godawari. In Lumbini liegt die Hauptstadt Deukhuri im Distrikt Dang, nicht weit von Tulsipur. Weitere größere Städte der Provinz sind Butwal, Nepalganj und Bhairahawa, in dessen Nähe der Geburtsort Buddhas liegt.
In Koshi folgen auf Biratnagar Dharan und Itahari, in Madhesh liegen neben Janakpur die Grenzstadt Birganj und Siraha. Zu Bagmati gehören außer Kathmandu und Hetauda auch Bharatpur im Chitwan-Tal, Kirtipur am Rand des Kathmandutals, Panauti, Bidur, Ramechhap und Charikot. In Lumbini liegt außerdem Palpa in den Hügeln über der Ebene.
Terai, Mittelland und Himalaya
Von Süd nach Nord gliedert sich Nepal in drei Landschaften. Das Terai ist der nepalesische Anteil an der Gangesebene. Es macht nur 14 Prozent der Fläche aus, doch dort leben 47 Prozent der Einwohner, denn die Böden sind fruchtbar und das Klima frostfrei. Durch das Terai führt der Mahendra Highway, lange die einzige durchgehende Straße von Ost nach West, rund 1.000 Kilometer von Mechinagar bis Bhim Datta.
Nördlich davon bilden die Siwaliks und die Mahabharata-Kette den Übergang ins Mittelland, das bis etwa 3.000 Meter reicht. Es ist das alte Kernland mit dem Kathmandutal und dem Tal von Pokhara, auf 30 Prozent der Fläche leben 45 Prozent der Menschen. Ganz im Norden folgt das Hochgebirge, kaum besiedelt und nur über wenige Straßen erreichbar. Die Achttausender Dhaulagiri und Annapurna stehen sich dort gegenüber, dazwischen hat sich der Kali Gandaki ein Tal gegraben, das von Gipfel zu Gipfel gemessen rund 6.000 Meter tief ist und als tiefstes Tal der Erde gilt.
Fast alle Flüsse des Landes gehören zu drei großen Einzugsgebieten: der Karnali im Westen, der Narayani in der Mitte und der Koshi im Osten. Alle drei fließen nach Indien und münden dort in den Ganges. Im Monsun fallen an den Südhängen des Himalaya über 5.000 Millimeter Regen, auf der Nordseite der Hauptkette dagegen weniger als 200. Erdrutsche und Sturzfluten gehören deshalb zum Jahreslauf. Das schwere Erdbeben vom April 2015 zerstörte im Kathmandutal viele historische Bauten, darunter den hölzernen Kasthamandap, nach dem Kathmandu benannt ist.
Politik seit 2025
Am 4. September 2025 ließ die Regierung 26 soziale Netzwerke sperren, weil sie sich nicht bei den Behörden registriert hatten. Daraus entwickelten sich landesweite Proteste vor allem junger Menschen gegen Korruption und Vetternwirtschaft, die als Gen-Z-Proteste bekannt wurden. Im Verlauf der Proteste, bei denen auch Regierungs- und Parteigebäude angegriffen wurden, starben 76 Menschen. Am 9. September 2025 trat Premierminister K. P. Sharma Oli zurück, am 12. September wurde die frühere Oberste Richterin Sushila Karki Übergangspremierministerin.
Bei der vorgezogenen Parlamentswahl am 5. März 2026 gewann die Rastriya Swatantra Party 182 der 275 Sitze und damit erstmals seit 1999 eine Partei allein die Mehrheit. Am 27. März 2026 ernannte Präsident Ram Chandra Paudel Balendra Shah, kurz Balen Shah, zum Premierminister. Er war zuvor Bürgermeister von Kathmandu.
Nepal im Kreuzworträtsel
Im Gitter fallen Leerzeichen weg, aus Mount Everest wird MOUNTEVEREST mit zwölf Feldern. Ohne das Gattungswort reichen sieben.
