Asien
Mongolei
Mongolei hat rund 3,6 Millionen Einwohner auf 1.564.116 Quadratkilometern. Hauptstadt ist Ulaanbaatar. Erfasst sind 26 Orte mit Koordinaten, verteilt auf 22 Regionen.
Der geografische Mittelpunkt der Mongolei liegt bei 46° 41′ 23″ N und 103° 05′ 24″ E, in Dezimalgrad 46,6896 und 103,0899. Der nächstgelegene erfasste Ort ist Arvayheer, 53,1 Kilometer entfernt. Berechnet als Flächenschwerpunkt des Staatsgebiets. Amtlich benannte Mittelpunkte weichen je nach Rechenweise ab, bei kompakten Ländern um wenige Kilometer, bei sehr großen und zerklüfteten um mehr.
Selbst berechnet als Flächenschwerpunkt aus den Landesgrenzen. Amtliche Punkte weichen je nach Rechenweise ab.
Die Mongolei ist ein Binnenstaat in Ostasien und hat nur zwei Nachbarn: Im Norden grenzt sie auf 3.485 Kilometern an Russland, im Süden auf 4.677 Kilometern an China. Ganz im Westen fehlen bis Kasachstan nur 38 Kilometer. Das Land ist ein Hochland mit einer mittleren Höhe von etwa 1.580 Metern, mit Gebirgen im Norden und Westen, weiten Steppen in der Mitte und der Wüste Gobi im Süden. Die Hauptstadt Ulaanbaatar liegt auf rund 1.350 Metern im Tal des Tuul.
Die Mongolei in Zahlen
Die letzte Volkszählung fand 2020 statt und ergab 3.296.866 Einwohner. Das Nationale Statistikamt NSO weist für 2025 eine Bevölkerung von 3.591.120 aus, das ist eine Fortschreibung, keine Zählung. Davon entfallen nach derselben Statistik 1.796.045 auf die Hauptstadt, rund die Hälfte aller Mongolen lebt also in Ulaanbaatar. Mit 1.564.116 Quadratkilometern ist die Mongolei gut viermal so groß wie Deutschland und das 18. größte Land der Erde. Unter den Binnenstaaten ist nur Kasachstan größer.
Das Staatsgebiet reicht von 41° 35′ bis 52° 06′ Nord und von 87° 47′ bis 119° 57′ Ost. Von West nach Ost misst es 2.392 Kilometer, von Nord nach Süd 1.259. Die Grad-Archive mit mongolischen Orten laufen vom 44. Breitengrad mit Dalandsadgad in der Gobi bis zum 50. mit Ulaangom, Mörön und Süchbaatar im Norden, Ulaanbaatar steht beim 48. Breitengrad. Bei den Längengraden reichen sie vom 90. Grad Ost mit Ölgii im äußersten Westen bis zum 115. mit Tschoibalsan im Osten. Ulaanbaatar liegt beim 107. Grad Ost.
Höchster Berg ist der Chüiten-Gipfel im Altai mit 4.374 Metern, früher wurden 4.356 Meter angegeben. Er steht ganz im Westen im Aimag Bajan-Ölgii auf der Grenze zu China und gehört zur Gruppe Tawan Bogd, den „fünf Heiligen“. Etwa zweieinhalb Kilometer weiter nördlich markiert der Gipfel Tawan Bogd Uul das Dreiländereck mit Russland und China. Der tiefste Punkt liegt mit 532 Metern am See Choch Nuur im Osten des Landes. Amtssprache ist Mongolisch. Geschrieben wird es in einem leicht erweiterten kyrillischen Alphabet, die traditionelle, senkrecht geschriebene mongolische Schrift sollte nach dem Ende der kommunistischen Herrschaft wieder eingeführt werden, hat sich im Alltag aber nicht durchgesetzt. Die Währung ist der Tögrög, eingeführt 1924.
Ulaanbaatar oder Ulan Bator?
Kurzantwort. Beides meint dieselbe Stadt. Ulaanbaatar ist die Umschrift des mongolischen Namens, er bedeutet „Roter Held“ und gilt seit 1924. Weil die Mongolei die kyrillische Schrift erst Jahre später einführte, setzte sich international zuerst die russische Form Ulan-Bator durch, daher stammt die deutsche Schreibweise Ulan Bator. Davor hieß die Stadt Niislel Chüree, in Europa war sie lange als Urga bekannt, nach ihrem ersten Namen Örgöö. Im Rätsel hat ULAANBAATAR elf Kästchen, ULANBATOR neun. Ulaanbaatar gehört zu keinem Aimag, sondern bildet eine eigene Verwaltungseinheit, deren Gebiet mit gut 4.700 Quadratkilometern weit über die bebaute Stadt hinausreicht.
