Zum Inhalt springen
umingo.de Stadt, Land, Fluss und die Koordinaten der Welt

Asien

Oman

Oman hat rund 5,4 Millionen Einwohner auf 309.500 Quadratkilometern. Hauptstadt ist Maskat. Erfasst sind 15 Orte mit Koordinaten, verteilt auf 11 Gouvernements.

Der geografische Mittelpunkt des Oman liegt bei 20° 33′ 50″ N und 56° 04′ 37″ E, in Dezimalgrad 20,5639 und 56,0769. Der nächstgelegene erfasste Ort ist Hayma', 74,4 Kilometer entfernt. Berechnet als Flächenschwerpunkt des Staatsgebiets. Amtlich benannte Mittelpunkte weichen je nach Rechenweise ab, bei kompakten Ländern um wenige Kilometer, bei sehr großen und zerklüfteten um mehr.

Selbst berechnet als Flächenschwerpunkt aus den Landesgrenzen. Amtliche Punkte weichen je nach Rechenweise ab.

Oman liegt im Südosten der Arabischen Halbinsel. An Land grenzt das Sultanat im Nordwesten an die Vereinigten Arabischen Emirate, im Westen an Saudi-Arabien und im Südwesten an den Jemen. Die lange Küste liegt am Arabischen Meer im Süden und Osten und am Golf von Oman im Nordosten, dazu kommt ein kurzes Stück am Persischen Golf. Hauptstadt ist Maskat am Golf von Oman. Zum Staatsgebiet gehören auch zwei Exklaven, die Halbinsel Musandam an der Straße von Hormus und das kleine Madha, beide vom Gebiet der Emirate umgeben.

Oman in Zahlen

Bei der letzten Volkszählung am 12. Dezember 2020 zählte das Statistikamt NCSI 4.471.148 Einwohner. Außerdem veröffentlicht das Amt jeden Monat die registrierte Bevölkerung, Ende Juni 2026 waren es 5.398.645 Menschen. Davon waren 3.063.949 Omaner und 2.334.696 Ausländer, gut vier von zehn Einwohnern haben also keinen omanischen Pass. In der Hauptstadtregion Maskat ist das Verhältnis umgekehrt, dort sind nur 39 Prozent der Einwohner Omaner. Die meisten Ausländer kommen nach Angaben der deutschen Wikipedia aus Indien.

Die Fläche beträgt rund 309.500 Quadratkilometer, das Land ist damit etwas kleiner als Deutschland. Nach dem Umriss von Natural Earth reicht es von 16,6 Grad Nord an der Grenze zum Jemen bis 26,4 Grad Nord an der Spitze von Musandam und von 52,0 bis 59,8 Grad Ost. Die Grad-Archive mit omanischen Orten beginnen im Süden beim 17. Breitengrad mit Salala und Mirbat. Es folgen der 20. mit Haima im Gouvernement al-Wusta, der 23. mit Nizwa und Sur und der 24. Breitengrad mit Maskat und Sib. Ganz im Norden steht beim 26. Breitengrad Khasab auf Musandam. Bei den Längengraden reichen die Archive vom 54. Grad Ost mit Salala über den 55., 56., 57., 58. und 59. bis zum 60. Grad Ost mit Sur an der Ostküste.

Der höchste Berg ist der Dschabal Schams im Hadschar-Gebirge, nordwestlich von Nizwa. Seine Höhe wird mit rund 3.000 Metern angegeben, die Angaben schwanken je nach Quelle um einige Meter. Auf dem Gipfel steht eine Radarstation, die Straße hinauf führt durch militärisches Sperrgebiet. Der tiefste Punkt ist der Meeresspiegel.

Oman oder der Oman?

Kurzantwort. Beides ist richtig. Im Deutschen ist der Name mit und ohne Artikel gebräuchlich, man sagt „in Oman“ ebenso wie „im Oman“. Amtlich heißt das Land Sultanat Oman. Der Name ist sehr alt: Die früheste bekannte schriftliche Erwähnung steht auf einem Grab in Mleiha in den heutigen Vereinigten Arabischen Emiraten und stammt aus der Zeit um 220 vor Christus. Im Rätsel macht der Artikel keinen Unterschied, gesucht ist immer OMAN mit vier Buchstaben.

Warum ist Musandam vom übrigen Oman getrennt?

