Afrika
Senegal
Senegal hat rund 19,1 Millionen Einwohner auf 196.722 Quadratkilometern. Hauptstadt ist Dakar. Erfasst sind 18 Orte mit Koordinaten, verteilt auf 14 Regionen.
Der geografische Mittelpunkt des Senegal liegt bei 14° 21′ 28″ N und 14° 28′ 17″ W, in Dezimalgrad 14,3579 und -14,4714. Der nächstgelegene erfasste Ort ist Janjanbureh in Gambia, 95,2 Kilometer entfernt. Berechnet als Flächenschwerpunkt des Staatsgebiets. Amtlich benannte Mittelpunkte weichen je nach Rechenweise ab, bei kompakten Ländern um wenige Kilometer, bei sehr großen und zerklüfteten um mehr.
Selbst berechnet als Flächenschwerpunkt aus den Landesgrenzen. Amtliche Punkte weichen je nach Rechenweise ab.
Senegal liegt an der Atlantikküste im äußersten Westen Afrikas. Im Norden bildet der Fluss Senegal die Grenze zu Mauretanien, im Osten sein Nebenfluss Falémé die Grenze zu Mali, im Süden schließen Guinea und Guinea-Bissau an. Von der Küste her schiebt sich Gambia als schmaler Streifen beiderseits des Gambia-Flusses rund 300 Kilometer tief ins Land und trennt den Süden, die Casamance, vom Rest des Staates. An der Spitze der Cap-Vert-Halbinsel liegt die Hauptstadt Dakar, und dort liegt mit der Pointe des Almadies auch der westlichste Punkt des afrikanischen Festlands.
Senegal in Zahlen
Die letzte Volkszählung, der fünfte Recensement Général de la Population et de l’Habitat (RGPH-5), fand 2023 statt. Die Statistikbehörde ANSD zählte 18.126.390 Einwohner, bei der Zählung 2013 waren es 13.508.715. Zwischen den beiden Zählungen wuchs die Bevölkerung damit im Mittel um 2,9 Prozent im Jahr. Für 2025 setzt die ANSD auf Grundlage ihrer Projektionen 19.075.959 Einwohner an, das ist eine Rechnung, keine Zählung. Mehr als jeder fünfte Mensch im Land lebt in der Region Dakar, die 2023 gut vier Millionen Einwohner hatte, obwohl sie mit 547 Quadratkilometern die kleinste der 14 Regionen ist.
Die Fläche beträgt 196.722 Quadratkilometer, gut halb so viel wie Deutschland. Das Land liegt zwischen dem 12. und 17. Grad Nord und zwischen dem 11. und 18. Grad West, die Küste ist 531 Kilometer lang. Die Grad-Archive mit senegalesischen Orten laufen vom 13. Breitengrad mit Ziguinchor, Kolda und Kédougou im Süden über den 14. mit Kaolack und den 15. mit Dakar und Thiès bis zum 16. Breitengrad mit Saint-Louis, Louga und Matam im Norden. Bei den Längengraden reichen sie vom 17. Grad West mit Dakar, Rufisque und Thiès bis zum 12. Grad West mit Kédougou ganz im Südosten. Tambacounda steht beim 14., Kaolack und Saint-Louis stehen beim 16. Längengrad.
Das Land ist überwiegend flach, die Ebenen steigen erst im Südosten langsam zu den Ausläufern des Berglands an. Dort liegt auch die höchste Erhebung, ein Gipfel der Nepen-Diakha-Berge in der Region Kédougou an der Grenze zu Guinea, für den 648 Meter angegeben werden. Der tiefste Punkt ist der Meeresspiegel an der Küste. Amtssprache ist Französisch, am meisten gesprochen wird aber Wolof: Etwa die Hälfte der Einwohner hat es als Muttersprache, weitere 20 bis 30 Prozent sprechen es als Zweitsprache. Daneben sind weitere Sprachen als Nationalsprachen anerkannt, darunter Serer, Diola, Fulfulde, Mandinka und Soninke. Mehr als 95 Prozent der Einwohner bekennen sich zum Islam, im Süden gibt es eine größere christliche Minderheit. Bezahlt wird mit dem CFA-Franc der westafrikanischen Staaten.