Mongolei oder Innere Mongolei?
Kurzantwort. Zwei verschiedene Gebiete. Die Mongolei ist ein unabhängiger Staat, die Innere Mongolei eine Autonome Region der Volksrepublik China südlich davon, mit der Hauptstadt Hohhot. Die Begriffe stammen aus der Zeit der Qing-Dynastie: Damals hieß der größte Teil der heutigen Mongolei Äußere Mongolei, die Innere Mongolei lag näher an Peking. Die Mongolen selbst sprechen von der „vorderen“ und der „hinteren“ Mongolei. 1911 erklärte die Äußere Mongolei ihre Unabhängigkeit, aus ihr ging der heutige Staat hervor, die Innere Mongolei blieb ein Teil Chinas. Heute leben dort deutlich mehr Menschen als im Staat Mongolei: Die chinesische Volkszählung 2020 ergab für die Innere Mongolei 24.049.155 Einwohner. Dort ist auch die traditionelle mongolische Schrift noch in Gebrauch.
Ist die Mongolei das am dünnsten besiedelte Land der Welt?
Kurzantwort. Unter den unabhängigen Staaten ja. Im Jahr 2020 kamen auf einen Quadratkilometer nur 2,11 Menschen, ohne die Hauptstadt wären es sogar nur 1,15 gewesen. Auch Namibia ist sehr dünn besiedelt, kommt aber auf deutlich mehr Menschen je Quadratkilometer. Boden und Klima lassen in der Mongolei kaum Ackerbau zu, wichtig ist bis heute die nomadische Viehwirtschaft auf den Steppen. Gleichzeitig ziehen immer mehr Menschen in die Hauptstadt, deren Anteil an der Bevölkerung 2023 bei 49,5 Prozent lag. Im Jahr 2023 lebten 69 Prozent der Einwohner in Städten.
21 Aimags und die Hauptstadt
Die Mongolei gliedert sich in 21 Aimags, die Provinzen, dazu kommt die Hauptstadt als eigene Einheit. Jeder Aimag ist in Sum unterteilt, vergleichbar mit Landkreisen, diese wiederum in Bag. Im Jahr 2024 gab es 330 Sum mit zusammen 1.647 Bag. Die heutige Einteilung ist jung: 1994 entstanden um die Industriestädte Erdenet und Darchan die Aimags Orchon und Darchan-Uul, 1996 wurde Gobi-Sümber vom Aimag Dorno-Gobi abgetrennt. Darchan-Uul liegt als Enklave mitten im Selenge-Aimag.
| Aimag | Hauptort |
|---|---|
| Archangai | Tsetserleg |
| Bajanchongor | Bajanchongor |
| Bajan-Ölgii | Ölgii |
| Bulgan | Bulgan |
| Chentii | Tschingis (Öndörchaan) |
| Chowd | Chowd |
| Chöwsgöl | Mörön |
| Darchan-Uul | Darchan |
| Dornod | Tschoibalsan |
| Dorno-Gobi | Sainschand |
| Dsawchan | Uliastai |
| Dund-Gobi | Mandal-Gobi |
| Gobi-Altai | Altai |
| Gobi-Sümber | Tschoir |
| Ömnö-Gobi | Dalandsadgad |
| Orchon | Erdenet |
| Öwörchangai | Arwaicheer |
| Selenge | Süchbaatar |
| Süchbaatar | Baruun-Urt |
| Töw | Dsuunmod |
| Uws | Ulaangom |
| Hauptstadt | Ulaanbaatar |
Flächengrößter Aimag ist Ömnö-Gobi im Süden mit 165.400 Quadratkilometern, fast halb so groß wie Deutschland. Der kleinste ist Orchon mit 840 Quadratkilometern, er besteht im Kern aus der Stadt Erdenet, der zweitgrößten des Landes. Drittgrößte Stadt ist Darchan. Vorsicht bei Süchbaatar: So heißt ein Aimag im Osten mit dem Hauptort Baruun-Urt, aber auch die Hauptstadt des Selenge-Aimags an der Grenze zu Russland. Der Hauptort des Chentii-Aimags hieß lange Öndörchaan, am 18. November 2013 beschloss die Vertretung des Aimags, ihn in Tschingis umzubenennen.
