Ostermundigen
46° 57′ 19″ N 7° 29′ 00″ E
Ostermundigen liegt im Kanton Bern in der Schweiz auf dem 47. Breitengrad, rund 5.221 Kilometer nördlich des Äquators und 568 Kilometer östlich des Nullmeridians. In der Stadt leben etwa 18.400 Einwohner.
Ostermundigen liegt am östlichen Stadtrand von Bern, am Fuß des Ostermundigenbergs. Die Gemeinde gehört zur Agglomeration der Bundesstadt und ist Hauptort des Verwaltungskreises Bern-Mittelland. Jahrhundertelang lieferten ihre Steinbrüche den Sandstein für zahlreiche Berner Bauten, darunter das Münster.
Ostermundigen in Zahlen
Ende 2025 lebten in Ostermundigen 18.432 Menschen. Die Gemeinde im Kanton Bern umfasst 5,96 Quadratkilometer und liegt auf 585 Metern. Selbständig ist sie erst seit dem 1. Januar 1983, bis dahin war Ostermundigen eine Viertelsgemeinde der Gesamtgemeinde Bolligen. Heute hat sie ein eigenes Parlament, den Grossen Gemeinderat mit 40 Mitgliedern, und einen siebenköpfigen Gemeinderat. Größte Firmen am Ort sind Intersport und Emmi, seit 2004 betreibt die Post hier ein Verteilzentrum. Den ersten Bahnanschluss bekam Ostermundigen 1859 mit der Strecke von Bern nach Thun. Im Berndeutschen heißt der Ort Oschtermundige oder kurz Mundige.
Gehört Ostermundigen zur Stadt Bern?
Nein, eine Fusion ist 2023 gescheitert. Ab 2021 verhandelten Bern und Ostermundigen über einen Zusammenschluss. Bei der Volksabstimmung am 22. Oktober 2023 stimmte die Stadt Bern mit rund 72 Prozent zu, in Ostermundigen lehnten über 57 Prozent ab. Weil beide Gemeinden hätten zustimmen müssen, bleibt Ostermundigen eigenständig.
Woher kommt der Name Ostermundigen?
Von einem Mann namens Ostermund. Erstmals erwähnt wird der Ort 1239 als Osturmundingin. Der Name verbindet den althochdeutschen Personennamen Ostermund mit der Endung -ingen und bedeutet „bei den Leuten des Ostermund“.
Sandstein vom Ostermundigenberg
In den Steinbrüchen am Ostermundigenberg wurde über Jahrhunderte Sandstein gebrochen. Das Berner Münster ist zu großen Teilen aus diesem Stein gebaut. 1870 ging hier eine Zahnradbahn in Betrieb, die das Gestein aus dem damals größten Steinbruch der Schweiz zum Bahnhof brachte, sie gilt als erste Zahnradbahn Europas. Ferdinand Hodler und Paul Klee haben die Steinbrüche gemalt. In der Literatur taucht der Ort in Franz Hohlers Kurzgeschichte „Der Rand von Ostermundigen“ von 1973 auf.
Bauernkrieg und Agglomeration
Im Bauernkrieg von 1653 lagerten die Truppen von Niklaus Leuenberger auf dem nahen Murifeld. 1798 zog die französische Armee nach der Schlacht am Grauholz durch das Gebiet. Nach der Selbständigkeit 1983 entwickelte sich Ostermundigen zu einer typischen Agglomerationsgemeinde. Seit 1924 ist es an den Stadtberner Nahverkehr angeschlossen, eine Tramlinie von Bern nach Ostermundigen ist in Planung und Bau. Sehenswert ist auch die moderne Architektur, etwa das Migros-Einkaufszentrum von Justus Dahinden. Seit 1979 besteht eine Partnerschaft mit Löhnberg an der Lahn in Hessen.
Ostermundigen im Kreuzworträtsel
Ostermundigen ist mit 13 Kästchen ein langes Wort, die Mundartform Mundige braucht nur sieben. Für „Ort bei Ostermundigen“ nennt die Tabelle Nachbargemeinden, nach Länge geordnet.
Bern und Muri haben beide vier Felder. Muri heißt vollständig Muri bei Bern, eine Gemeinde Muri gibt es auch im Aargau.
Auf demselben Breitengrad
Der 47. Breitengrad läuft von Ostermundigen aus einmal um die Erde. Diese Orte liegen auf derselben Linie.
Auf demselben Längengrad
Der 7. Längengrad Ost verläuft von Pol zu Pol. Diese Orte liegen darauf.