Extremadura – Autonome Gemeinschaft in Spanien

Die Autonome Gemeinschaft Extremadura befindet sich im Westen Spaniens und an der Grenze zu Portugal. Mit einer Fläche von 41.633 km² ist sie die fünftgrößte autonome Gemeinschaft Spaniens und damit in etwa so groß wie die Niederlande. Die Einwohnerzahl von Extremadura beträgt fast 1,1 Millionen. Die Hauptstadt ist Mérida.

Extremadura ist zwei fast gleich große Provinzen unterteilt. Badajoz im Süden und Cáceres im Norden.

Im Norden grenzt die Region an Kastilien und León, im Osten an Kastilien-La Mancha, im Süden an Andalusien und im Westen an die Zentralregion von Portugal.

Extremadura wurde am 26. Februar 1983 zur autonomen Gemeinschaft Spaniens erklärt und verfügt seitdem über weitreichende politische Kompetenzen.

Die Wirtschaft von Extremadura ist vielseitig und umfasst Landwirtschaft, Handwerk, Industrie und Dienstleistungen. Die Region ist bekannt für ihre Wein- und Olivenölproduktion sowie für ihre landwirtschaftlichen Erzeugnisse wie Kartoffeln, Zwiebeln, Tomaten und Obst. Das Handwerk spielt ebenfalls eine wichtige Rolle, insbesondere im Bereich der traditionellen Kunsthandwerke wie Keramik, Metallarbeiten und Textilien. Nichtsdestotrotz gehört die Gemeinschaft zu weniger entwickelten und ärmeren Regionen des Landes.

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Landschaft

Die Landschaft von Extremadura ist sehr vielfältig und umfasst Berge, Flüsse, Wälder und Steppen. Es gibt zwei Nationalparks in der Region, den Parque Nacional de Monfragüe und den Parque Nacional de las Tablas de Daimiel, sowie mehrere Naturreservate und Schutzgebiete. Die Region ist auch ein wichtiges Ziel für Ornithologen, da es eine vielfältige Verbreitung an Vogelarten gibt, die hier heimisch sind oder die Region als Zwischenstopp während ihrer Zugreise nutzen.

Der Nationalpark Monfragüe

Nationalpark Monfragüe mit dem Fluss Tajo in Extremadura
Nationalpark Monfragüe mit dem Fluss Tajo in Extremadura

Spannende Wanderrouten durch den Parque Nacional de Monfragüe. Diese sind von Von Plasencia, von Trujillo und von Navalmoral de la Mata aus über Regionalstraßen mir dem Auto leicht zu erreichen. Durch Weideland mit Eichen- und Korkeichenwäldern lässt sich die Fauna und Flora des Nationalparks auf meist leichten Wanderrouten ganzjährig entdecken.

Zudem lassen sich viele Bauwerke aus dem Mittelalter, wie die Brücke Puente del Cardena über dem Fluss Rio Tajo aus dem Jahr 1450, die Burg von Monfragüe aus dem 9. Jahrhundert und deren Wallfahrtskirche, entdecken.

Sehenswürdigkeiten in Extremadura

Medellín - Römerbrücke und Burg bei Nacht
Medellín – Römerbrücke und Burg bei Nacht

Extremadura hat auch zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bieten, darunter Museen, Kunstgalerien, Burgen, Klöster und archäologische Stätten. Einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten sind die Römerbrücke in Mérida, die Altstadt von Cáceres, das Kloster von Guadalupe und die Burg von Trujillo. Es gibt auch viele Feste und Veranstaltungen, die jedes Jahr in der Region stattfinden, darunter die Karnevalfeierlichkeiten in Cáceres und Mérida und das Fest der Römerbrücke in Mérida.

Beim Pilgern auf dem Silberweg lassen sich römische Bauwerke wie die historische Brücke von Alcantara, das Aquädukt Los Milagros und das römische Theater von Regina erkunden. Eine phantastische Zeitreise, die zurück ins 2. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung führt, als die Römer das Gebiet von Extremadura zu einer ihrer Provinzen machte.

Acueducto de los Milagros Mérida (Extremadura)
Acueducto de los Milagros Mérida

Flüsse, Seen und Gewässer

Durch Extremadura fließen unter anderem der 1.007 km lange Tajo, der 380 lange Tiétar, der 745 km Guadiana und der 105 km lange Río Erjas. Zahlreiche Seen und Stauseen bieten viele Möglichkeiten zum Baden und Angeln. Unter anderem die Stauseen Alcántara, Orellana und Zújar sowie die Seen San Juan, Alcudia, El Cristal und La Serena.

Die größten Städte

Die bevölkerungsreichsten Städte in Extremadura sind laut Citypopulation:

  • Badajoz, 151.000 Einwohner
  • Cáceres, 96.000 Einwohner
  • Mérida, 60.000 Einwohner
  • Plasencia, 40.000 Einwohner
  • Don Benito, 37.000
  • Almendralejo, 34.000 Einwohner
  • Villanueva de la Serena, 26.000 Einwohner

Bildnachweise
@ Leonid_AndronovTeatro Romano de Mérida #428325244Standardlizenz de.depositphotos.com
@ FostersLandschaft im Parque Nacional de Monfragüe #185631330Standardlizenz de.depositphotos.com
@ mmedpAcueducto de los Milagros (Mérida) #36487031Standardlizenz de.depositphotos.com
@ phb.czRömerbrücke und Burg bei Nacht (Medellín) #11284767Standardlizenz de.depositphotos.com