Ist Gambia eine Enklave im Senegal?
Kurzantwort. Fast, aber nicht ganz. Gambia ist auf drei Seiten von Senegal umgeben, hat an der Mündung des Gambia-Flusses aber eine eigene Küste am Atlantik. Eine echte Enklave wäre vollständig von einem anderen Staat umschlossen. Das Land ist an jedem Flussufer nur 20 bis 50 Kilometer breit und zieht sich rund 320 Kilometer weit nach Osten. Die gemeinsame Grenze ist 749 Kilometer lang, für Gambia die einzige Landgrenze, für Senegal die längste. Festgelegt wurde sie 1889 in einem Abkommen zwischen Frankreich und Großbritannien. Mit 10.689 Quadratkilometern ist Gambia der kleinste Staat auf dem afrikanischen Festland, die Hauptstadt Banjul liegt an der Flussmündung. Vom 1. Februar 1982 bis zum 30. September 1989 waren beide Länder in der Konföderation Senegambia verbunden. Für den Verkehr in die Casamance ist Gambia bis heute ein Umweg: Erst seit Januar 2019 überquert die Senegambia Bridge innerhalb Gambias den Fluss, vorher gab es an dieser Stelle nur eine Fähre.
Senegal oder der Senegal?
Kurzantwort. Beides ist richtig. Der Duden führt den Staatsnamen ohne Artikel, also „in Senegal“, verzeichnet aber auch die Form mit Artikel, „der Senegal“ und „im Senegal“. Immer mit Artikel steht der Fluss, nach dem das Land benannt ist. Der Senegal ist 1.086 Kilometer lang und entspringt als Bafing im Bergland des Fouta Djallon in Guinea. In Mali vereinigt er sich mit dem Bakoye, an der Grenze zwischen Mali und Senegal nimmt er den Falémé auf, danach bildet er auf etwa 500 Kilometern die Grenze zu Mauretanien. Bei Saint-Louis mündet er in den Atlantik. Vor der Mündung hält der Diama-Damm in der Trockenzeit das Meerwasser zurück, das früher mit der Flut weit flussaufwärts drang. Die Einwohner des Landes heißen Senegalesen und Senegalesinnen.
Was ist die Casamance?
Kurzantwort. Der Süden Senegals zwischen Gambia und Guinea-Bissau, benannt nach dem gleichnamigen Fluss. Die Landschaft nimmt etwa ein Siebtel der Landesfläche ein und ist deutlich feuchter als der Norden, die Regenzeit dauert hier vier bis fünf Monate, und an den Flussufern wachsen Mangroven. Verwaltet wird sie in drei Regionen mit den Hauptstädten Ziguinchor, Sédhiou und Kolda. Die Diola leben vor allem in der Region Ziguinchor, und der Anteil der Christen ist höher als im übrigen Land. Seit 1982 kämpften bewaffnete Gruppen der Bewegung MFDC für eine Abspaltung der Casamance. Verhandlungen zwischen der Regierung und den Rebellengruppen haben zwischen 2001 und 2017 nach und nach zu einer Befriedung geführt.
Die 14 Regionen
Die Verwaltung folgt dem Vorbild Frankreichs, der früheren Kolonialmacht: Es gibt Regionen, Départements und Arrondissements. Seit 2008 sind es 14 Regionen. Matam kam 2002 hinzu, 2008 folgten Kaffrine, Kédougou und Sédhiou. Darunter liegen 46 Départements. Seit der Kommunalreform von 2014 bilden die Départements und 552 Gemeinden die beiden Ebenen der Selbstverwaltung, die Regionen dienen allein der staatlichen Verwaltung. Jede Region trägt den Namen ihrer Hauptstadt.