| Frage im Rätsel | Lösung | Buchstaben |
|---|---|---|
| Kfz-Kennzeichen Nepals | NEP | 3 |
| Staat im Himalaya | NEPAL | 5 |
| Hauptstadt Nepals | KATHMANDU | 9 |
| Früherer Name von Kathmandu | KANTIPUR | 8 |
| Stadt am Phewa-See | POKHARA | 7 |
| Amtssprache Nepals | NEPALI | 6 |
| Währung Nepals | RUPIE | 5 |
| Höchster Berg der Erde | EVEREST | 7 |
| Nepalesischer Name des Everest | SAGARMATHA | 10 |
| Achttausender in Nepal | ANNAPURNA | 9 |
| Achttausender in Nepal | MANASLU | 7 |
| Gebirge in Nepal | HIMALAYA | 8 |
| Tiefland im Süden Nepals | TERAI | 5 |
| Geburtsort Buddhas | LUMBINI | 7 |
| Volk am Everest | SHERPA | 6 |
Bei sieben Kästchen ist Nepal ein schwieriges Land: EVEREST, POKHARA, MANASLU und LUMBINI sind gleich lang, ein Buchstabe aus der Kreuzung entscheidet. Bei fünf Feldern stehen NEPAL, RUPIE und TERAI zur Wahl.
Die größten Orte in Nepal
| Ort | Provinz | Breite | Länge | Höhe | Einwohner |
|---|---|---|---|---|---|
| Kathmandu | Bagmati | 27° 43′ 00″ N | 85° 22′ 00″ E | 1.318 m | 862.400 |
| Pokhara | Gandaki | 28° 12′ 35″ N | 83° 59′ 07″ E | 852 m | 513.500 |
| Jitpur | Bagmati | 27° 40′ 00″ N | 85° 20′ 00″ E | 1.301 m | 337.800 |
| Biratnagar | Koshi | 26° 29′ 00″ N | 87° 17′ 00″ E | 80 m | 243.900 |
| Bharatpur | Bagmati | 27° 41′ 00″ N | 84° 26′ 00″ E | 218 m | 143.800 |
| Birganj | Madhesh | 27° 00′ 00″ N | 84° 52′ 00″ E | 88 m | 135.900 |
| Butwal | Lumbini | 27° 42′ 00″ N | 83° 27′ 00″ E | 283 m | 118.500 |
| Dharan | Koshi | 26° 49′ 00″ N | 87° 16′ 00″ E | 354 m | 116.200 |
| Dhangadhi | Sudurpashchim | 28° 41′ 00″ N | 80° 36′ 00″ E | 177 m | 102.000 |
| Janakpur | Madhesh | 26° 42′ 44″ N | 85° 55′ 18″ E | 78 m | 97.800 |
| Hetauda | Bagmati | 27° 25′ 00″ N | 85° 02′ 00″ E | 468 m | 84.700 |
| Itahari | Koshi | 26° 40′ 00″ N | 87° 17′ 00″ E | 117 m | 74.500 |
| Nepalganj | Lumbini | 28° 03′ 00″ N | 81° 37′ 00″ E | 150 m | 72.500 |
| Kirtipur | Bagmati | 27° 40′ 00″ N | 85° 17′ 00″ E | 1.338 m | 65.600 |
| Bhairahawa | Lumbini | 27° 30′ 00″ N | 83° 27′ 00″ E | 107 m | 63.500 |
| Tikapur | Sudurpashchim | 28° 30′ 00″ N | 81° 08′ 00″ E | 154 m | 56.100 |
| Gulariya | Lumbini | 28° 13′ 59″ N | 81° 19′ 59″ E | 147 m | 55.700 |
| Tulsipur | Lumbini | 28° 07′ 40″ N | 82° 17′ 44″ E | 665 m | 51.500 |
| Birendranagar | Karnali | 28° 36′ 00″ N | 81° 38′ 00″ E | 719 m | 47.900 |
| Palpa | Lumbini | 27° 52′ 00″ N | 83° 33′ 00″ E | 1.262 m | 29.100 |
| Siraha | Madhesh | 26° 39′ 10″ N | 86° 12′ 25″ E | 81 m | 28.400 |
| Panauti | Bagmati | 27° 35′ 00″ N | 85° 31′ 00″ E | 1.444 m | 27.400 |
| Bidur | Bagmati | 27° 53′ 24″ N | 85° 09′ 35″ E | 506 m | 26.800 |
| Ilam | Koshi | 26° 54′ 29″ N | 87° 55′ 34″ E | 1.171 m | 17.500 |
| Ramechhap | Bagmati | 27° 19′ 34″ N | 86° 05′ 13″ E | 1.280 m | 15.000 |
| Charikot | Bagmati | 27° 40′ 00″ N | 86° 02′ 00″ E | 1.846 m | 7.300 |
| Godawari | Sudurpashchim | 28° 52′ 32″ N | 80° 34′ 39″ E | 298 m |
Provinzen mit den meisten Orten
Rekorde im Bestand
Bezogen auf die 27 hier erfassten Orte, nicht auf das gesamte Staatsgebiet.