Gebirge, Steppe und Gobi
Etwa ein Drittel des Landes ist Hochgebirge, vor allem im Norden, Westen und Südosten. Vom Chüiten-Gipfel ziehen der Mongolische Altai und der Gobi-Altai mit Gipfeln zwischen 3.000 und 4.000 Metern rund 2.000 Kilometer nach Ostsüdosten. In der Landesmitte liegt das Changai-Gebirge mit zahlreichen Dreitausendern, östlich der Hauptstadt das Chentii-Gebirge. Rund 40 Prozent der Fläche sind Halbwüste, 35 Prozent Baumsteppe und 20 Prozent Grassteppe, der Rest Wald und Sandwüste. Im Süden geht das Land in die Gobi über, ein Trockengebiet von 2,3 Millionen Quadratkilometern, das sich bis weit nach China erstreckt. Ihre steinigen, extrem wasserarmen Wüsten liegen vor allem in China, auf der mongolischen Seite überwiegen weite Steppen.
Etwa 1.200 Flüsse entwässern das Land in drei Richtungen. Im Norden fließt die Selenge mit ihren großen Nebenflüssen Ider, Orchon und Tuul zum Baikalsee und damit zum Arktischen Ozean. Erdenet liegt zwischen Selenge und Orchon, Darchan am Charaa, der in den Orchon mündet. Onon und Cherlen entspringen im Chentii-Gebirge und erreichen über den Amur den Pazifik, der Cherlen fließt dabei an Tschingis vorbei. Im Westen fließen Chowd und Dsawchan in abflusslose Becken Zentralasiens. Alle Flüsse frieren im Winter zu, das Eis kann bis zu einem halben Jahr halten und mehr als einen Meter dick werden.
Von den fast 4.000 Seen sind zwei besonders groß: der salzige Uws Nuur mit 3.350 Quadratkilometern und der Chöwsgöl Nuur mit 2.760 Quadratkilometern, einer der bedeutendsten Süßwasserseen der Welt. Die meisten übrigen Seen sind kleiner als fünf Quadratkilometer. Viele Gewässer leiden unter der Austrocknung: Nach Angaben von 2007 waren 852 Flüsse und Bäche und mehr als 1.000 Seen ausgetrocknet oder verschwunden.
Vom Großreich zur Republik
1206 einte Dschingis Khan die mongolischen Stämme und gründete das Mongolische Reich, das sich über Asien bis nach Europa erstreckte. Später geriet das Gebiet unter die Herrschaft der Qing-Dynastie. Nach deren Zusammenbruch erklärte die Äußere Mongolei 1911 ihre Unabhängigkeit unter dem Bogd Khan. Nach der Revolution von 1921 entstand 1924 die Mongolische Volksrepublik, die eng an die Sowjetunion gebunden war. 1990 vollzog das Land einen friedlichen Übergang zur Demokratie, am 12. Februar 1992 nahm das Parlament eine neue Verfassung an, und das Wort Volksrepublik verschwand aus dem Staatsnamen. Nationalfeiertag ist der 11. Juli, an dem das Naadam gefeiert wird, das größte Volksfest des Landes.
Die Mongolei im Kreuzworträtsel
Bei der Mongolei hängt viel an der Schreibweise. Die Hauptstadt hat je nach Umschrift neun oder elf Felder, und bei Umlauten wie in Tögrög oder Chüiten zählt das Gitter OE und UE mit zwei Kästchen.
| Frage im Rätsel | Lösung | Buchstaben |
|---|---|---|
| Kfz-Kennzeichen der Mongolei | MNG | 3 |
| Staat in Asien | MONGOLEI | 8 |
| Hauptstadt der Mongolei | ULAANBAATAR | 11 |
| Hauptstadt der Mongolei (deutsche Schreibweise) | ULANBATOR | 9 |
| Früherer Name von Ulan Bator | URGA | 4 |
| Fluss durch Ulan Bator | TUUL | 4 |
| Wüste in der Mongolei | GOBI | 4 |
| Zelt der mongolischen Nomaden | JURTE | 5 |
| Provinz der Mongolei | AIMAG | 5 |
| Mongolisches Volksfest | NAADAM | 6 |
| Währung der Mongolei | TOEGROEG | 6 8 |
| Höchster Berg der Mongolei | CHUEITEN | 7 8 |
| Großer Salzsee der Mongolei | UWSNUUR | 7 |
| Zweitgrößte Stadt der Mongolei | ERDENET | 7 |
| Mongolischer Herrscher | DSCHINGISKHAN | 13 |
| Nachbarstaat im Norden | RUSSLAND | 8 |
| Nachbarstaat im Süden | CHINA | 5 |
Bei vier Kästchen passen GOBI, URGA und TUUL, bei acht MONGOLEI, RUSSLAND und die Währung TOEGROEG. Steht im Rätsel nur „mongolische Wüste“, ist fast immer GOBI gemeint. Bei sieben Feldern konkurrieren ERDENET, UWSNUUR und der Berg CHÜITEN, wenn das Ü als ein einziges Feld zählt. Wer nach dem Gründer des Mongolischen Reiches gefragt wird, braucht für DSCHINGISKHAN dreizehn Felder.