| Region | Hauptstadt |
|---|---|
| Dakar | Dakar |
| Diourbel | Diourbel |
| Fatick | Fatick |
| Kaffrine | Kaffrine |
| Kaolack | Kaolack |
| Kédougou | Kédougou |
| Kolda | Kolda |
| Louga | Louga |
| Matam | Matam |
| Saint-Louis | Saint-Louis |
| Sédhiou | Sédhiou |
| Tambacounda | Tambacounda |
| Thiès | Thiès |
| Ziguinchor | Ziguinchor |
Die flächengrößte Region ist Tambacounda mit 42.364 Quadratkilometern, mehr als ein Fünftel des Landes, die kleinste ist Dakar. Die Hauptstadt einer Region ist nicht immer ihre größte Stadt. In der Region Diourbel liegt die Pilgerstadt Touba, rund 150 Kilometer östlich von Dakar und Zentrum der Bruderschaft der Mouriden. Sie zählte 2023 genau 1.120.824 Einwohner und ist damit nach dem Ballungsraum Dakar, der zusammen mit Pikine und Guédiawaye auf 3.186.088 kam, die zweitgrößte Stadt des Landes. Danach folgen Thiès mit 391.253, Kaolack mit 298.904 und Rufisque mit 295.459 Einwohnern, das wie Dakar zur Region Dakar gehört. Saint-Louis kam auf 254.171, Ziguinchor auf 214.874 Einwohner.
Flüsse, Seen und Küste
Neben dem Senegal prägen weitere Flüsse das Land: der Gambia, der Saloum, der Sine und im Süden die Casamance. Weil das Land so flach ist, haben sie kaum Gefälle und münden in weit verzweigten Deltas in den Atlantik. In der Trockenzeit dringt Meerwasser mit der Flut mehrere Hundert Kilometer flussaufwärts, in der Regenzeit sind Hochwasser häufig. Am Saloum liegt der See- und Flusshafen von Kaolack, das Mündungsgebiet ist seit 1976 als Nationalpark Delta du Saloum geschützt, mit Sümpfen und Mangrovenwäldern.
Der größte See ist der flache Lac de Guiers, ein Süßwassersee. Er ist rund 80 Kilometer lang und bis zu zwölf Kilometer breit und für die Trinkwasserversorgung der Region und der Hauptstadt wichtig. Bekannter ist der Lac Retba, auch Lac Rose genannt, ein Salzsee 35 Kilometer nordöstlich von Dakar nahe der Küste. Algen färben sein Wasser vor allem in der Trockenzeit rosarot, und der Salzgehalt ist so hoch, dass man darin so leicht schwimmt wie im Toten Meer.
Vor der Küste treffen der kühle Kanarenstrom, der warme Äquatorialstrom und kaltes Auftriebswasser aus der Tiefe aufeinander. Von Dezember bis April bleibt das Meer unter 20 Grad, in der Regenzeit von Juni bis November erreicht es 27 bis 28 Grad. Das nährstoffreiche Wasser macht die Küste sehr fischreich. An Land fallen im Süden rund 1.500 Millimeter Regen im Jahr, im Norden und Nordosten weniger als 350, dort beginnt die Sahelzone. Zwei Nationalparks sind Weltnaturerbe der UNESCO: Niokolo-Koba im Osten, 9.500 Quadratkilometer groß und Heimat der letzten Elefanten des Landes, und Djoudj nordöstlich von Saint-Louis, wo im Winter Zugvögel aus Europa rasten.
Vom Handelsposten zur Republik
1444 erreichte das erste portugiesische Schiff die Küste des heutigen Senegal. Später setzten sich die Franzosen fest, vor allem in Saint-Louis und auf der Insel Gorée vor Dakar. Bis 1891 kam das ganze Gebiet unter französische Kontrolle, 1895 wurde Senegal Kolonie in Französisch-Westafrika. Dessen Verwaltungssitz war zunächst Saint-Louis, ab 1902 Dakar. Am 20. Juni 1960 wurde Senegal als Teil der Mali-Föderation unabhängig, trat aber schon am 20. August 1960 wieder aus und wurde zur Republik Senegal. Erster Präsident war der Dichter Léopold Sédar Senghor, der auch den Text der Nationalhymne schrieb.