Kurzantwort. Weil zwischen der Halbinsel und dem Hauptteil des Landes rund 100 Kilometer Gebiet der Vereinigten Arabischen Emirate liegen. Das Gouvernement Musandam ist eine Exklave mit 1.800 Quadratkilometern und hatte bei der Zählung 2020 nur 49.062 Einwohner, Ende Juni 2026 waren es 55.806. Hauptstadt ist Khasab, deutsch auch al-Chasab. Die Halbinsel ragt in die Straße von Hormus hinein, die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman. Wegen ihrer fjordartigen Buchten wird sie auch „Norwegen Arabiens“ genannt. Historisch verwalteten sich die Stämme auf der Halbinsel weitgehend selbst, erst Anfang der 1970er Jahre setzte das Sultanat hier seine Herrschaft durch. Zu Musandam gehört auch die Exklave Madha, die auf halbem Weg zwischen Musandam und dem übrigen Oman ganz von den Emiraten umschlossen ist. In ihr liegt wiederum das Dorf Nahwa, das zum Emirat Schardscha gehört.

Grenzt Oman an Iran?

Kurzantwort. Nicht an Land. Oman hat Landgrenzen nur zu den Emiraten, zu Saudi-Arabien und zum Jemen. Iran liegt auf der anderen Seite der Straße von Hormus, mit Iran und mit Pakistan teilt Oman nur Seegrenzen. An der schmalsten Stelle sind die Festlandsküsten von Iran und Musandam rund 55 Kilometer voneinander entfernt, zwischen vorgelagerten Inseln beider Länder sind es nur etwa 38 Kilometer. Früher reichte Oman auch auf die andere Seite: Die Hafenstadt Gwadar an der Küste des heutigen Pakistan gehörte bis 1958 zu Oman, dann kaufte Pakistan sie für drei Millionen US-Dollar.

Elf Gouvernements

Seit dem 28. Oktober 2011 ist Oman in elf Gouvernements gegliedert, arabisch Muhafaza. Vorher gab es fünf Regionen und vier Gouvernements, das jüngste davon, al-Buraimi, entstand 2006 aus einem Teil von az-Zahira. Die Gouvernements unterteilen sich in zusammen 63 Wilayat. Die Einwohnerzahlen in der Tabelle sind die registrierte Bevölkerung Ende Juni 2026 nach dem Monatsbericht des NCSI.

GouvernementHauptstadtEinwohner Juni 2026
MaskatMaskat1.542.619
Schamal al-BatinaSuhar947.147
Dschanub al-Batinaar-Rustaq590.160
ad-DachiliyyaNizwa575.096
DhofarSalala536.302
Dschanub asch-ScharqiyyaSur378.335
Schamal asch-ScharqiyyaIbra323.473
az-ZahiraIbri249.095
al-Buraimial-Buraimi135.797
al-WustaHaima64.815
MusandamKhasab55.806

Die Hauptstadtregion ist zusammengewachsen. Zum Gouvernement Maskat gehören sechs Wilayat, die größte davon ist Sib mit dem internationalen Flughafen, bei der Zählung 2020 sogar die größte Wilaya des ganzen Landes. Die Wilaya Maskat mit der Altstadt ist dagegen klein. Westlich schließt die Küstenebene der Batina an. Ihr nördlicher Teil mit der Hafenstadt Suhar ist nach Maskat das Gouvernement mit den meisten Einwohnern. Im Landesinneren liegt Nizwa, über Jahrhunderte ein Zentrum der Ibaditen und zeitweise Hauptstadt. Ebenfalls im Gouvernement ad-Dachiliyya liegt Samail. Die Oasenstadt al-Buraimi grenzt direkt an die emiratische Stadt al-Ain. Das Gouvernement al-Wusta in der Mitte des Landes ist das am dünnsten besiedelte.

Gebirge, Wüste und Monsun

Im Norden zieht sich das Hadschar-Gebirge auf rund 600 Kilometern parallel zum Golf von Oman. Zwischen Gebirge und Meer liegt die fruchtbare Küstenebene der Batina, deren Gärten von Grundwasser aus den Wadis gespeist werden. In den Oasen am Gebirgsrand verteilen seit Jahrhunderten Kanäle, die Aflādsch, das Wasser auf die Palmgärten. Mehrere dieser Bewässerungssysteme gehören seit 2006 zum UNESCO-Welterbe, darunter der Faladsch Daris bei Nizwa. Hinter dem Gebirge fällt das Land über Hochebenen und eine weite innere Wüste nach Südwesten zur Rub al-Chali ab, der größten Sandwüste der Erde, die Oman mit Saudi-Arabien und dem Jemen teilt.

Ganz im Süden liegt Dhofar mit der Hauptstadt Salala, rund 870 Kilometer Luftlinie von Maskat entfernt. Die Rub al-Chali trennt diese Region vom Norden des Landes. Im Sommer bringt der Südwestmonsun, hier Charif genannt, feuchte Luft an die Küste, und die sonst kargen Berge werden grün. Viele Besucher aus Oman und den Nachbarländern kommen gerade in dieser Zeit. Dhofar ist auch die Heimat des Weihrauchbaums, dessen Harz die Gegend schon in der Antike reich machte. Vor der Ostküste liegt die Insel Masira, 95 Kilometer lang und 649 Quadratkilometer groß. Sie gehört zum Gouvernement Dschanub asch-Scharqiyya.

