Skyline Nashville, Tennessee am späten Abend

Nashville (USA) – Südstaaten Metropole und Stadt der Country Musik

Im Herzen des mittleren Ostens der USA liegt die etwa 670.000 Einwohner zählende Stadt Nashville. Sie ist zugleich Hauptstadt des US-Bundesstaates Tennessee und der Verwaltungssitz des Countys Davidson County. Die Stadt liegt am Cumberland River, einem ca. 1.100 Kilometer langem Fluss, der bei Smithland in den Ohio River mündet.

Flächenmäßig ist sie die größte Stadt Tennessees. Sie ist mit 1.362 km² etwa 1,5 mal so groß wie Berlin. Bei den Einwohnern hat jedoch die im Südwesten des Bundesstaates liegende Stadt Memphis knapp die Nase vorn.

Nashville ist bekannt für seine Musikindustrie und viele ihrer Einwohner leben direkt oder indirekt von der Musikbranche. Sie trägt nicht umsonst den Spitznamen „Music City“.

Die Geschichte der Stadt Nashville

Für amerikanische Verhältnisse blickt Nashville auf eine recht lange Historie zurück.

Paläoindianer besiedelten die Gegend rund um Nashville bereits 13.000 v. Chr. Erste Europäer waren französische Pelzhändler, die hier 1717 den Handelsposten French Lick errichteten. Im 17. Jahrhundert beanspruchten erst die Shawnee und später die Cherokee sowie die Chickasaw Indianerstämme das Gebiet.

Richard Henderson, ein Jurist aus North Carolina, erwarb 1775 große Gebiete von Mittel-Tennessee und Kentucky von den Cherokee Indianern. Er entsandte eine Gruppe, um das Gebiet Cumberland Valley zu untersuchen. Zur Weihnachtszeit im Jahr 1779 überquerten Siedler den zugefrorenen Cumberland River und gründeten unter der Führung von James Robertson an dieser Stelle das Fort Nashborough. Namensgeber war der 1777 im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gefallene Brigadegeneral der Continental Army Francis Nash. Eine Nachbildung des Forts steht heute in einem Park entlang des Cumberland River.

1784 wurde der Ort in Nashville umbenannt. 1806 wurden der Siedlung Stadtrechte verliehen und sie wurde zum Verwaltungssitz des Countys.

Den eigentlichen Aufschwung erlebte die Siedlung, als es im Jahr 1819 der erste Schaufelraddampfer schaffte, den Cumberland River flußaufwärts bis nach Nashville zu fahren. Erst seit dieser Zeit war Nashville an das Verkehrsnetz des Mississippi angeschlossen und wuchs von 345 Einwohnern um das Jahr 1800 schnell auf 5.566 im Jahr 1830 und über 10.000 im Jahr 1850. Seit 1843 ist Nashville die Hauptstadt von Tennessee.

Der Aufschwung Nashvilles stoppte jedoch während des amerikanischen Bürgerkrieges und die Stadt wurde im Februar 1862 sogar von den Unionstruppen besetzt. Die letzte große Schlacht des amerikanischen Bürgerkriegs am 15./16. Dezember 1864 fand außerhalb Nashvilles statt, als die Unionstruppen unter General George H. Thomas die Konföderierten unter General John B. Hood besiegten.

Die Stadt wurde durch die zahlreichen Hochschulen bekannt, die hier gegründet wurden, und sie erhielt daraufhin den Beinamen „Athen des Südens“.

Im Jahr 1910 hatte Nashville bereits über 110.000 Einwohner.

Quellen und weitere Informationen

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