Senegal im Kreuzworträtsel
Im Gitter fallen Akzente, Bindestriche und Leerzeichen weg: Aus Saint-Louis wird SAINTLOUIS mit zehn Feldern, aus Gorée GOREE mit fünf, aus Niokolo-Koba NIOKOLOKOBA mit elf.
| Frage im Rätsel | Lösung | Buchstaben |
|---|---|---|
| Kfz-Kennzeichen Senegals | SN | 2 |
| Staat in Westafrika | SENEGAL | 7 |
| Grenzfluss zu Mauretanien | SENEGAL | 7 |
| Hauptstadt Senegals | DAKAR | 5 |
| Hafenstadt an der Senegalmündung | SAINTLOUIS | 10 |
| Pilgerstadt in Senegal | TOUBA | 5 |
| Insel vor Dakar | GOREE | 5 |
| Verkehrssprache in Senegal | WOLOF | 5 |
| Amtssprache Senegals | FRANZOESISCH | 11 12 |
| Währung Senegals | CFAFRANC | 8 |
| Landschaft im Süden Senegals | CASAMANCE | 9 |
| Nachbarstaat am gleichnamigen Fluss | GAMBIA | 6 |
| Erster Präsident Senegals | SENGHOR | 7 |
| Rosa Salzsee bei Dakar | RETBA | 5 |
| Nationalpark in Senegal | NIOKOLOKOBA | 11 |
| Hafenstadt am Saloum | KAOLACK | 7 |
Bei fünf Kästchen ist Senegal ein schwieriges Land: DAKAR, TOUBA, GOREE, WOLOF, RETBA und die Großstadt THIES sind gleich lang, hier hilft nur ein Buchstabe aus der Kreuzung. Bei sieben Feldern konkurrieren SENEGAL, SENGHOR und KAOLACK. Fragt das Rätsel nach einem Staat in Westafrika mit sieben Buchstaben, kommen neben SENEGAL auch LIBERIA und NIGERIA in Frage. Bei der Amtssprache entscheidet die Zählweise: Französisch hat abgelesen elf Buchstaben, im Gitter wird das Ö zu OE und das Wort braucht zwölf Felder.
Die größten Orte im Senegal
| Ort | Region | Breite | Länge | Höhe | Einwohner |
|---|---|---|---|---|---|
| Dakar | Dakar | 14° 43′ 55″ N | 17° 27′ 26″ W | 28 m | 1.278.500 |
| Thiès | Thiès | 14° 47′ 00″ N | 16° 55′ 00″ W | 77 m | 391.300 |
| Rufisque | Dakar | 14° 43′ 00″ N | 17° 16′ 00″ W | 10 m | 295.500 |
| Saint-Louis | Saint-Louis | 16° 02′ 00″ N | 16° 30′ 00″ W | 0 m | 254.200 |
| Ziguinchor | Ziguinchor | 12° 35′ 00″ N | 16° 16′ 00″ W | 10 m | 205.300 |
| Kaolack | Kaolack | 14° 09′ 07″ N | 16° 04′ 21″ W | 7 m | 172.300 |
| Diourbel | Diourbel | 14° 39′ 18″ N | 16° 13′ 53″ W | 9 m | 100.400 |
| Louga | Louga | 15° 37′ 00″ N | 16° 13′ 00″ W | 31 m | 85.100 |
| Tambacounda | Tambacounda | 13° 46′ 08″ N | 13° 40′ 02″ W | 32 m | 78.800 |
| Kolda | Kolda | 12° 53′ 45″ N | 14° 56′ 27″ W | 16 m | 62.300 |
| Fatick | Fatick | 14° 19′ 00″ N | 16° 25′ 00″ W | 8 m | 24.200 |
| Kobilo | Matam | 16° 09′ 00″ N | 13° 30′ 00″ W | 19 m | 21.700 |
| Kedougou | Kédougou | 12° 33′ 20″ N | 12° 10′ 51″ W | 126 m | 18.200 |
| Linguere | Louga | 15° 23′ 00″ N | 15° 13′ 00″ W | 50 m | 15.500 |
| Kanel | Matam | 15° 29′ 00″ N | 13° 10′ 00″ W | 25 m | 13.000 |
| Kaffrine | Kaffrine | 14° 06′ 06″ N | 15° 32′ 48″ W | 15 m | |
| Matam | Matam | 15° 37′ 00″ N | 13° 20′ 00″ W | 28 m | |
| Sedhiou | Sédhiou | 12° 42′ 29″ N | 15° 33′ 25″ W | 23 m |
Regionen mit den meisten Orten
Rekorde im Bestand
Bezogen auf die 18 hier erfassten Orte, nicht auf das gesamte Staatsgebiet.