Die größten Orte in der Mongolei
| Ort | Aimag | Breite | Länge | Höhe | Einwohner |
|---|---|---|---|---|---|
| Ulaanbaatar | Ulaanbaatar | 47° 55′ 13″ N | 106° 55′ 02″ E | 1.309 m | 1.796.000 |
| Erdenet | Orchon | 49° 01′ 40″ N | 104° 02′ 40″ E | 1.347 m | 103.100 |
| Darchan | Darchan-Uul | 49° 28′ 08″ N | 105° 57′ 27″ E | 698 m | 89.400 |
| Darhan | Selenge | 49° 37′ 00″ N | 106° 21′ 00″ E | 889 m | 74.700 |
| Choybalsan | Dornod | 48° 04′ 14″ N | 114° 31′ 22″ E | 746 m | 38.200 |
| Moron | Chöwsgöl | 49° 38′ 15″ N | 100° 09′ 41″ E | 1.281 m | 36.100 |
| Olgiy | Bajan-Ölgii | 48° 57′ 56″ N | 89° 57′ 48″ E | 1.715 m | 28.500 |
| Ulaangom | Uws | 49° 59′ 00″ N | 92° 04′ 00″ E | 930 m | 26.300 |
| Bayanhongor | Bajanchongor | 46° 11′ 40″ N | 100° 43′ 05″ E | 1.873 m | 26.300 |
| Hovd | Chowd | 48° 01′ 00″ N | 91° 34′ 00″ E | 1.485 m | 26.000 |
| Suhbaatar | Selenge | 50° 14′ 11″ N | 106° 12′ 23″ E | 630 m | 24.200 |
| Uliastay | Dsawchan | 47° 44′ 30″ N | 96° 50′ 40″ E | 1.756 m | 22.000 |
| Arvayheer | Öwörchangai | 46° 15′ 50″ N | 102° 46′ 30″ E | 1.837 m | 20.000 |
| Dalanzadgad | Ömnö-Gobi | 43° 34′ 12″ N | 104° 25′ 33″ E | 1.472 m | 19.400 |
| Tsetserleg | Archangai | 47° 28′ 37″ N | 101° 27′ 01″ E | 1.708 m | 18.500 |
| Dzuunmod | Töw | 47° 42′ 25″ N | 106° 56′ 58″ E | 1.518 m | 18.000 |
| Altay | Gobi-Altai | 46° 22′ 22″ N | 96° 15′ 26″ E | 2.158 m | 15.800 |
| Ondorhaan | Chentii | 47° 19′ 00″ N | 110° 39′ 00″ E | 1.029 m | 14.700 |
| Baruun-Urt | Süchbaatar | 46° 40′ 50″ N | 113° 16′ 45″ E | 989 m | 14.300 |
| Bulgan | Bulgan | 48° 48′ 37″ N | 103° 32′ 27″ E | 1.201 m | 12.300 |
| Saynshand | Dorno-Gobi | 44° 53′ 30″ N | 110° 08′ 12″ E | 954 m | 8.800 |
| Ulaan-Uul | Dorno-Gobi | 44° 20′ 01″ N | 111° 14′ 00″ E | 999 m | 3.700 |
| Mandalgovi | Dund-Gobi | 45° 46′ 00″ N | 106° 16′ 15″ E | 1.432 m | 3.000 |
| Hodrogo | Dsawchan | 48° 57′ 59″ N | 96° 47′ 00″ E | 1.852 m | 0 |
| Choyr | Gobi-Sümber | 46° 21′ 40″ N | 108° 21′ 40″ E | 1.286 m | |
| Dalandzadgad | Ömnö-Gobi | 43° 34′ 15″ N | 104° 25′ 30″ E | 1.469 m |
Aimag mit den meisten Orten
Rekorde im Bestand
Bezogen auf die 26 hier erfassten Orte, nicht auf das gesamte Staatsgebiet.