Sultanat, Religion und Währung

Oman ist eine absolute Monarchie, der Sultan ist zugleich Staatsoberhaupt und Regierungschef. Von 1970 bis zu seinem Tod 2020 regierte Sultan Qabus ibn Said, in seiner Zeit wurde das Land modernisiert und der Aufstand in Dhofar beendet. Sein Nachfolger ist seit dem 11. Januar 2020 sein Cousin Haitham ibn Tariq. Die beiden Kammern des Rats von Oman haben beratende Aufgaben, die Mitglieder der unteren Kammer werden gewählt, die der oberen vom Sultan ernannt.

Staatsreligion ist der Islam. Neben Sunniten gehört ein großer Teil der Omaner zu den Ibaditen, einer eigenen Richtung des Islam. Eines ihrer frühen Zentren war Nizwa, wo im Jahr 751 der erste ibaditische Imam Omans gewählt wurde. Amtssprache ist Arabisch. Bezahlt wird mit dem Omanischen Rial. Historisch reichte der Einfluss des Sultanats weit über die Halbinsel hinaus: Im 19. Jahrhundert gehörte auch Sansibar vor der Küste Ostafrikas zum omanischen Herrschaftsgebiet.

Oman im Kreuzworträtsel

Im Gitter zählt nur das Wort, der Artikel nicht. Für die Hauptstadt passen die deutsche Form MASKAT und die englische MUSCAT, beide mit sechs Buchstaben.

Frage im RätselLösungBuchstaben
Kfz-Kennzeichen OmansOM2
Sultanat auf der Arabischen HalbinselOMAN4
Hauptstadt OmansMASKAT6
Hauptstadt Omans, englischMUSCAT6
Währung OmansRIAL4
Herrschertitel in OmanSULTAN6
Stadt in DhofarSALALA6
Oasenstadt in OmanNIZWA5
Hafenstadt an der Ostküste OmansSUR3
Region im Süden OmansDHOFAR6
Exklave OmansMUSANDAM8
Meerenge vor MusandamHORMUS6
Insel vor der Küste OmansMASIRA6
Gebirge im Norden OmansHADSCHAR8
Harz aus DhofarWEIHRAUCH9

Bei sechs Kästchen hat Oman besonders viele Kandidaten: MASKAT, MUSCAT, SULTAN, SALALA, DHOFAR, HORMUS und MASIRA sind gleich lang, hier helfen nur Kreuzungsbuchstaben. Bei acht Feldern konkurrieren MUSANDAM und HADSCHAR. Wer die englische Schreibweise SALALAH einträgt, braucht sieben Kästchen statt sechs.

Die größten Orte im Oman

Alle 15 Orten
OrtGouvernementBreiteLängeHöheEinwohner
Maskat Maskat 23° 36′ 50″ N 58° 35′ 32″ E 8 m 1.302.400
Sib Maskat 23° 40′ 49″ N 58° 10′ 57″ E 5 m 478.500
Salala Dhofar 17° 01′ 11″ N 54° 05′ 23″ E 11 m 331.900
As Suwayhirah as Sahil Schamal al-Batina 24° 21′ 43″ N 56° 44′ 04″ E 8 m 151.300
Nizwa ad-Dachiliyya 22° 56′ 00″ N 57° 32′ 00″ E 510 m 131.800
Ibri az-Zahira 23° 13′ 31″ N 56° 31′ 01″ E 359 m 101.600
Al Madrah Sama'il ad-Dachiliyya 23° 18′ 12″ N 57° 58′ 42″ E 446 m 47.700
Khasab Musandam 26° 11′ 00″ N 56° 15′ 00″ E 7 m 17.800
Mirbat Dhofar 16° 59′ 33″ N 54° 41′ 30″ E 6 m 1.100
Al Buraymi al-Buraimi 24° 15′ 21″ N 55° 48′ 09″ E 298 m
Ar Rustaq Dschanub al-Batina 23° 23′ 27″ N 57° 25′ 28″ E 342 m
Hayma' al-Wusta 19° 56′ 00″ N 56° 19′ 00″ E 122 m
Ibra' Schamal asch-Scharqiyya 22° 41′ 26″ N 58° 32′ 00″ E 442 m
Suhar Schamal al-Batina 24° 20′ 31″ N 56° 43′ 48″ E 10 m
Sur Dschanub asch-Scharqiyya 22° 34′ 00″ N 59° 31′ 44″ E 5 m

Rekorde im Bestand

Bezogen auf die 15 hier erfassten Orte, nicht auf das gesamte Staatsgebiet.